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Started by Wolfgang Kleinert
Wed, 20 Oct 1999 00:00
Massnahmen zur Reduktion der ACOnet-Bandbreite erforderlich
Author: Wolfgang Kleinert
Date: Wed, 20 Oct 1999 00:00
Date: Wed, 20 Oct 1999 00:00
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Die TU Wien ist ueber zwei Wege an das Internet angeschlossen. Einerseits durch die Teilnahme an ACOnet (http://www.aco.net), die uns seit 1. Juli 1999 eine vertragliche Bandbreite von 8 Mbps garantiert. Zur Vermeidung von sogenannten "packet drops" bei kurzfristigen Spitzen wurde die physische Bandbreite mit 16 Mbps realisiert. Die Gesamtkosten von derzeit ATS 5,200.000 pro Jahr werden vom BMWV direkt finanziert. Die Festlegung der vertraglichen Bandbreite fuer jeden ACOnet-Teilnehmer erfolgt durch den ACOnet- Lenkungsausschuss des BMWV, in dem die Interessen der Universitaeten durch die ARGE ZID-Leiter vertreten werden. Die besonderen Erfordernisse der TU Wien wurden dabei angemessen beruecksichtigt. Andererseits kaufen wir zu Lasten des TU Budgets bei AT&T Global Systems eine zusaetzliche physische Bandbreite vor allem in die USA ein (derzeit 5 Mbps um ATS 5,000.000 pro Jahr). Wir haben diesen Weg beschritten, weil das ACOnet bisher keinem Teilnehmer eine bestimmte Bandbreite fuer internationale Verbindungen garantieren kann. Diese Loesung ermoeglicht der TU Wien eine ausgezeichnete Performance der Internetanbindung. Mit Schreiben vom 7. Oktober 1999 hat der Leiter des EDV-Zentrums der Universitaet Wien als Betreiber des ACOnet den ZID darauf hingewiesen, dass die TU Wien ueber einen Zeitraum von drei Monaten die vertragliche Anschaltbandbreite merklich ueberschritten hat, sodass wir als Nutzer nach den geltenden Bestimmungen verpflichtet sind, die vertragliche Bandbreite entsprechend aufzustocken. Erfolgt bis 31. Oktober 1999 keine Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung (wobei die Kosten fuer die erforderliche Aufstockung auf 12 Mbps ATS 2,560.000 pro Jahr betragen) bzw. werden von seiten der TU Wien keine geeigneten Massnahmen zur Reduktion des Verkehrsaufkommens auf die vertragliche Bandbreite getroffen, ist der ACOnet-Betreiber gemaess den "Grundsaetzen fuer die Teilnahme an ACOnet" verpflichtet, die physische Anschaltbandbreite auf die vertragliche Bandbreite zu reduzieren. Ich habe diese Situation mit unserem Rektor Prof. Skalicky ausfuehrlich besprochen. Er hat mir klar gemacht, dass die TU Wien aus eigenen Budgetmittel auf keinen Fall in der Lage ist, weitere 2,560.000 Schilling fuer die Internetanbindung auszugeben. Da eine Reduktion der physischen Anschaltbandbreite auf die vertraglichen 8 Mbps beim ACOnet-Anschluss eine unertraegliche Beeintraechtigung des gesamten ueber ACOnet gefuehrten Internetverkehrs bewirken wuerde, bleiben nur geeignete Massnahmen zur Reduktion des Verkehrsaufkommens. Eingehende Analysen haben gezeigt, dass allein der hauptsaechlich ueber die ACOnet-Verbindung laufende Newsfeed fuer eine hereinkommende Bandbreite von 5 Mbps verantwortlich ist. Dabei machen Artikel, die keine Diskussionsbeitraege, sondern Binaerinhalte befoerden, 95% des bandbreitenrelevanten Volumens aus. Die mit Newsgruppen verbreiteten Binaerfiles haben praktisch ausschliesslich Inhalte, die in keinem Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Taetigkeit der TU Wien stehen (etwa zu je einem Drittel Erotika, Musik in Form von MP3-Files und Software mit ungeklaerten Urheberrechten). Das durch Newsgroups befoerderte Volumen entwickelt sich dramatisch. Es ist seit Jaenner 1996 von 37 GB im Monat auf ueber 1 TB (Terabyte !) pro Monat (September 1999) angewachsen. Wir erhalten heute am Tag mehr Volumen (35 GB), als vor vier Jahren im Monat. Das Wachstum des Newsfeed-Volumens wird ungebremst weiter gehen und uns auch in Zukunft Bandbreite kosten, wenn wir nicht rechtzeitig Massnahmen setzen. Mit Zustimmung des Rektors habe ich daher als Leiter des ZID der TU Wien veranlasst, zur Reduktion der vertraglichen ACOnet-Bandbreite ab sofort keine Newsgruppen mit Binaerinhalten auf unserem Newsserver mehr zur Verfuegung zu stellen. Da die TU Wien auch beim ausgehenden Verkehr ins ACOnet die vertragliche Bandbreite erheblich ueberschritten hat, habe ich auch eine Reduktion der Bandbreite fuer die Zugriffe von ausserhalb der TU Wien auf den vom ZID betriebenen Goody-Domain-Server angeordnet. Dr. Wolfgang Kleinert Leiter des Zentralen Informatikdienstes ----------------------------------------------------------- Wolfgang Kleinert kleinert@zid.tuwien.ac.at Zentraler Informatikdienst Tel.:+43(1) 58801-42010 TU Wien Fax: +43(1) 58801-42099
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