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Started by Guido Gabriel
Sat, 17 Feb 1996 00:00
ai/Journal: AKTIONEN 2/96
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 17 Feb 1996 00:00
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------------------------------------------------------------------ amnesty international AI-JOURNAL ------------------------------------------------------------------ 02/96 - aktion.doc Termin: Interschul-Messe An der "Interschul" in Stuttgart wird sich amnesty international mit einem Stand beteiligen. Vor allem Unterrichtsmaterial zur Menschenrechtserziehung in der Schule soll bei der auf Lehrer zugeschnittenen Messe vom 12. bis 16. Februar den interessierten Besucherinnen und Besuchern angeboten werden (Halle 5.2, Stand 5.2.220). Am 12. Februar um 13.30 wird Peter-Michael Friedrichs vom amnesty Arbeitskreis "Menschenrechtserziehung" einen Vortrag �ber die "Verwirklichung der Menschenrechte als Verpflichtung der Schule" halten (Congresszentrum A, Raum V). ai-Schweden: 13.000 neue F�rdermitglieder Die schwedische ai-Sektion konnte mit 13.000 neuen F�rdermitgliedern den Jahresbeginn feiern. Der gro�e Zuwachs geht auf eine Aussendung an alle 4,3 Millionen Haushalte des Landes Ende September zur�ck - portofrei ausgeliefert von der k�niglich-schwedischen Post. Die Werbeaktion dauerte bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Jetzt hat die schwedische ai-Sektion �ber 70.000 Mitglieder und F�rderer sowie 50.000 Spender - und das bei "nur" acht Millionen Einwohnern. Nachlese: Tag der Menschenrechte Mit vielf�ltigen Aktionen machten am Tag der Menschenrechte amnesty- Gruppen in allen Bundesl�ndern auf die Anliegen der Menschenrechtsorganisation aufmerksam. Der 10. Dezember erinnert an die Unterzeichnung der Allgemeinen Erkl�rung der Menschenrechte der UNO am 10.12.1948. In zahlreichen Orten hatten ai-Gruppen Veranstaltungen zum Thema "Verfolgte Menschenrechtler" organisiert. Dabei waren auch die f�nf von der deutschen ai-Sektion eingeladenen Menschenrechtler (vgl. ai- Journal, 1/96) anwesend. In Berlin etwa diskutierten Nohemy Palencia aus Kolumbien und Nafisa Hoodbhooy aus Pakistan mit 120 Zuh�rern �ber die Menschenrechtssituation in ihren Heimatl�ndern. Interessiert waren die Besucher im "Haus der Kulturen der Welt" aber auch an ihrer pers�nlichen Arbeit und den damit verbundenen Gefahren. Dabei hob Nohemy Palencia hervor, da� Eilaktionen von amnesty international �u�erst wichtig seien. Mehrfach schon seien nach internationalem Druck "Verschwundene" wieder aufgetaucht. Auch in vielen anderen St�dten fanden Veranstaltungen mit Mitgliedern der Delegation statt - neben den beiden Frauen waren das noch Fernando Gomes aus Guinea-Bissau, Dejan Janca aus Jugoslawien und Boudj�ma Ghechir aus Algerien. In Hannover machten brennende Kerzen auf das Schicksal verfolgter Menschenrechtler aufmerksam. Auf einem 30 Meter langen Transparent waren exemplarisch die Namen und Bilder von drei verfolgten Menschenrechtlern aus Syrien, Nigeria und China abgebildet sowie ihr Schicksal dokumentiert. Die Kerzen formten den Schriftzug "ai". Mit Appellbriefen konnten sich Passanten unmittelbar f�r den Schutz der drei einsetzen. Auch in kleineren Orten wurde an verfolgte Menschenrechtler in aller Welt gedacht: Beispielhaft sei hier Bad Kreuznach genannt, wo ai-Mitglieder ebenfalls auf F�lle aus der laufenden ai-Kampagne zum Schutz verfolgter Menschenrechtler aufmerksam machten. Andernorts gab es andere Themen: In M�nchen provozierten ai-Mitglieder in der Vorweihnachtszeit, indem sie auf einem Lastwagen einen Galgen und ein Folterinstrument, die "Papageienschaukel" durch die Stra�en transportierten. "Gegen Folter, Todesstrafe und 'Verschwindenlassen'", hie� es dazu auf einem Transparent. Gottesdienste veranstaltete amnesty international in N�rnberg - dort sprach der ehemalige ai-Generalsekret�r Helmut Frenz -, in Elmshorn und in Cloppenburg. Ein klassisches Konzert mit Werken von Schubert, Brahms und Mussorgski fand in Rostock statt, in Salzgitter veranstaltete die ai- Gruppe ein Konzert mit der Irish Folk Band "White Rabbit". In Halle an der Saale wurde der Film "Der Tod und das M�dchen" von Roman Polanski gezeigt, der das Theaterst�ck des chilenischen Schriftstellers Ariel Dorfman zur Grundlage hat. Thema ist die Konfrontation einer Gefolterten mit dem T�ter - Jahre nach der Tat. In Dresden schlie�lich nutzte man den "Tag der Menschenrechte", um per Fax die Freilassung des von der �rtlichen Gruppe betreuten chinesischen Gefangenen Yu Dongyue zu fordern. Zwar war es aus technischen Gr�nden an diesem Tag nicht m�glich, direkt nach China zu faxen, aber bei der chinesischen Botschaft in Bonn gingen an diesem Tag etwa 70 Protestschreiben in chinesischer, englischer und deutscher Sprache aus Dresden ein. Lesbisch-schwule ai-Gruppe Vier Jahre nach dem Beschlu� der Internationalen Ratstagung von amnesty international, sich auch f�r Menschen einzusetzen, die ausschlie�lich wegen ihrer homosexuellen Handlungen oder Neigungen inhaftiert sind, haben sich in Berlin ai-Mitglieder zusammengefunden, um zu diesem Thema zu arbeiten. Mit vielf�ltigen Aktionen will sich die Gruppe gegen die Verfolgung von Homosexuellen in aller Welt wenden. Am 11. Januar organisierten sie einen ersten Informationsstand. In den vergangenen Jahren haben bereits die ai-Sektionen in Costa Rica, D�nemark, Puerto Rico, den USA und Venezuela Gruppen ins Leben gerufen, die zu Homosexuellen arbeiten. In Finnland, Frankreich, Italien und Kanada sind entsprechende Gruppen in Vorbereitung. ------------------------------------------------------------------ Aus: ai-Journal Februar 1996 (c) amnesty international 1996 Verbreitung nur mit Genehmigung von amnesty international. Redak- tion: Harald Gesterkamp (hgesterk@amnesty.cl.sub.de, Telefon 0228/ 98373-46). amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. Nationales Sekretariat, 53108 Bonn (Heerstrasse 178, 53111 Bonn) Telefon (02 28) 9 83 73-0, Telefax (02 28) 63 00 36 - Spendenkonto 80 90 100 bei allen Banken, Sparkassen sowie dem Postgiroamt Koeln ------------------------------------------------------------------ ai-de@amnesty.cl.sub.de
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