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Started by Guido Gabriel
Sat, 29 Mar 1997 00:00
ai EX041/97 INDONESIEN/OSTTIMOR Folter/Misshandlung ------
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
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+ Elektronische Verbreitung nur mit Genehmigung von +
+ amnesty international zulaessig. +
+ Kontakt: Guido Gabriel, ggabriel@amnesty.cl.sub.de +
+ Ray Mitchell, rmitchellai@gn.apc.org (UK) +
+ Scott Harrison, sharrison@igc.apc.org (USA)+
+ Marilyn McKim, aito@web.apc.org (Canada) +
+-------------------------------------------------------+
amnesty international - URGENT ACTION
EXTRA 41/97 ai-Index: ASA 21/17/97 24. M�rz 1997 - md/dh
DROHENDE FOLTER / MISSHANDLUNG / MUTMASSLICHE GEWALTLOSE POLITISCHE
GEFANGENE
Indonesien (Osttimor): mindestens 48 Jugendliche
amnesty international ist in Sorge um die Sicherheit von mindestens 48
Jugendlichen aus Osttimor, die am 23. M�rz nach einer Demonstration in
Dili festgenommen worden sind. Die Demonstration begann etwa um 17:00 Uhr
im Mahkota Hotel in Dili, der Hauptstadt Osttimors, wo sich Jamsheed
Marker, der Pers�nliche Vertreter des Generalsekret�rs der Vereinten
Nationen f�r Osttimor, f�r einen dreit�gigen Besuch Osttimors aufhielt.
Etwa 200 Demonstranten sollen sich in dem Hotel versammelt haben, um dem
Pers�nlichen Vertreter Dokumente zu �berreichen. Die Demonstranten sollen
mit Spruchb�ndern und Parolen die Unabh�ngigkeit Osttimors gefordert
haben. Als Polizei und Sicherheitskr�fte gegen 18:00 Uhr versuchten, die
Demonstration aufzul�sen, kam es zu Zusammenst��en, in deren Verlauf die
Polizei eigenen Angaben zufolge Warnsch�sse abgab, anderen Berichten
zufolge auch Gummigeschosse einsetzte. Den Sicherheitskr�ften wird
vorgeworfen, da� sie die Ausg�nge des Hotels blockierten und die
Demonstranten somit am Verlassen des Schauplatzes der Demonstration
hinderten. Einige Demonstranten verletzten sich beim Versuch, das Hotel
durch zerbrochene Fenster zu verlassen.
Im Hotel wurden 48 Demonstranten festgenommen. Elf Jugendliche wurden in
ein Milit�rkrankenhaus eingeliefert. Einige von ihnen trugen Wunden, die
vermutlich von Schl�gen durch die Sicherheitskr�fte herr�hren. Zu den
Verletzten geh�ren Marcelino und Lourenco Smith, die beide vermutlich
nicht festgenommen wurden. Unbest�tigten Berichten zufolge soll bei den
Auseinandersetzungen auch mindestens eine Person ums Leben gekommen sein.
Die Namen der meisten Festgenommenen sind noch nicht bekannt. Zu den
namentlich bekannten Festgenommenen geh�ren drei junge Frauen, Rosita,
Marcelina und Imaculada (Nachnamen unbekannt) und vier junge M�nner, Luis
de Fatima, Nelson Pereira, Romaldo Brasil und Agustino dos Santos.
Am 24. M�rz 1997 setzte die Polizei drei der Festgenommenen wieder auf
freien Fu�, aber mindestens 45 befinden sich weiterhin im Gewahrsam. Die
Polizei hat auch angedeutet, da� es zu weiteren Festnahmen von Personen,
die sich an der Demonstration beteiligt hatten, kommen k�nnte.
Am 24. M�rz 1997 soll es zu einer weiteren Demonstration in Dili gekommen
sein. Berichten zufolge sollen mindestens drei, m�glicherweise auch sieben
Jugendliche von der Polizei festgenommen worden sein. �ber die Umst�nde
ihrer Festnahme ist nichts N�heres bekannt, wohl aber drei Namen der
Festgenommenen: Cesaltino Ximenes, Herminigildo Da Costa und Tomas Coreia.
�ber ihren Verbleib ist nichts bekannt.
Osttimoresen, die vom Milit�r oder der Polizei in Gewahrsam genommen
werden, sind nach wie vor insbesondere w�hrend des Verh�rs in gro�er
Gefahr, mi�handelt oder gefoltert zu werden. Dies gilt insbesondere dann,
wenn ihnen der Zugang zu einem Rechtsanwalt verwehrt wird. Es ist nicht
bekannt, ob dies bei den Jugendlichen, die im Zusammenhang mit den
Demonstrationen verhaftet wurden, der Fall ist.
Jamsheed Marker h�lt sich noch immer in Indonesien auf, soll aber Osttimor
verlassen haben. amnesty international dringt darauf, da� er seinen
Einflu� daf�r einsetzt, da� die Inhaftierten nicht mi�handelt werden,
Zugang zu Rechtsanw�lten erhalten und nicht wegen der friedlichen �u�erung
ihrer �berzeugungen festgehalten werden.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Willk�rliche Verhaftungen von Gegnern der indonesischen Besetzung von
Osttimor sind dort nach wie vor auf der Tagesordnung. Dies gilt auch f�r
Personen, die ihre Gegnerschaft in friedlicher Weise zum Ausdruck bringen.
Besonders empfindlich reagieren die Beh�rden auf Demonstrationen gegen die
indonesische Herrschaft �ber Osttimor und die Teilnahme an ihnen wird mit
Gef�ngnisstrafen geahndet. Dies gilt auch bei Demonstrationen, die beim
Besuch ausl�ndischer Delegationen oder von Vertretern der Vereinten
Nationen abgehalten werden.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Fax- bzw. Telebriefe, Telexe,
Telegramme oder Luftpostbriefe, in denen Sie
die Beh�rden auffordern, den Aufenthaltsort aller im Zusammenhang
mit den Demonstrationen am 23. und 24. M�rz 1997 verhafteten Personen
festzustellen, und sich nach den Anklagepunkten erkundigen, die
m�glicherweise gegen sie erhoben werden;
die indonesischen Beh�rden auffordern, sicherzustellen, da�
niemandem von ihnen Folter oder Mi�handlung droht;
die Beh�rden auffordern, daf�r Sorge zu tragen, da� die Inhaftierten
umgehend Zugang zu einem unabh�ngigen Rechtsbeistand haben;
die sofortige und bedingungslose Freilassung all jener Inhaftierten
fordern; die allein aufgrund der friedlichen Aus�bung ihres Rechts auf
freie Meinungs�u�erung in Haft gehalten werden.
APPELLE AN:
Ali Alatas S.H., Menteri Luar Negeri, Jalan Medan Taman Pejambon No. 6,
Jakarta, REPUBLIK INDONESIEN (Au�enminister - korrekte Anrede: Dear
Minister Alatas)
Telexe: 073 44205, 073 44469 deplu jkt
Telefax: (00 62) 21-345 7782, (00 62) 21-380 5511, (00 62) 21-360 541,
(00 62) 21-724 5354 oder (00 62) 21-360 517
Telegramme: foreign minister, jakarta, indonesien
KOPIEN AN:
Indonesia National Commission on Human Rights - East Timor, Alex Refialy
SH, KOMNAS HAM, Jalan Dr Antonio de Carvalho, Dili, Timor Timur, REPUBLIK
INDONESIEN
(staatliche Menschenrechtskommission in Osttimor)
Kanzlei der Botschaft der Republik Indonesien, Bernkasteler Str. 2, 53175
Bonn
Telefax: (0228) 31 13 93 - (S. E. Herrn Hartono Martodiredjo)
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle m�glichst sofort. Schreiben Sie in gutem
Indonesisch, Englisch oder auf deutsch. Da Informationen in urgent actions
schnell an Aktualit�t verlieren k�nnen, bitten wir Sie, nach dem 21. April
1997 keine Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send telegrams/telexes/faxes/express/airmail
letters in English or Bahasa Indonesia or your own language:
- calling on the authorities to clarify the whereabouts of all those
detained in connection with demonstrations on 23 and 24 March 1997, and to
asking for details of any charges they are facing;
- calling on the authorities to ensure that none of those in custody is at
risk of torture or ill-treatment;
- urging that all those detained in connection with the demonstrations
have immediate access to independent legal assistance;
- calling on the authorities to immediately and unconditionally release
any detainees who are being held solely for the peaceful expression of
their beliefs.
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+ Bei Fragen zu dieser Urgent Action oder zu den Eilaktionen +
+ im allgemeinen wenden Sie sich bitte an: +
+ amnesty international +
+ - Urgent Actions - +
+ D - 53108 Bonn Email: ua-de@amnesty.cl.sub.de +
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