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Started by Anuschka Samsinger
Wed, 07 Jul 1999 00:00
Re: Verr�ckt = weiblich?
Author: Anuschka Samsinger
Date: Wed, 07 Jul 1999 00:00
Date: Wed, 07 Jul 1999 00:00
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Alexandra Bader wrote on 7/6/99 at 22:50 Uhr to profil-Feedback about "Re(3): Verr�ckt = weiblich?": ----------------------------- Alexandra: >Ach darum geht es! >Ja warum sollten nicht Frauen, auch bekannte Frauen, unter anderem >als M�tter >von S�hnen gegen Krieg sein? >Und warum sollten sie nicht dem Engagement anderer M�tter von >S�hnen >entsprechende Beachtung in den Medien verschaffen wollen? Das >widerspricht >sich nicht mit einem Engagement ohne diese Art von Betroffenheit >(h�tte ich >einen Sohn, w�rde ich vielleicht auch noch einen anderen Grund >haben, gegen >Krieg zu sein). Anuschka: Sagt ja niemand - nicht mal ich. Nur bl�derweise wurde die Werlhof ausrechnet und nur mit diesem M�tteraufruf in magnet zitiert. Ich poste auch diesen hier r�ber. ******************** Kongre� �M�tter gegen den Krieg" Erfurt, 12.6.1999 Prof. Dr. Claudia von Werlhof Von der �Lizenz zum Pl�ndern" zur �Lizenz zum T�ten" Zur Globalisierung, ihren Ursachen und Folgen Vor 2 Tagen ist der Krieg in Jugoslawien angeblich zu Ende gegangen. K�nnen wir aber jetzt den Frieden feiern? Nein. Denn der Krieg hat sich nur von der Luft auf den Boden begeben. 50.000 f�r Jahrzehnte in Jugoslawien, das ist die Perspektive auf einen langen Krieg: Eroberung, Besatzung, Widerstand, Guerilla, Minen, chemische und atomare Verseuchung. Wenn wir hier als M�tter gegen den Krieg sprechen, dann ist gerade jetzt der richtige Moment. Denn nun sind auch unsere S�hne direkt im Krieg: als schwerbewaffnete Bodentruppen unter Nato-Kommando � da kann noch so viel von �Friedenstruppen" die Rede sein (und die UNO das Dekm�ntelchen abgeben). Wie ja �berhaupt neuerdings der Krieg als Frieden und das Vernichten als Akt der Humanit�t ausgegeben wird. Dazu wird dann pl�tzlich auch geh�ren, da� Mann von uns mal wieder das Opfer unserer S�hne, Br�der, M�nner und V�ter verlangt, und sei es, da� sie wegen der Uranverseuchung im ganzen Kriegsgebiet am Golfkriegsyndrom erkranken und vielleicht sogar sterben. Dieses Risiko gehen von vornherein alle ein, die jetzt dort sind oder hingehen. Aber niemand hat sie gewarnt. Deswegen tun wir es. Denn wir haben unsere S�hne nicht geboren und gro�gezogen, damit sie sich gegenseitig erschie�en. Wir haben sie auch nicht geboren, damit sie am technischen Fortschritt der R�stungsindustrie krepieren. Und schlie�lich haben wir sie auch nicht daf�r geboren, da� sie, sei es als M�rder, sei es als Kranke oder Get�tete, die Bankkonten der R�stungskonzerne anf�llen und die B�rsen vor dem n�chsten Zusammenbruch retten. Denn das macht dieser Krieg erneut sichtbar, und zwar so umfassend und im wahrsten Sinne global wie nie zuvor. Unsere �konomie will Menschenopfer. Sie macht aus Blut Geld. Die Gewalt ist der Stein der Weisen dieser Wirtschaft. Die Konzerne wollen den Krieg. Wie Kannibalen und Vampire n�hren und m�sten sie sich am Leben, das wir und die Natur hervorbringen. Unsere Wirtschaft der Neuzeit hat immer Krieg gef�hrt. Sie ist Kriegswirtschaft. Nur nicht immer und �berall gleichzeitig. Das k�nnte sich jetzt �ndern. Die Globalisierung des Militarismus ist in Sicht. Und vor allem, der Krieg kehrt erneut zur�ck ins Zentrum, nachdem er in den letzten 50 Jahren vor allem in den Kolonien getobt hat. Das bedeutet Kolonialismus auch hier. Es beginnt in der ehemals sozialistischen sogenannten Zweiten Welt und endet in Mitteleuropa. Unsere Wirtschaft begann mit dem Krieg gegen die au�ereurop�ische Welt und verwandelte sie dabei in Kolonien. Der sogenannte Freihandel beruhte auch damals schon auf einer Kanonenbootpolitik, die den Zugang zu M�rkten, Arbeitskr�ften, Rohstoffen, Boden, Geld und allen anderen Reicht�mern der Welt erzwang. Freihandel = Freibeutertum. Die Freiheit des Beutemachens. Die Freiheit der Einen bedeutet Krieg f�r die Anderen. Das ist auch im heutigen Neoliberalismus nicht anders. Oder: �Die Bombe und der Dollar geh�ren zusammen", wie Terry Wolfwood, eine kanadische Friedensaktivistin es ausdr�ckt. Der Krieg hat also immer und immer mehr gerade auch �konomische Gr�nde, und genau sie werden uns wieder einmal penetrant verschwiegen. Schon fr�her erzwang der Krieg die Integration von Menschen und Kontinenten in eine Wirtschaft, deren Logik nicht die Erhaltung des Lebens, sondern einzig und allein dessen Verwertung zur Erhaltung von Profiten war. Es ist daher f�r diese Wirtschaft gleich, woher der Profit kommt. Ob davon, da� wir arbeiten, davon, da� wir konsumieren, oder davon, da� wir konsumiert werden, da� wir durch Arbeit und auch ohne sie vernichtet werden. Das hei�t in der Wirtschaftswissenschaft �sch�pferische Zerst�rung". Unser Tod und der der Natur kann f�r die Wirtschaft wom�glich also noch profitabler sein als unser Leben, und wir sind allemal nur ihr Rohstoff, tot oder lebendig, so wie der Verkauf von R�stungsg�tern und Waffen zur Zeit profitabler ist als der von manchen Konsumg�tern. Die Spekulation mit dem Krieg wirft heute mehr ab als die mit dem Frieden. Also findet sie statt. Und damit sie auch realisiert wird, findet auch der Krieg statt. Dieser Krieg wird also gemacht, und zwar von oben. Er f�llt nicht einfach vom Himmel, wie nachher die Bomben, und er gr�ndet auch nicht im Ha� und in Rachegel�sten alter Feinde oder verfeindeter sogenannter Ethnien oder in der angeblichen Moral emp�rter Humanisten. Man h�tte ihn ja mit einem Waffenembargo gegen Jugoslawien beenden k�nnen. Das tat man aber nicht, denn der Krieg ist ein eiskalt geplantes Gesch�ft, und zwar ein riesiges. Der Nato-Krieg hat bisher ungef�hr 35 Milliarden DM gekostet, und was er zerst�rt hat, bel�uft sich ca. auf das Doppelte. Dazu kommen noch die innerjugoslawischen Kriegskosten sowie die Folgekosten. Das ist es, was der normale Mensch nicht verstehen kann. Es ist doch ein Wahnsinn, sagt er sich, alles kaputt zu machen und alles zu verschwenden, weil er denkt, dies sei ein Verlust. Er hat insofern Recht, als es sein Verlust ist, denn wir alle, die Steuerzahler und Bev�lkerungen in ganz Europa und nat�rlich in Jugoslawien werden den Krieg zu bezahlen haben, und zwar werden wir alle fr�her oder sp�ter daran verarmen. Wir sehen das bereits am Sinken des Werts des Euros. Das ist das erste Anzeichen. Aber auf der anderen Seite wurde verdient. 35 Milliarden gingen bereits an den milit�risch-industriellen Komplex. F�r die Tarnkappenbomber und Uranbomben, f�r Wunderhubschrauber, Piloten und Computerfachleute. F�r die ist Krieg kein Wahnsinn, sondern das Gesch�ft ihres Lebens. F�r sie w�re es ein Wahnsinn, es nicht zu machen. Der Krieg ist auch eine Messe. �Life" ist zu sehen, wie die neuesten High-Tech-Waffen sich bew�hren, und ihr Verkauf in alle Welt boomt. Die Auftragsb�cher der Waffenh�ndler sind voll. Man sieht es an den B�rsen. Dow Jones und DAX erreichen Spitzenwerte wie noch nie. Der drohende Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems ist erst einmal abgewendet. Asien-, Ru�land- und Brasilienkrise sind in die Ferne ger�ckt. Die Spekulanten k�nnen vorerst aufatmen. Die Frage f�r sie ist nur, wie das auch in Zukunft so weitergehen kann. Wie kann man Kriege planen, vorbereiten, durchf�hren und beenden, als w�ren sie Unternehmungen wie andere auch? Das alles schlie�t das Gesch�ft mit dem Frieden keineswegs aus. Neben den anderen Bombengesch�ften mit der humanit�ren Hilfe mit Spendengeldern geht es vor allem auch um das mit dem Wiederaufbau, das seinerseits f�r Hilfe erkl�rt wird. Es ist nichts anderes, als unsere Hilfe an die Konzerne, die sich daraufhin erneut milliardenschwer ans Werk machen k�nnen. Hilfe f�r den Wiederaufbau ist Hilfe f�r die Multis. W�hrend man schon ungeniert von diesem Wiederaufbau redet, zerst�rt man weiterhin, was wiederaufgebaut werden soll. Logisch, denn wenn die Br�cke ganz geblieben w�re, k�nnte man sie ja nicht wieder aufbauen. Gerade auch diese zivilen Sch�den sind daher keineswegs unbeabsichtigte �Kollateralsch�den", bedauerliche Nebenwirkungen der Bombardierungen. Clinton selbst hat gesagt, man wolle Serbien in die Steinzeit zur�ckbomben. Eben. Die Modernisierung Jugoslawiens, sein Reifwerden f�r Europa, f�r die EU, setzt seine Zerst�rung voraus. Der Krieg als Zeitraffer des sogenannten Zivilisations- und Entwicklungsprozesses. Aber die Zivilsch�den m�ssen als Irrt�mer ausgegeben werden, solange es nach Internationalem Recht verboten ist, zivile Einrichtung und schutzlose Zivilisten milit�risch anzugreifen. Daher hat im Mai eine Gruppe internationaler Juristen die Nato und 60 Einzelpersonen, darunter die Regierungschefs und Au�enminister der Nato-Staaten beim Internationalen Gerichtshof wegen des Verbrechens des seit N�rnberg sogenannten Angriffskriegs verklagt. Man habe mutwillig und ohne milit�rische Notwendigkeit zivile und kulturelle Einrichtungen und das Leben wehrloser Zivilisten vernichtet, und dies seien Kriegsverbrechen. Aber die Lizenz zum T�ten haben sich die Nato und die R�stungskonzerne schon jetzt einfach genommen, und sie werden daf�r sorgen, da� dieses Unrecht neues Internationales Recht wird, - da� n�mlich das neue Gewaltmonopol der neuen politischen Weltordnung in H�nden der Nato ruht, oder vielmehr aktiviert wird. Damit w�rde der milit�rische Arm dieser seit dem US-Pr�sidenten Reagan angestrebten neuen Weltordnung legitimiert und definiert. �Der Krieg ist gut f�r die Wirtschaft", sagte die amerikanische �konomin Hazel Henderson. Wer die Wirtschaft ist, wissen wir nun. Es sind die, die am Krieg sehr viel verdienen, und nicht das Volk, das ihn und seine Folgen bezahlt. Aber damit nicht genug. Auch vor dem Krieg in Jugoslawien wurde schon an ihm verdient, und zwar durch den �schamlosen Krieg der Finanzzentren", wie der mexikanische Zapatistenf�hrer Marcos, einer der ersten Globalisierungs- und Neoliberalismuskritiker, das nannte, in diesem Falle gegen die jugoslawische Wirtschaft. Der Nato-Krieg gegen Jugoslawien, so Terry Wolfwood aus Kanada, ist �eine Eskalation von Aktionen des Internationalen W�hrungsfonds, der Weltbank, des geplanten Multilateralen Abkommens �ber Investitionen und der Welthandelsorganisation". Der kanadische Kollege Michel Chossudowsky hat diese Zusammenh�nge als erster nachgewiesen. Seit den 80iger Jahren wird Jugoslawien von diesen Internationalen Institutionen systematisch ausgepl�ndert, seine Industrien lahmgelegt, L�hne gesenkt, Arbeitslosigkeit geschaffen, der Staatshaushalt geschrumpft und das gesamte Volksverm�gen in wenigen Jahren abgesaugt. Mittel dazu waren die Kreditvergabe an Jugoslawien und seine wachsende Verschuldung aufgrund der stets sinkenden Preise f�r seine Exporte und des steten Anwachsens der Preise seiner Importe. Bei den Umschuldungsverhandlungen wurde die ber�hmte �Schocktherapie" des Internationalen W�hrungsfonds angewandt, die von nun an die interne Wirtschaftspolitik bestimmte, die sogenannten �Strukturanpassungsprogramme". Sie bewirkten die rabiate Entmachtung der Regierung, die Zerr�ttung des �ffentlichen Sektors, die beschleunigte Abw�lzung des Schuldenproblems auf die Bev�lkerung und eine beschleunigte Umverteilung von unten nach oben, hin zu den Internationalen Finanzzentren als den Gl�ubigern. Ergebnis waren, wie auch in den bisher von dieser Therapie betroffenen L�ndern des S�dens, innere Konflikte und Zerfall des jugoslawischen Staats sowie Wohlstands, unterst�tzt vom Westen, insbesondere Deutschland. Kroatien und Slowenien erkl�rten sich mit westlicher Unterst�tzung unabh�ngig, Bosnien-Herzegowina wurde in eine Art Protektorat, sprich Kolonie des Westens, umgewandelt. Ein �hnliches Projekt steht nun dem Kosowo bevor, ja ganz Jugoslawien, wie der sogenannte Friedensvertrag es vorsieht, seit Rambouillet. Chossudowsky nennt das die �Rekolonisierung des Balkans", die da begonnen hat. Diese f�hrt zu einem neuen Staat. Statt des souver�nen Nationalstaats entsteht ein neuer �peripherer" und abh�ngiger, ein unselbst�ndiger Kolonialstaat, quasi die Bananenrepublik in Europa. Der �konomische Grund einer solchen milit�rischen, politischen und juristischen Neuregelung der Verh�ltnisse auf dem Globus ist das freie angestrebte Flie�en des gro�en Kapitals. Grenzenlos, ohne Behinderungen durch andere Souver�ne, Gesetze, Widerst�nde und Traditionen, schafft es sich so ein globales, �ebenes Spielfeld", auf dem die �globalen Spieler" sich tummeln und ungest�rt von Menschenrechten, Konkurrenz und Machtbefugnissen Dritter ganz zum eigenen Vorteil agieren k�nnen. Sie wollen nicht nur pl�ndern, sondern auch das Recht dazu, die �Lizenz zum Pl�ndern". Das ist der Titel eines Buchs, das meine Kollegin Maria Mies und ich �ber das Multilaterale Abkommen �ber Investitionen, das MAI, geschrieben haben, jenen Vertrag, der eine neue politische Verfassung f�r den Globus formuliert, in der all dies legal und global gewesen w�re. Wie Sie wissen, ist wegen der weltweiten internationalen Bewegung dagegen dieser Vertrag nicht unterzeichnet worden. Er war von den gr��ten Industriel�ndern, von 29 insgesamt, vorbereitet worden. Das war also ein gro�er und unerwarteter Erfolg der Bewegung, und es zeigt, da� es sich lohnt, Widerstand zu leisten. Aber das in den letzen 20 und 30 Jahren enorm angewachsene monopolartig konzentrierte Kapital gibt den Plan nicht auf, beides zu wollen, die Lizenz zum Pl�ndern und die zum T�ten. Noch dieses Jahr soll auf der Jahrtausendrunde, der �Millenium Round" in Seattle im November �ber die Welthandelsorganisation ein neues MAI unter anderem Namen und unter noch versch�rften Bedingungen zusammen mit den L�ndern des S�dens ausgehandelt sein. Wenn wir das nicht verhindern, haben wir demn�chst die legale Diktatur des Kapitals wie die Milit�rdiktatur der Nato gleichzeitig, und das global. Man sieht daran, wie ernst es mit den Problemen und Krisen der Kapitalverwertung insbesondere der Spekulanten steht, da� ihr Demokratie, relativer Wohlstand, sozialer Friede und die sogenannten Menschenrechte geopfert werden, die am Schlu� nur mehr noch f�r die Multis selber gelten sollen. Der Rest ist ihre Naturressource bzw. ihr ebenes Schlachtfeld. Unter dieser Perspektive pa�t alles zusammen, was in Jugoslawien und am Balkan geschieht und geschehen ist. Alles wird nun erkl�rlich und von hier aus macht es Sinn, �ber weitere spezifische geopolitische Interessen in der Region, z.B. Erd�linteressen, die Spaltung der �stlichen L�nder, Hegemonie auf dem Balkan usw. sowie nat�rlich den ganzen Komplex der innerjugoslawischen Reaktionen, Gewalttaten und Verh�ltnisse nachzudenken. Schlie�lich ist auch die UCK mit westlicher Hilfe, �brigens Drogen- und Mafiageldern, aufgebaut worden, um auch am s�dlichen Ende des Landes Sezessionsbewegungen auszul�sen. Eins ist jedenfalls klar, mit Milosevic pers�nlich und mit seinen Missetaten hat der Krieg �berhaupt nichts zu tun. Milosevic ist nur der Vorwand, dem sogar die Intelligenz, die sogenannte Intelligenz in diesem Lande auf den Leim gegangen ist, einschlie�lich Biermann und Habermas und dem amerikanischen NS-Kritiker Goldhagen. Von den Gr�nen und sozialistischen K�pfen ganz zu schweigen. Welch eine Peinlichkeit am Ende dieses Weltkriegsjahrhunderts! Vielleicht h�ngt es daran, da� die M�nner immer noch eher vom Krieg, der Macht und den Waffen sowie der Technik geblendet sind, und nichts Grunds�tzliches gegen eine �konomie haben, die auf der mittelbaren und unmittelbaren Vernichtung von Leben beruht, das sie schlie�lich nicht hervorbringen und an dessen Erhaltung sie sich seit 5000 Jahren kaum mehr beteiligen. Sie wissen also eigentlich gar nicht, was sie denken und tun, bzw. sie wollen es nicht wissen. Oder vielmehr, immer wenn sie nicht weiterwissen, schlagen sie zu. Diese Primitivit�t mu� ein Ende haben. Daher m�ssen wir Frauen beginnen, es anders machen. Wir m�ssen unsere uralte Kompetenz im Umgang mit dem Leben in allen seinen Formen wahren, die radikale Lebensbejahung pflegen, die heute allein aus der nicht zuletzt inzwischen auch mentalen und seelischen Krise f�hren kann, die uns Patriarchat, M�nnerwirtschaft und Krieg schon so lange beschert haben, da� wir nun am Rande einer globalen Katastrophe unerh�rten Ausma�es angelangt sind. Wir lehnen die �konomischen, milit�rischen und politischen Projekte der Globalisierung in jeder Hinsicht und unvers�hnlich ab. Wir wehren uns dagegen, eine Opferhaltung, eine �hilfreiche" Haltung einzunehmen und uns instrumentalisieren zu lassen. Wir wollen eine Wirtschaft ohne Profit, ohne Konkurrenz und Kriegsnotwendigkeit und eine Gesellschaft ohne Herrschaft und Gewalt, und zwar so bald wie m�glich. Die bestehende Gesellschaft wird sowieso nicht mehr lange dauern. Wir stellen uns den Konflikten, die das Leben mit sich bringt, auch das unter den heutigen Bedingungen, und werden nicht m�de, ohne Angst anzuprangern und zu verhindern zu versuchen, was das Leben auf der Erde besch�digt. Mit dieser Geisteshaltung der Dissidenz werden wir uns statt dessen mit unseren Kindern innerlich und vielleicht, wo es geht, auch �u�erlich aufmachen und neue Wege beschreiten. Denn wenn wir nicht damit anfangen, wird es niemand tun. Wir weisen den Weg ins 3. Jahrtausend. Es soll ein Jahrtausend der eigenm�chtigen Frauen, des Lebens und der F�lle werden, und nicht ein Jahrtausend des Elends, der Abh�ngigkeit und des Sterbens. Das erste ist, da� wir uns eine eigene �ffentlichkeit schaffen, denn die Medien entsprechen unseren Bed�rfnissen nicht. Mit der Schaffung dieser alternativen Frauen�ffentlichkeit haben wir hier ja schon begonnen. �M�tter gegen den Krieg" ist das �lteste, gr�ndlichste, w�rdevollste und ehrenhafteste Projekt der Geschichte. Ihm f�hlen wir uns verpflichtet und von hier aus werden wir weitergehen, und alle guten Geister werden mit uns sein! Dr. Claudia von Werlhof Institut fuer Politikwissenschaft Universitaet Innsbruck ******************* ----------------------------- Ciao Anuschka --- OffRoad 1.9v registered to Anuschka Samsinger --
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