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Started by Guido Gabriel
Sun, 17 Dec 1995 00:00
ai/Journal: EQUADOR Briefe gegen das Vergessen
Author: Guido Gabriel
Date: Sun, 17 Dec 1995 00:00
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------------------------------------------------------------------ amnesty international AI-JOURNAL ------------------------------------------------------------------ 12/95 - bgdv.doc Briefe gegen das Vergessen Ecuador Consuelo Benavides Cevallos Im Alter von 33 Jahren wurde die Lehrerin Consuelo Benavides Cevallos im Dezember 1985 von Angeh�rigen der ecuadorianischen Marine festgenommen und anschlie�end get�tet. Fast zehn Jahre lang haben der Ehemann, sieben erwachsene Kindern und die 80j�hrige Mutter Rosa Cevallos de Benavides daf�r gek�mpft, da� die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden. Die Justizbeh�rden haben die Ermittlungen immer wieder herausgez�gert. Jetzt besteht die Gefahr, da� das erst im August vergangenen Jahres er�ffnete Gerichtsverfahren gegen einige der in den Fall verwickelten Personen eingestellt wird. Nach ecuadorianischem Recht k�nnen Mordf�lle, die nicht innerhalb von zehn Jahren aufgekl�rt werden, auf unbestimmte Zeit zur�ckgestellt werden. Diese gesetzliche Regelung, die Aufkl�rung und Bestrafung von Verbrechen verhindern kann, hindert die Angeh�rigen jedoch nicht an ihrem Engagement. Sie sind fest entschlossen, den Fall vor den Interamerikanischen Gerichtshof f�r Menschenrechte der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zu bringen. Der Einsatz f�r Gerechtigkeit hat der Familie hohe Kosten verursacht. Sie war dazu gezwungen, ihr Eigentum zu verkaufen. Zwei der Kinder, die in regierungsabh�ngigen Institutionen arbeiteten, wurden entlassen. In die Wohnung von Nelly Benavides, der Schwester der Ermordeten, wurde mehrfach eingebrochen. Beim letzten Einbruch wurde der Computer gestohlen, mit dem sie Mitteilungen an die Presse und Berichte �ber den Fall ihrer Schwester geschrieben hatte. Nach dem letzten Einbruch schrieb Nelly Benavides in einem Brief an amnesty international, "der Schmerz, das Leid und das Gef�hl der Ohnmacht haben mich mit gro�er Sorge erf�llt", und sie habe das Gef�hl, sich in einer "realen Gefahr" zu befinden. Bitte schreiben Sie h�flich formulierte Briefe an den ecuadorianischen Pr�sidenten, in denen Sie Ihre Besorgnis dar�ber zum Ausdruck bringen, da� die f�r den Tod von Consuelo Benavides Cevallos Verantwortlichen nicht bestraft werden k�nnten. Dringen Sie bitte auch darauf, da� der Familie ein angemessener Schutz gew�hrt wird. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf deutsch an: Sr. Presidente Sixto Dur�n Ball�n Presidente de la Rep�blica del Ecuador Palacio de Gobierno Garc�a Moreno 1043 Quito ECUADOR Telefax: (00 593) 2 580 142; (00593) 2 580 750 oder (00593) 2 580 716 (Aerogramm bis 5g: DM 2,-; Standardbrief Luftpost bis 20g: DM 3,-) Bitte senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an: Kanzlei der Botschaft der Republik Ecuador S. E. Herrn Marcelo Pe�a Durini Koblenzer Stra�e 37 53173 Bonn Telefax: (0228) 36 17 65 ------------------------------------------------------------------ Aus: ai-Journal Dezember 1995 (c) amnesty international 1995 Verbreitung nur mit Genehmigung von amnesty international. Redak- tion: Harald Gesterkamp (hgesterk@amnesty.cl.sub.de, Telefon 0228/ 98373-46). amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. Nationales Sekretariat, 53108 Bonn (Heerstrasse 178, 53111 Bonn) Telefon (02 28) 9 83 73-0, Telefax (02 28) 63 00 36 - Spendenkonto 80 90 100 bei allen Banken, Sparkassen sowie dem Postgiroamt Koeln ------------------------------------------------------------------ ai-de@amnesty.cl.sub.de
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