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Started by Guido Gabriel
Sat, 17 Feb 1996 00:00
ai/Journal: INDONESIEN Kritische Worte sollen bestraft werden
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 17 Feb 1996 00:00
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------------------------------------------------------------------ amnesty international AI-JOURNAL ------------------------------------------------------------------ 02/96 - nachrich.doc Indonesien Kritische Worte sollen bestraft werden amnesty international hat die Bundesregierung aufgefordert, sich f�r den fr�heren indonesischen Parlamentsabgeordneten Dr. Sri Bintang Pamungkas einzusetzen. Pamungkas steht in Jakarta vor Gericht, weil er vor und w�hrend des Deutschlandbesuches von Pr�sident Suharto im Fr�hjahr 1995 mehrere kritische Vortr�ge gehalten hatte. Der indonesische Generalstaatsanwalt wirft ihm in der ai vorliegenden Anklageschrift vor, den "guten Namen des Pr�sidenten der indonesischen Republik Suharto verunglimpft zu haben". Dem Wirtschaftswissenschaftler droht eine mehrj�hrige Haftstrafe, unter anderem f�r �u�erungen w�hrend eines Vortrags in der Technischen Universit�t Berlin. Au�erdem findet sich in der Anklageschrift der Hinweis, da� Pamungkas eine von amnesty international organisierte Demonstration beobachtet haben soll. Mit einer Verurteilung wird t�glich gerechnet. In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Forum Keadilan" wird von Demonstrationen der regierungsnahen Jugendorganisation "Pemuda Pancasila" gegen Pamungkas berichtet. Es sollen Transparente mit der Aufschrift "H�ngt Bintang!" gezeigt worden sein. Sein Haus ist mehrfach belagert worden, sein Auto wurde demoliert. In einem Brief an Au�enminister Kinkel betonte der Generalsekret�r der deutschen ai-Sektion, Volkmar Deile: "Das bisherige Engagement seitens der deutschen Politik - soweit es �ffentlich bekannt ist - kann nur als mangelhaft bezeichnet werden. Die deutsche Politik m��te sich eigentlich verpflichtet sehen zu garantieren, da� auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland das Recht auf freie Meinungs�u�erung auch seitens ausl�ndischer Wissenschaftler ausge�bt werden kann. Es st�nde der Bundesregierung gut an, als Signal an die indonesische Seite eigene Beobachter zu diesem Proze� in Indonesien zu schicken." ------------------------------------------------------------------ Aus: ai-Journal Februar 1996 (c) amnesty international 1996 Verbreitung nur mit Genehmigung von amnesty international. Redak- tion: Harald Gesterkamp (hgesterk@amnesty.cl.sub.de, Telefon 0228/ 98373-46). amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V. Nationales Sekretariat, 53108 Bonn (Heerstrasse 178, 53111 Bonn) Telefon (02 28) 9 83 73-0, Telefax (02 28) 63 00 36 - Spendenkonto 80 90 100 bei allen Banken, Sparkassen sowie dem Postgiroamt Koeln ------------------------------------------------------------------ ai-de@amnesty.cl.sub.de
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