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Started by Guido Gabriel
Sat, 29 Mar 1997 00:00
ai EX043/97 SAUDI-ARABIEN Hinrichtungen -22.04.
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
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+ Elektronische Verbreitung nur mit Genehmigung von +
+ amnesty international zulaessig. +
+ Kontakt: Guido Gabriel, ggabriel@amnesty.cl.sub.de +
+ Ray Mitchell, rmitchellai@gn.apc.org (UK) +
+ Scott Harrison, sharrison@igc.apc.org (USA)+
+ Marilyn McKim, aito@web.apc.org (Canada) +
+-------------------------------------------------------+
amnesty international - URGENT ACTION
EXTRA 43/97 ai-Index: MDE 23/03/97 25. M�rz 1997 - dh
STARKE ZUNAHME AN HINRICHTUNGEN
Saudi-Arabien: Sarah Dematera, Philippinerin
und weitere zum Tode Verurteilte
In den letzten vier Tagen wurden in Saudi-Arabien elf Hinrichtungen
vollzogen. Dadurch hat sich die Anzahl der seit Jahresanfang
Hingerichteten auf 16 erh�ht. Sie waren alle wegen Mordes, bewaffneten
Raubes oder Drogenhandels zum Tode verurteilt worden. �ber den Verlauf der
Verfahren gegen sie und die Schuldspr�che ist nichts bekannt. In Saudi-
Arabien werden Todesurteile in der Regel erst bekanntgegeben, wenn sie
bereits vollstreckt worden sind.
amnesty international bef�rchtet, da� die Hinrichtungen der letzten Tage
nur der Anfang einer Welle weiterer Hinrichtungen von Personen, die in den
Todeszellen sitzen, sein k�nnten. Bei einer solchen Hinrichtungswelle
waren zwischen Anfang 1995 und Oktober desselben Jahres 192 Menschen
hingerichtet worden. amnesty international kennt nicht die genaue Anzahl
der Personen, die in Saudi-Arabien ihre Hinrichtung erwarten.
Unbest�tigten Berichten zufolge soll die Philippinerin Sarah Dematera in
der Todeszelle sitzen. Sie soll 1992 ihren Arbeitgeber ermordet haben.
Ihre Hinrichtung wurde aufgeschoben, bis der �lteste Sohn ihres Opfers das
achtzehnte Lebensjahr erreicht hat und dar�ber entscheidet, ob sie durch
Zahlung eines Blutgeldes ihre Hinrichtung abwenden kann. amnesty
international hat die Regierung Saudi-Arabiens um weitere Informationen zu
diesem Fall ersucht, aber keine Antwort erhalten.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien hat in den letzten Jahren in
besorgniserregendem Ma�e zugenommen. Wie es hei�t, erwarten sehr viele
Gefangene in Saudi-Arabien in den Todeszellen ihre Hinrichtung.
Todesurteile werden nach Verfahren gef�llt, die in keiner Weise den
international anerkannten Garantien zum Schutz der Rechte von Personen,
denen die Todesstrafe droht, entsprechen. Die Angeklagten verf�gen w�hrend
ihres Verfahrens �ber keinen Rechtsbeistand und Gest�ndnisse, die unter
Folter erzwungen wurden, werden vor Gericht als Beweismittel zugelassen.
Oft sind diese "Gest�ndnisse" der einzige Beweis f�r die Schuld des
Angeklagten.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telexe, Telegramme oder
Luftpostbriefe, in denen Sie
ihre Best�rzung �ber die elf Todesurteile, die zwischen dem 21. M�rz
und dem 24. M�rz 1997 vollstreckt wurden, zum Ausdruck bringen;
um Informationen �ber die gegenw�rtigen rechtliche Stellung von
Sarah Dematera ansuchen und fordern, da�, falls ihr weiterhin die
Hinrichtung droht, das Urteil gegen sie umgewandelt wird;
die Regierung Saudi-Arabiens auffordern, alle anh�ngigen
Todesurteile in eine humanere Form der Bestrafung umzuwandeln;
auf den weltweiten Trend hin zu einer Abschaffung der Todesstrafe
hinweisen;
die Notwendigkeit der Bek�mpfung der Kriminalit�t selbstverst�ndlich
anerkennen, aber gleichzeitig darauf hinweisen, da� die Todesstrafe
bekannterma�en keine wirksamere Abschreckung vor kriminellen Handlungen
als andere Formen der Strafe darstellt, und die Beh�rden daher auffordern,
derartige Delikte auf menschenw�rdige Art und Weise zu ahnden.
APPELLE AN:
The Custodian of the Two Holy Shrines, His Majesty King Fahd bin
'Abdul-'Aziz, Office of His Majesty The King, Riyadh, K�NIGREICH SAUDI-
ARABIEN
(K�nig - korrekte Anrede: Your Majesty)
Telegramme: king fahd, riyadh, saudi-arabien
His Royal Highness, Prince Naif bin 'Abdul-'Aziz, Minister of the
Interior, Ministry of the Interior, PO Box 2833, Airport Road, Riyadh
11134, K�NIGREICH SAUDI-ARABIEN (Innenminister - korrekte Anrede: Your
Royal Highness)
Telegramme: minister of the interior, riyadh, saudi-arabien
Telex: 0495 40 44 16
His Royal Highness, Prince Saud al-Faisal bin 'Abdul 'Aziz, Minister of
Foreign Affairs, Ministry of Foreign Affairs, Nasseriya Street, Riyadh
11124, K�NIGREICH SAUDI-ARABIEN (Au�enminister - korrekte Anrede: Your
Royal Highness)
Telegramme: minister of foreign affairs, riyadh, saudi-arabien
Telex: 0495 40 50 00
His Excellency Dr. Abdullah bin Muhammad bin Ibrahim Al-Sheikh, Minister
of Justice, Ministry of Justice, Riyadh, K�NIGREICH SAUDI-ARABIEN
(Justizminister - korrekte Anrede: Your Excellency)
Telegramme: minister of justice, riyadh, saudi-arabien
Telex: 0495 40 59 80 MINJUS SJ
KOPIEN AN:
Kanzlei der Botschaft des K�nigreichs Saudi-Arabien
Godesberger Allee 40-42, 53175 Bonn
Telefax: (02 28) 37 55 93 - (S. E. Herr Abbas Faig Ghazzawi)
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle m�glichst sofort. Schreiben Sie in gutem
Arabisch, Englisch oder auf deutsch. Da Informationen in urgent actions
schnell an Aktualit�t verlieren k�nnen, bitten wir Sie, nach dem 22. April
1997 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send telegrams/telexes/faxes/express/airmail
letters in English, Arabic or your own language:
- expressing grave concern at the 11 executions carried out in Saudi
Arabia between 21 and 24 March 1997, and calling for a halt to further
executions;
- seeking clarification of the current status of Sarah Dematera, and
urging commutation of her sentence if she is still facing execution;
- calling on the Saudi Arabian Government to commute to a more humane
punishment the death sentences of all other prisoners currently on death
row;
- pointing to the international trend towards abolition of the death
penalty;
- acknowledging the responsibility of governments to punish those
responsible for crime, but pointing out that studies have shown the death
penalty to be no more effective as a deterrent than any other punishment.
+------------------------------------------------------------+
+ Bei Fragen zu dieser Urgent Action oder zu den Eilaktionen +
+ im allgemeinen wenden Sie sich bitte an: +
+ amnesty international +
+ - Urgent Actions - +
+ D - 53108 Bonn Email: ua-de@amnesty.cl.sub.de +
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