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Sat, 29 Mar 1997 00:00
ai EX038/97 AEGYPTEN Todesstrafe -17.04.
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
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+ Elektronische Verbreitung nur mit Genehmigung von +
+ amnesty international zulaessig. +
+ Kontakt: Guido Gabriel, ggabriel@amnesty.cl.sub.de +
+ Ray Mitchell, rmitchellai@gn.apc.org (UK) +
+ Scott Harrison, sharrison@igc.apc.org (USA)+
+ Marilyn McKim, aito@web.apc.org (Canada) +
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amnesty international - URGENT ACTION
EXTRA 38/97 ai-Index: MDE 12/13/97 20. M�rz 1997 - dh
TODESSTRAFE
�gypten: Ahmad Metwalli, 30 Jahre
Ahmad Metwalli, ein 30 j�hriger Mann, der in einem Krankenhaus arbeitet,
wurde am 15. M�rz 1997 durch das Strafgericht in West-Alexandria wegen
Mordes zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde an den Mufti, die h�chste
religi�se Authorit�t des Landes, zur Best�tigung weiterverwiesen.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Die Todesstrafe kann in �gypten wegen Straftaten wie Drogenmi�brauch und -
handel sowie Mord verh�ngt werden. Zahlreiche Personen sind in dem Land
wegen solcher Verbrechen zum Tode verurteilt worden. Des weiteren k�nnen
Todesurteile bei Straftaten im Zusammenhang mit "Terrorismus" gef�llt
werden. Seit Oktober 1992, als Pr�sident Mubarak die ersten Sonderdekrete
erlie�, die es erlauben, Zivilisten vor ein Milit�rgericht zu stellen,
sind von �gyptischen Milit�rgerichten 74 Todesurteile wegen "Terrorismus"
verh�ngt und 54 Hinrichtungen vollzogen worden.
Todesurteile in gew�hnlichen Strafsachen m�ssen dem Mufti, dem h�chsten
religi�sen W�rdentr�ger �gyptens, zur Genehmigung vorgelegt werden. Es
handelt sich dabei jedoch nur um eine Routinehandlung, da in den
allermeisten F�llen kein Einspruch erfolgt. Danach wird das Todesurteil an
den �gyptischen Pr�sidenten oder eine von ihm benannte Amtsperson zur
Ratifizierung weitergeleitet. Von Milit�rgerichten verh�ngte Todesurteile
m�ssen vom �gyptischen Pr�sidenten ratifiziert und vom Milit�ramt f�r
Berufungsverfahren, dessen Vorsitz ebenfalls der �gyptische Pr�sident
innehat, �berpr�ft werden.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telexe, Telegramme oder
Luftpostbriefe, in denen Sie
darlegen, da� Sie sich der Schwere des Verbrechens, das dem
Verurteilten zur Last gelegt wird, bewu�t sind, jedoch gleichzeitig darauf
hinweisen, da� Sie in allen F�llen die Todesstrafe ablehnen, weil sie eine
Verletzung des Rechts auf Leben und die schlimmste Form der grausamen und
unmenschlichen Bestrafung darstellt;
den Staatspr�sidenten auffordern, von seinem in der Verfassung
verankerten Recht Gebrauch zu machen, Gnade zu gew�hren und das gegen
Ahmad Metwalli verh�ngte Todesurteil, sowie alle weiteren anh�ngigen
Todesurteile umzuwandeln;
sich �ber den weiteren Anstieg der Anwendung der Todesstrafe in
�gypten tief besorgt zeigen und auf die weltweite Entwicklung hinweisen,
die Todesstrafe abzuschaffen oder ihre Anwendung einzuschr�nken, was in
�bereinstimmung mit Artikel 6 des Internationalen Pakts �ber b�rgerliche
und politische Rechte steht, zu dessen Vertragsstaaten �gypten geh�rt.
APPELLE AN:
His Excellency, Muhammad Hosni Mubarak, President of the Arab Republic of
Egypt, 'Abedine Palace, Kairo, REPUBLIK �GYPTEN
(Pr�sident - korrekte Anrede: Your Excellency)
Telex: 091 93794 wazra un
Telegramme: president mubarak, cairo, �gypten
KOPIEN AN:
Ms Nalya Gabr, The Human Rights Department, Ministry of Foreign Affairs,
Corniche al-Nil, Kairo, REPUBLIK �GYPTEN (Abteilung f�r Menschenrechte im
Au�enministerium)
Telefax: (0020) 2-574 9667
E-Mail: mofal@idsc.gov.eg
Dr. Fathi Sorour, Speaker, The People's Assembly, Magles al-Shaab Street,
Kairo, �GYPTEN (Parlamentssprecher)
Kanzlei der Botschaft der Arabischen Republik �gypten, Kronprinzenstra�e
2, 53173 Bonn
Telefax: (0228) 36 43 04 - (S. E. Herrn Mahmoud Ahmed Fathy Moubarak)
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle m�glichst sofort. Schreiben Sie in gutem
Arabisch, Englisch, Franz�sisch oder auf deutsch. Da Informationen in
urgent actions schnell an Aktualit�t verlieren k�nnen, bitten wir Sie,
nach dem 17. April 1997 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send telegrams/telexes/express/airmail letters
in Arabic, English, French, or your own language:
- acknowledging the seriousness of the crime for which Ahmad Metwalli was
convicted, but explaining your opposition to the death penalty in all
cases as a violation of the right to life;
- urging the President to use his constitutional powers to grant clemency
and commute the death sentence against Ahmad Metwalli and all other
pending death sentences;
- expressing concern at the upsurge in the use of the death penalty in
Egypt, and drawing attention to world trends to abolish or reduce the use
of the death penalty, in accordance with Article 6 of the International
Covenant on Civil and Political Rights, to which Egypt is a state party.
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+ Bei Fragen zu dieser Urgent Action oder zu den Eilaktionen +
+ im allgemeinen wenden Sie sich bitte an: +
+ amnesty international +
+ - Urgent Actions - +
+ D - 53108 Bonn Email: ua-de@amnesty.cl.sub.de +
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