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Article #56ai/Journal: MYANMAR/BIRMA Menschenrechtslage bleibt kritisch
From: Guido Gabriel
Date: Fri, 01 Dec 1995 00:00
Date: Fri, 01 Dec 1995 00:00
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------------------------------------------------------------------ amnesty international AI-JOURNAL ------------------------------------------------------------------ 11/95 - nachr.doc Myanmar/Birma Menschenrechtslage bleibt kritisch Trotz der Freilassung der Langzeitgefangenen Aung San Suu Kyi im Juli diesen Jahres bleibt die Menschenrechtslage in Myanmar (fr�her: Birma) weiterhin kritisch. Tausende von politischen H�ftlingen, darunter mindestens 50 gewaltlose Gefangene, sitzen derzeit hinter Gittern. U Tun Shwe, U Thu Wai und U Htwe Myint beispielsweise wurden knapp zwei Wochen vor der Freilassung von Aung San Suu Kyi zu je sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie sich mit Ausl�ndern getroffen und den "Staatsrat f�r die Wiederherstellung von Recht und Ordnung" (SLORC) kritisiert hatten. Typisch f�r das Schicksal eines gewaltlosen politischen Gefangenen ist auch der Fall der bekannten Journalistin Daw San San Nwe. Im August letzten Jahres wurde sie festgenommen und zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil sie Informationen an ausl�ndische Journalisten und Diplomaten weitergegeben hatte. Die Zust�nde in den Gef�ngnissen und Arbeitslagern des Landes sind katastrophal. H�ftlinge werden weiterhin geschlagen oder auf andere Weise mi�handelt. amnesty international sind mehrere hundert F�lle bekannt, in denen die schlechten Haftbedingungen zum Tode f�hrten. Menschenrechtsverletzungen sind in ganz Myanmar verbreitet. Zivilisten in grenznahen Gebieten, in denen die meisten ethnischen Minderheiten leben, sind best�ndig der Gefahr von Willk�rhaft ausgesetzt. Immer wieder greift die Armee Mitglieder ethnischer Minderheiten von der Stra�e und zwingt diese zu mehrw�chigen Arbeitsdiensten unter inhumanen Bedingungen. Die Regierung hat wiederholt alle Vorw�rfe von Menschenrechtsverletzungen abgestritten. Zudem vertritt die Milit�rregierung von Myanmar die Ansicht, da� Menschenrechte kulturabh�ngig und nicht universell sind. Obwohl sich die Menschenrechtslage verbessert hat - �ber 2000 politische H�ftlinge sind seit April 1992 frei gekommen, zudem wurden Milit�rgerichte abgeschafft - m�ssen weitere Verbesserungen sowohl in der Menschenrechtspolitik wie auch in der Praxis herbeigef�hrt werden. amnesty international fordert vor allem die sofortige Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen, die Abschaffung von Zwangsarbeit und das Ende von Folter und Mi�handlung. ------------------------------------------------------------------ Aus: ai-Journal November 1995 (c) amnesty international 1995 Verbreitung nur mit Genehmigung von amnesty international. Redak- tion: Harald Gesterkamp (hgesterk@amnesty.cl.sub.de, Telefon 0228/ 98373-46). amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. Nationales Sekretariat, 53108 Bonn (Heerstrasse 178, 53111 Bonn) Telefon (02 28) 9 83 73-0, Telefax (02 28) 63 00 36 - Spendenkonto 80 90 100 bei allen Banken, Sparkassen sowie dem Postgiroamt Koeln ------------------------------------------------------------------ ai-de@amnesty.cl.sub.de
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