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Started by Guido Gabriel
Sat, 29 Mar 1997 00:00
ai EX036/97 TUERKEI Folter -20.04.
Author: Guido Gabriel
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
Date: Sat, 29 Mar 1997 00:00
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+ Elektronische Verbreitung nur mit Genehmigung von +
+ amnesty international zulaessig. +
+ Kontakt: Guido Gabriel, ggabriel@amnesty.cl.sub.de +
+ Ray Mitchell, rmitchellai@gn.apc.org (UK) +
+ Scott Harrison, sharrison@igc.apc.org (USA)+
+ Marilyn McKim, aito@web.apc.org (Canada) +
+-------------------------------------------------------+
amnesty international - URGENT ACTION
EXTRA 36/97 ai-Index: EUR 44/12/97 13. M�rz 1997 - dh
FOLTER / DROHENDE FOLTER
T�rkei: Frau Hatun Temuzalp, Journalistin
Ali Can Kaya, Journalist
Frau Arzu G�rmez, Journalistin
Frau Dilsan Acar, Journalistin
Muammer Kalkan, Journalist
Tekin Yazar
Ali Ekber
Haydar (Familienname unbekannt)
Hasan Acan
Freigelassene H�ftlinge haben berichtet, da� die oben genannten Personen,
die am 7. M�rz 1997 festgenommen worden waren, in der Polizeihaft
gefoltert wurden. Dies trifft vor allem auf Hasan Acan zu. Die neun M�nner
und Frauen befinden sich weiterhin in Haft ohne Kontakt zur Au�enwelt,
vermutlich im Geb�ude der Antiterroreinheit in der Polizeihauptzentrale
von Istanbul.
Die Journalisten Hatun Temuzalp, Ali Can Kaya, Arzu G�rmez, Dilsan Acar,
und Muammer Kalkan der vierzehnt�gig erscheinenden sozialistischen Zeitung
"Proleter Halkin Birligi" (Proletarische Volksunion) wurden am 7. M�rz
1997 bei einer Polizeiaktion im Istanbuler Stadtteil Alibeyk�y
festgenommen. Tekin Yazar, Ali Ekber und Haydar (Familienname unbekannt),
die f�r dieselbe Zeitung arbeiten, wurden in ihren Wohnungen im Stadtteil
G�lsuyu festgenommen. Im Stadtteil Yenibosna wurde Hasan Acan, ein
Abonnent der Zeitung, festgenommen.
Obwohl die Verwandten der neun M�nner und Frauen zu Beginn nichts �ber die
Festnahmen wu�ten, wurden diese inzwischen offiziell best�tigt. Die
Staatsanwaltschaft hat der Polizei die Genehmigung erteilt, sie bis zum
18. M�rz festzuhalten, um sie dann einem Gericht vorzuf�hren, das �ber
Anklageerhebung oder Freilassung entscheiden wird.
Die Polizeiaktion steht vermutlich in Verbindung mit dem zweiten Jahrestag
der Unruhen im Stadtteil Gaziosmanpasa, bei denen im M�rz 1995 mindestens
17 Menschen von der Polizei get�tet worden waren. Die Beh�rden
erwarteteten offenbar auch dieses Jahr eine gro�e Protestdemonstration,
vergleichbar mit der des letzten Jahres, als etwa 15.000 Menschen auf die
Stra�e gegangen waren.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Am 12. M�rz 1995 griffen unbekannte Bewaffnete ein Kaffeehaus im
Istanbuler Stadtteil Gaziosmanpasa, einem �berwiegend von Aleviten
bewohnten Stadtteil, an, t�teten dabei eine Person und verletzten zehn.
Die Polizei soll den Vorfall beobachtet haben, ohne einzugreifen. Nach dem
Bericht einer Zeitung wurde der Fahrer des Taxis, mit dem die Angreifer
gekommen waren, sp�ter ermordet in der N�he des Viertels aufgefunden. Es
kam dann zu Protesten gegen die mutma�liche Komplizenschaft der Polizei
mit den M�rdern. Eine gro�e Menschenmenge versammelte sich, errichtete
Barrikaden und begann, auf die Polizeiwache zuzumarschieren. W�hrend der
eine Woche lang andauernden Unruhen, die sich bald auch auf andere
Stadtteile Istanbuls und auf Ankara ausweiten sollten, wurden mindestens
17 Personen get�tet und eine gro�e Anzahl verletzt, als die Polizei das
Feuer auf die Menge er�ffnete. Zwanzig Polizeibeamten stehen deswegen vor
Gericht, aber die Er�ffnung der Verfahren wurde verz�gert und begann erst
Anfang M�rz 1997.
Die Aleviten sind eine religi�se Minderheit unter den Muslimen, die in der
T�rkei sch�tzungsweise zehn bis f�nfzehn Millionen Anh�nger hat. Sie sehen
sich als gegen�ber der sunnitischen Bev�lkerungsmehrheit diskriminiert an.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Fax- bzw. Telebriefe, Telexe,
Telegramme oder Luftpostbriefe, in denen Sie
sich besorgt zeigen �ber die mutma�liche Folterung von Hasan Acan
und den anderen Personen, die am 7. M�rz 1997 in Polizeigewahrsam genommen
worden waren;
fordern, da� umgehend Ma�nahmen ergriffen werden, um die neun M�nner
und Frauen vor Folter und Mi�handlung zu sch�tzen;
darauf dringen, da� sie umgehend einem Richter vorgef�hrt werden,
damit entweder Anklage gegen sie erhoben oder ihre Freilassung angeordnet
wird.
APPELLE AN:
Herrn Erdal G�ven, DGM Bassavcisi, Devlet G�venlik Mahkemesi, Istanbul,
REPUBLIK T�RKEI (Generalstaatsanwalt am Gerichtshof f�r Staatssicherheit
in Istanbul)
Telexe: 0607 30187 eist tr; 0607 30188 iemd tr
Telegramme: dgm bassavcisi, Istanbul, t�rkei
Herrn Ramazan Er, Istanbul Emniyet M�d�r�, Emniyet M�d�rl�g�, Istanbul,
T�RKEI (Polizeichef von Istanbul)
Telegramme: emniyet m�d�r�, Istanbul/t�rkei
Telex: 0607 30811 iehm tr, 0607 30812 emmh tr oder 0607 26177 iemt tr
Frau Meral Aksener, Innenministerin der T�rkei, Innenministerium, I�isleri
Bakanligi, TR-06644 Ankara, REPUBLIK T�RKEI
Telegramme: interior minister, ankara, t�rkei Telefax: (00 90) 312-417
2390
KOPIEN AN:
Herrn L�tf� Eseng�n, Basbakanlik, TR-06573 Ankara, REPUBLIK T�RKEI
(Staatsminister f�r Menschenrechte)
Telefax: (0090) 312 417 0476
Kanzlei der Botschaft der Republik T�rkei, Utestra�e 47, 53179 Bonn
Telefax: (0228) 34 88 77 - (S. E. Herrn Volkan Vural)
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle m�glichst sofort. Schreiben Sie in gutem
Englisch oder auf deutsch. Da Informationen in urgent actions schnell an
Aktualit�t verlieren k�nnen, bitten wir Sie, nach dem 20. April 1997 keine
Appelle mehr zu verschicken.
RECOMMENDED ACTION: Please send telegrams/telexes/faxes/express/airmail
letters in English or your own language:
- expressing concern about the alleged torture of Hasan Acan and fellow
detainees taken into custody in Istanbul on 7 March 1997;
- calling for immediate steps to be taken to ensure that they are
protected from torture and ill-treatment;
- asking that they be promptly brought before a judge to be charged or
released.
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+ Bei Fragen zu dieser Urgent Action oder zu den Eilaktionen +
+ im allgemeinen wenden Sie sich bitte an: +
+ amnesty international +
+ - Urgent Actions - +
+ D - 53108 Bonn Email: ua-de@amnesty.cl.sub.de +
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