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Started by Guido Gabriel
Tue, 08 Apr 1997 00:00
ai UA241/95-8 KOLUMBIEN Sicherheit -25.04.
Author: Guido Gabriel
Date: Tue, 08 Apr 1997 00:00
Date: Tue, 08 Apr 1997 00:00
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+ amnesty international zulaessig. +
+ Kontakt: Guido Gabriel, ggabriel@amnesty.cl.sub.de +
+ Ray Mitchell, rmitchellai@gn.apc.org (UK) +
+ Scott Harrison, sharrison@igc.apc.org (USA)+
+ Marilyn McKim, aito@web.apc.org (Canada) +
+-------------------------------------------------------+
amnesty international - URGENT ACTION
UA 241/95-8 ai-Index: AMR 23/13/97 11. M�rz 1997 - bs
Weitere Informationen zu UA 241/95 (AMR 23/63/95, 19. Oktober 1995; AMR 23/
21/96, 24. April 1996; AMR 23/23/96, 26. April 1996, AMR 23/27/96, 20. Mai
1996, AMR 23/33/96, 17. Juni 1996, AMR 23/42/96, 19. Juli 1996, AMR 23/47/
96, 24. September 1996, und AMR 23/11/97, 5. M�rz 1997)
SORGE UM SICHERHEIT
Kolumbien: Zivilbev�lkerung in der Gemeinde Segovia
darunter:
Mart�n Emilio RODR�GUEZ LONDO�O, Goldsch�rfer (get�tet)
Aurelio de Jes�s PEL�EZ, ehemaliger Gewerkschafter
(get�tet)
Didier genannt "El Grillo" (get�tet)
Luis Carlos MU�OZ (get�tet)
Sa�l Eduardo HERN�NDEZ (geschlagen)
Jes�s Ramiro ZAPATA, Lehrer und Menschenrechtler (bedroht)
William BURITICA, Menschenrechtler (bedroht)
Hugo de Jes�s TAMAYO JARAMILLO, Lotteriescheinverk�ufer
(bedroht)
Berichten zufolge begehen paramilit�rische Gruppen, die mit der
Unterst�tzung oder der stillschweigenden Duldung der Sicherheitskr�fte
operieren, nach wie vor schwere Menschenrechtsverletzungen an der
Zivilbev�lkerung in der Stadt Segovia im Departement Antioquia.
Am 2. M�rz 1997 drang eine Gruppe schwerbewaffneter M�nner, die Kapuzen
�ber den Kopf gezogen hatten und in einem offenen Lieferwagen unterwegs
waren, in die beiden Eiscremepavillons "La Orquidea" und "Bar Monterrey"
im Stadtpark von Segovia ein. In einem der beiden Pavillons t�teten sie
Mart�n Emilio Rodr�guez Londo�o. Am selben Tag schlugen die M�nner
Meldungen zufolge Sa�l Eduardo Hern�ndez, der daraufhin ins Krankenhaus
"San Juan de Dios" in Segovia gebracht werden mu�te.
Die paramilit�rische Gruppe begab sich dann in den Stadtteil Gal�n von
Segovia und drang dort in das Haus von Aurelio de Jes�s Pel�ez ein. Als
sie ihn dort nicht antrafen, stie�en sie Beleidigungen gegen seine Familie
aus. Am 3. M�rz 1997 kamen die M�nner zur�ck und t�teten Aurelio de Jes�s
Pel�ez. Er war ein ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft "Sindicato de
Trabajadores de la Frontino - SINFROMINES" (Gewerkschaft der Arbeiter in
der Goldmine Frontino), ein engagiertes Gemeindemitglied in Gal�n und
Mitglied des lokalen Aktionsb�ndnisses "Junta de Acci�n Comunal".
Ebenfalls am 3. M�rz 1997 kamen Mitglieder der paramilit�rischen Gruppe
erneut zum Eiscremepavillon "La Orquidea" und t�teten einen Mann, der
unter dem Namen Didier oder "El Grillo" bekannt ist. Auch am 4. M�rz 1997
konnten die Paramilit�rs sich ungehindert in der Gemeinde bewegen, obwohl
dort zahlreiche Angeh�rige der Sicherheitskr�fte anwesend waren.
Am 5. M�rz 1997 parkte eine Gruppe bewaffneter M�nner ein Fahrzeug vor der
Schule Santo Domingo Savio, in der Jes�s Ramiro Zapata Lehrer ist. Jes�s
Ramiro Zapata ist Koordinator des "Comit� de Derechos Humanos de Segovia"
(Menschenrechtskomitee von Segovia). Nach dem Massaker in Segovia im April
1996 (s. UA 241/95-2) hat er Anzeige erstattet und sich f�r eine
Untersuchung eingesetzt. Seitdem wird gegen ihn wegen mutma�licher
subversiver Aktivit�ten ermittelt. In der Vergangenheit, sind diejenigen
Personen, die von den Sicherheitskr�ften als "subversiv" bezeichnet
wurden, immer wieder Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden.
Ebenfalls am 5. M�rz 1997 drangen Paramilit�rs in das Haus des
Menschenrechtlers William Buritica ein. Als sie ihn dort nicht vorfanden,
bedrohten sie seine Familie.
Am 7. M�rz 1997 wurde Luis Carlos Mu�oz, der im Geleitschutz des
B�rgermeister arbeitet, von Mitgliedern der paramilit�rischen Gruppe in
der Stadt Segovia erschossen. Als die Polizei die Leiche bergen wollte,
wurden Sch�sse abgefeuert, durch die Hugo de Jes�s Tamayo Jaramillo
verletzt wurde. Er wurde daraufhin festgenommen und beschuldigt, zu
denjenigen geh�rt zu haben, die auf die Polizei geschossen hatten. Man
brachte ihn in ein Krankenhaus und stellte ihn unter Bewachung. Es besteht
Grund zu allergr��ter Sorge um seine Sicherheit, da ein Polizist mit den
Worten zitiert wird: ""este hijueputa esta bueno para rematarlo" (Es w�re
gut, diesen Hurensohn fertig zu machen.)
Am 6. und 7. M�rz 1997 wandten sich immer wieder Bewohner der Gemeinde an
die Sicherheitskr�ften und forderten sie auf, Ma�nahmen gegen die
Paramilit�rs zu ergreifen. Einem Bewohner von Segovia, der am Morgen des
7. M�rz 1997 bei der Polizeiwache anrief, wurde mitgeteilt, die Polizei
werde den Milit�rst�tzpunkt kontaktieren und eine Truppe aufstellen, um
gegen die paramilit�rischen Kr�fte vorzugehen. Aber obwohl die
Sicherheitskr�fte �ber den Aufenthaltsort der Paramilit�rs informiert
wurden, hatten sie bis 15:00 Uhr am selben Tag noch nichts unternommen.
WEITERE EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Fax- bzw. Telebriefe,
Telexe, Telegramme oder Luftpostbriefe, in denen Sie
sich best�rzt �ber die T�tungen und die Morddrohungen �u�ern, f�r
die zwischen dem 2. und 7. M�rz 1997 in der Stadt Segovia Mitglieder einer
paramilit�rischen Gruppe verantwortlich waren, die mit der Unterst�tzung
oder dem stillschweigenden Einvernehmen der Sicherheitskr�fte operierten;
fordern, da� die T�tungen und Drohungen in umfassender Weise und von
unparteiischer Seite aufgekl�rt werden, die Ergebnisse dieser Ermittlung
�ffentlich gemacht werden und die f�r die Menschenrechtsverletzungen
Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden;
darauf dringen, da� alle erforderlichen Ma�nahmen eingeleitet
werden, um die Sicherheit der bedrohten Menschen zu garantieren;
Ihre tiefe Besorgnis dar�ber zum Ausdruck bringen, da� die
Menschenrechtsverletzungen trotz internationaler Appelle f�r wirksame
Gegenma�nahmen nicht abrei�en, und darauf dringen, da� die Regierung ihre
Selbstverpflichtung einl�st, alle paramilit�rischen Einheiten, die derzeit
als Hilfstruppen der Streitkr�fte oder mit ihrer Unterst�tzung operieren,
aufzul�sen und diejenigen Angeh�rigen dieser Einheiten, die f�r
Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, vor Gericht zu bringen.
APPELLE AN:
Se�or Presidente Ernesto Samper Pizano, Presidente de la Rep�blica,
Palacio de Nari�o, Santa F� de Bogot�, KOLUMBIEN (Pr�sident - korrekte
Anrede: Excelent�simo Se�or Presidente)
Telegramme: =tlx44281= presidente samper, bogota, kolumbien
Telex: 035 44281 palp co
Telefax: (0057) 1 286 7434, (0057) 1 289 3377, (0057) 1 284 2186, (0057) 1
287 7939
Bitte weisen Sie in Ihren Appellen an den Gouverneur von Antioquia darauf
hin, da� Sie zwar Kenntnis davon haben, da� die Guerillakr�fte das
humanit�re V�lkerrecht verletzen, diese Verst��e jedoch keinesfalls
Menschenrechtsverst��e durch die kolumbianischen Sicherheitskr�fte und
ihre paramilit�rischen Verb�ndeten rechtfertigen k�nnen.
Sr. Alvaro Uribe Velez, Gobernador del Departamento de Antioquia,
Gobernaci�n de Antioquia
Calle 42B, # 52-106, Medell�n, Antioquia, KOLUMBIEN (Gouverneur des
Departement Antioquia - korrekte Anrede: Sr. Gobernador)
Telegramme: gobernador del departamento, medell�n, antioquia, kolumbien
Telefax: (0057) 4 381 1342
Dr. Horacio Serpa Uribe, Ministro del Interior, Ministerio del Interior,
Carrera 8A, No. 8-09, Piso 7�, Santa F� de Bogot�, KOLUMBIEN
(Innenminister - korrekte Anrede: Se�or Ministro)
Telegramme: =tlx45406=, ministro del interior serpa, bogota/kolumbien
Telex: 035 45406 mingo co
Telefax: (0057) 1 281 5884 oder (0057) 1 286 0053
KOPIEN AN:
SEMBRAR, AA 34692, Santa F� de Bogot�, KOLUMBIEN (unabh�ngige
Juristenvereinigung)
Kanzlei der Botschaft der Republik Kolumbien, Friedrich-Wilhelm-Str. 35,
53113 Bonn
Telefax: (0228) 923 70 37 (S. E. Herrn Jorge Juan Bendeck Olivella)
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle m�glichst sofort. Schreiben Sie in gutem
Spanisch, Englisch oder auf deutsch. Da Informationen in urgent actions
schnell an Aktualit�t verlieren k�nnen, bitten wir Sie, nach dem 25. April
1997 keine Appelle mehr zu verschicken.
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+ Bei Fragen zu dieser Urgent Action oder zu den Eilaktionen +
+ im allgemeinen wenden Sie sich bitte an: +
+ amnesty international +
+ - Urgent Actions - +
+ D - 53108 Bonn Email: ua-de@amnesty.cl.sub.de +
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