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Started by Guido Gabriel
Sat, 17 Feb 1996 00:00
ai/Journal: TUERKEI Blutige Niederschlagung
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 17 Feb 1996 00:00
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------------------------------------------------------------------ amnesty international AI-JOURNAL ------------------------------------------------------------------ 02/96 - nachrich.doc T�rkei Blutige Niederschlagung Die t�rkischen Sicherheitsbeh�rden beendeten im Januar H�ftlingsaufst�nde in Gef�ngnissen mit Gewalt. Dabei starben Orhan �zan, Riza Boybas und Abdulmecit Seckin an Kopfverletzungen, die ihnen w�hrend der Erst�rmung des Sondergef�ngnis �mraniye zugef�gt worden waren. Der Einsatz von etwa 200 Sicherheitsbeamten wurde nach Auseinandersetzungen zwischen Gefangenen und Wachpersonal �ber die restriktiven Besuchsbestimmungen befohlen. 28 H�ftlinge, sechs Polizisten und ein W�rter mu�ten ihre Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen. Der 27j�hrige Journalist Metin G�ktepe starb, nachdem er w�hrend der Beerdigung zweier Opfer von �mraniye festgenommen worden war. Am Morgen des 8. Januar 1996 hatten sich im "Cemevi" (Zentrum der religi�sen Minderheit der Aleviten) des Bezirks Alibeyk�y in Istanbul Hunderte von Verwandten und Trauernden zur Beisetzung von Riza Boybas und Orhan �zan versammelt. Noch bevor die Toten zum "Cemevi" gebracht wurden, nahm die Polizei �ber 600 Trauerg�ste, unter ihnen auch Familienangeh�rige, fest. Die �brigen Verwandten weigerten sich daraufhin, mit der Zeremonie fortzufahren. Polizisten nahmen dann die Bestattung vor. Rund 300 Festgenommene - darunter zahlreiche Frauen und Kinder - wurden in die Sportanlage von Ey�p gebracht. Journalisten fotografierten, wie Polizisten auf die Gefangenen einschlugen und sie traten. Inzwischen sind die meisten wieder freigelassen worden. Journalisten der Zeitungen "Cumh�riyet" und "Yeniy�zyil" waren Zeugen der Festnahme von Metin G�ktepe. Sie sahen, da� er seinen Presseausweis vorzeigte und von Polizisten geschlagen und fortgezerrt wurde. Nach Kenntnis von amnesty international sprachen einige Gefangene in der Sportanlage mit Metin G�ktepe, bevor er zum Verh�r in das Untergescho� der Anlage gebracht wurde. Von dort h�rten die Mitgefangenen seine Schreie. Staatsanwaltschaft und Polizei von Ey�p teilten den Rechtsanw�lten der Zeitung "Evrensel" mit, Metin G�ktepe sei zwar festgenommen, aber am Abend des 8. Januar 1996 wieder auf freien Fu� gesetzt worden. Am 9. Januar 1996 best�tigten die t�rkischen Beh�rden den Tod von Metin G�ktepe und gaben an, die Polizei habe ihn tot in einem Teehaus in Ey�p aufgefunden, wo er nach seiner Freilassung zusammengebrochen sei. ------------------------------------------------------------------ Aus: ai-Journal Februar 1996 (c) amnesty international 1996 Verbreitung nur mit Genehmigung von amnesty international. Redak- tion: Harald Gesterkamp (hgesterk@amnesty.cl.sub.de, Telefon 0228/ 98373-46). amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. Nationales Sekretariat, 53108 Bonn (Heerstrasse 178, 53111 Bonn) Telefon (02 28) 9 83 73-0, Telefax (02 28) 63 00 36 - Spendenkonto 80 90 100 bei allen Banken, Sparkassen sowie dem Postgiroamt Koeln ------------------------------------------------------------------ ai-de@amnesty.cl.sub.de
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