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Article #270Science Across Europe
From: Rolf Nerlich
Date: Tue, 30 Jul 1996 00:00
Date: Tue, 30 Jul 1996 00:00
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen!
Ich habe festgestellt, dass das Projekt "Science across Europe" mit
seinen
Brettern in EuroKIDS/DSN noch nicht in allen Schulen, Seminaren und
Instituten Deutschlands bekannt sind. Vielleicht ist es auf diesem Wege
moeglich, den Bekanntheitsgrad zu erhoehen. Ich habe die Bitte, dass
Sie die
nachfolgende Information an Kolleginnen und Kollegen weiterreichen.
Angesprochen sind in erster Linie die Lehrkraefte der
naturwissenschaftlichen Faecher, modernen Fremdsprachen und Geographie.
Science across Europe ist ein Projekt, das sich sehr gut fuer einen
Informationsaustausch ueber E-mail in einem europaeischen Schulnetz wie
EuroKIDS/DSN oder im Internet eignet.
Mit freundlichen Gruessen, Rolf Nerlich
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Das Projekt "Science across Europe" (SAE)
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von Rolf Nerlich
1. Kurzbeschreibung des Projekts
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Die Idee ist einfach. In allen europaeischen Staaten sind die
Naturwissenschaften ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans an den
allgemeinbildenden Schulen. Diese gemeinsame Grundlage kann man
nutzen,um
Schuelerinnen und Schueler ueber viele Grenzen hinweg zur
Zusammenarbeit
anzuregen, indem man ihnen die Moeglichkeit gibt, ihre Meinungen
hinsichtlich der Ursachen und Loesungen globaler Problemkreise
auszutauschen und zu diskutieren.
Im Jahre 1990 hat sich in der "Association for Science Education" (ASE)
eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern aus 10 europaeischen Staaten
zusammengefunden, die seitdem unter dem Projektnamen "Science across
Europe"
eine Reihe von Unterrichtseinheiten veroeffentlicht hat und mit diesen
ausgesuchten naturwissenschaftlichen Themen vielen europaeischen
Schuelerinnen
und Schuelern im Alter von 14 bis 19 Jahren ein Forum bietet,
Unterrichtsergebnisse, Ansichten und Fakten mit Schulklassen aus
anderen
Laendern auszutauschen.
1.1. Welche Ziele verfolgt "Science across Europe"?
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Der naturwissenschaftliche Unterricht erfaehrt eine europaeische
Dimension,
indem anhand ausgewaehlter Themen unterschiedliche Traditionen
innerhalb
einer gemeinsamen europaeischen Kultur aufgezeigt werden.
Schuelerinnen und Schueler werden zu bestimmten Themen mit Meinungen
und
Verhaltensweisen von Menschen aus anderen Laendern konfrontiert;
dadurch sind
sie in der Lage, den eigenen Standpunkt zu erweitern und zu
reflektieren.
Schuelerinnen und Schueler erhalten eine Moeglichkeit zur
Weiterentwicklung
ihrer Kommunikationsfertigkeiten, dazu gehoert insbesondere die
Anwendung
von Fremdsprachen, aber auch die Nutzung von Telefax oder E-mail.
Die Zusammenarbeit zwischen Schulen verschiedener europaeischer Laender
wird gefoerdert und weitere Partnerschaften zwischen Schulen werden
angeregt.
Globale Problemkreise aus Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft
werden
in einem teilweise faecheruebergreifenden Unterricht behandelt. Schulen
wird
somit die Moeglichkeit gegeben, in einem ueberschaubaren Rahmen neue
Unterrichtsformen zu erproben.
1.2. Wer sind die Mitarbeiter des Science-across-Europe-Teams?
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Dr. Chris Burgess ( Grossbritannien) Dr. Francoise Langlois (
Frankreich)
Dr. Harrie Eijkelhof ( Niederlande) Dr. Michela Mayer ( Italien)
Joachim Grimm ( Deutschland) Rolf Nerlich ( Deutschland)
Marie-Luise Hartmann ( Deutschland) Dr. Carlos Parejo ( Spanien)
Anna-Lise Henriksen ( Daenemark) Dr. Mariana Pereira ( Portugal)
Nigel Heslop ( Grossbritannien) Jan Rye ( Daenemark)
Andrew Hunt ( Grossbritannien) Kees Tijdink ( Niederlande)
Dr. Christina Kaerrqvist ( Schweden) Dr. Luisa Viglietta ( Italien)
Declan Kennedy ( Irland) Toni Griffiths (
Grossbritannien)
Maria Kuzniarz ( Polen)
Von ASE: Von BP:
Evelyn Van Dyk John Hughes
Karen Shoebottom Chris Marsden
Ramilla Shah
1.3. Welche Arbeitsbuecher wurden bereits veroeffentlicht und wie wird
damit gearbeitet?
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Die folgenden Buecher wurden veroeffentlicht und koennen bestellt
werden:
Buch 1, Saurer Regen ueber Europa
Buch 2, Energieverbrauch zu Hause
Buch 3, Regenerative Energiequellen in Europa
Buch 4, Trinkwasser in Europa
Buch 5, Was hast Du gegessen?
Buch 6, Die Folgen einer globalen Erwaermung
Buch 7, Haus- und Schulmuell
Buch 8, Verkehrssicherheit ( in Vorbereitung)
Buch 9, Keeping healthy ( in Vorbereitung)
In jedem Buch wird das Thema in 10 verschiedenen europaeischen Sprachen
abgehandelt. Zum Inhalt gehoeren Hinweise fuer die Lehrkraft, eine
thematische
Einfuehrung, kopierfaehige Arbeitsblaetter fuer die Klassen,
zusaetzliche
Informationen, Karten und Daten, sowie Anmelde- und Austauschformulare.
Mit dem Kauf eines Buches sollte sich die Lehrkraft und ihre Klasse
kostenlos
in der Datenbank von Science across Europe registrieren lassen
( Registrierungsformular im Buch). Sie erhaelt dann ihrerseits eine
aktuelle
Liste aller registrierten europaeischen Schulen, die ebenfalls diese
Unterrichtseinheit im betreffenden Schuljahr behandeln wollen.
Die Unterrichtsergebnisse der Klasse werden auf einem vorbereiteten
Blatt
zusammengestellt und koennen dann mit anderen Schulen - moeglichst in
einer
Fremdsprache - ausgetauscht werden. Die eigenen Unterrichtsergebnisse
werden
abschliessend in der Klasse mit den gesammelten Ergebnissen anderer
Schulen
verglichen und eroertert. Die Auswertung und eine Ausstellung der
Ergebnisse
ist meistens ein interessanter Abschluss der Projektarbeit.
Die Einheiten werden in der Regel von Lehrerinnen und Lehrern der
Natur-
wissenschaften, Fremdsprachen oder Geographie unterrichtet. Sie sind so
bemessen, dass sie in vier bis sechs Unterrichtsstunden behandelt
werden
koennen. Darueber hinaus werden Vorschlaege gemacht, wie die Themen im
Unterricht oder durch andere Aktivitaeten vertieft werden koennen.
1.4. Wie erfolgreich arbeitet "Science across Europe"?
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In jedem Schuljahr lassen sich einige hundert Schulklassen aus ueber
zwanzig europaeischen Laendern registrieren und kommunizieren
untereinander
durch Post-, Fax- oder E-mail-Austausch. Die Projektidee weitet sich
weltweit aus und wird schon mit grossem Erfolg im pazifisch-asiatischen
Raum und in einigen Regionen Nord- und Mittelamerikas sowie Afrikas
durchgefuehrt. Auch europaeische Schulen haben die Moeglichkeit, mit
Schulen
in anderen Erdteilen Verbindungen aufzunehmen.
Die Einheiten von SAE werden zunehmend auch als Grundlagen fuer
europaeische
Bildungsprojekte im Rahmen des Sokrates/Comenius-Programms der EU
benutzt.
Die Kontakte haben inzwischen bei vielen Schulen zu engen
Schulpartnerschaften gefuehrt. SAE wird von der EU unterstuetzt. 1996
und
1997 wird die EU europaweit Lehrerfortbildungen ueber Science across
Europe
finanzieren.
1.5. Wie erhaelt man mehr Informationen und wo koennen die
Arbeitsbuecher
bestellt werden?
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Eine Schule, die eine Unterrichtseinheit durchfuehren moechte,
benoetigt fuer
diese Einheit nur einen Themenband, da die Inhalte kopiert werden
duerfen.
Im derzeitigen Buchpreis von 19 Pounds Sterling ( ca. 44,00 DM) sind
auch
alle Portogebuehren, Eintragungen in die Datenbank, ihre regelmaessige
Aktualisierung und Zusendung sowie begleitende Informationen wie SAE
NEWS
enthalten. Die Kosten werden nur einmal erhoben.
Bestellungen oder Anfragen sind zu richten an
Joachim Grimm
Offene Schule Babenhausen
Poststrasse 1
D-64832 BABENHAUSEN
Fax: 06073-4012 oder 6538
Internet: J.Grimm@jss.da.he.schule.de
oder
Rolf Nerlich
Gymnasium Wentorf
Hohler Weg 16
D-21465 WENTORF
Fax: 040-7206899
Internet: Nerlich%p18.f1650.n500.z55@kids.netzservice.de
oder Rolf.Nerlich@rn.rz.shuttle.de
oder
( Geschaeftsstelle von SAE)
Evelyn Van Dyk
The Association for Science Education (ASE)
College Lane
HATFIELD
Herts. AL10 9AA
England
Fax: 0044 1707 266532
Internet: Science.Across@hertfordshire.ac.uk
2. Science across Europe in einem Schulnetz
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Seit dem Jahre 1990 ( Beginn der Initiative Science across Europe)
beobachtet
man ueberall in Europa das Bemuehen der zustaendigen Bildungsplaner,
sich den
Herausforderungen durch die neuen Informations- und
Kommunikationstechniken
zu stellen. Dies geschah in den vergangenen Jahren europaweit mit sehr
unterschiedlicher Intensitaet und Zielstrebigkeit. Sinnvolle
Anwendungen
der Telekommunikation im schulischen Unterricht mussten erst gefunden
und
die Bereitschaft der Schulen fuer neue Formen und Methoden des
Unterrichts
geweckt werden.
Der Modellversuch KIDS/Deutsches Schulnetz war bis Ende 1995 wohl das
einzige
europaweit funktionierende Datenfernuebertragungsnetz fuer Schulen, das
mit
einer fest umrissenen Konzeption arbeitete. KIDS bietet u. a. auch
heute noch
die Moeglichkeit, neue Ziele, Methoden und Organisationsformen von
Schule und
Unterricht zu erproben und die Datenfernuebertragung im europaeischen
Raum
unterrichtlich zu nutzen.
Aus diesem Grunde wurde KIDS ein Medium fuer viele Unterrichtsprojekte,
die die zusaetzlichen Moeglichkeiten der Datenfernuebertragung nutzen
moechten. Seit dem Fruehjahr 1995 gehoert auch Science across Europe
dazu.
2.1. Erste Erfahrungen von Science across Europe im KIDS-Netz
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Zu Beginn des Jahres 1995 erprobten ueber 150 Schulen in Europa die
neue
SAE-Einheit "Domestic waste" ( Hausmuell). Beteiligt waren auch zwei
Schulen aus Schleswig-Holstein. Am 23. Maerz 1995 trafen sich dann
mit Unterstuetzung der Europaeischen Union in verschiedenen Teilen
Europas
210 beteiligte Lehrerinnen und Lehrer in 11 Workshops, um die gemachten
Erfahrungen mit der neuen Einheit auszutauschen und Verbesserungen
vorzuschlagen.
Waehrend dieser Erprobungszeit waren erstmals zwei SAE-Foren (
Newsgroups)
im KIDS-Netz/DSN eingerichtet worden mit der Zielsetzung, den
beteiligten Schulen die Moeglichkeit zu geben, ihre
Unterrichtsergebnisse
per E-mail auszutauschen, zu veroeffentlichen, gegebenenfalls zu
ergaenzen
und zu kommentieren.
Darueber hinaus sollten auch nicht direkt beteiligte Schulen einen
Einblick
in die Arbeit mit der Unterrichtseinheit und in die Nutzung der
Datenfernuebertragung erhalten.
In einem Info-Brett EP.SAE.ADMIN war eine ausfuehrliche
Projektbeschreibung
ueber Ziele und Inhalte zu finden und Informationen ueber
Voraussetzungen fuer
aktive Beteiligung. Das Brett ist heute ein Mitteilungsbrett fuer SAE.
Im Brett EP.DOMESTIC.WASTE wurden unausgefuellte Austauschformulare in
mehreren Sprachen bereitgestellt und die ausgefuellten Formulare
derjenigen
Schulen veroeffentlicht, die ihre Ergebnisse per E-mail verschickt
hatten.
Ausserdem wurden zusaetzliche Informationen, Daten und
Literaturhinweise
zum Thema weitergeleitet, die nicht im SAE-Textbuch vorhanden waren.
Bereits nach kurzer Zeit nutzten Schulen aus Deutschland, England,
Spanien
und Italien die Moeglichkeit der Datenfernuebertragung. Auf den
abschliessenden
Workshops wurde die Nutzung der neuen Technologien ausdruecklich
begruesst
und empfohlen. Leider stehen die technischen Voraussetzungen noch
laengst
nicht in den meisten europaeischen Schulen zur Verfuegung. SAE und KIDS
haben
aber die Moeglichkeit, allen interessierten europaeischen Schulen
technische
Hilfestellung zu geben.
2.2. Weitere SAE-Themen im KIDS-Netz und Aktivitaeten im Internet
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Mit Beginn des Schuljahres 1995/96 wurde ein neues Brett
EP.DRINKING.WATER
fuer diejenigen Schulen eingerichtet, die das entsprechende SAE-Thema
im
Unterricht behandeln wollen. Weitere Themenbretter kamen im Laufe des
Schuljahres hinzu, so EP.WHAT.DID.YOU.EAT und EP.RENEWABLE.ENERGY. Es
ist
das Ziel, fuer alle SAE-Themen auch ein Diskussionsforum im
KIDS-Netz/DSN
anzubieten.
Fuer alle Schulen, die sich gerne am Informationsaustausch beteiligen
wollen,
ist es wichtig zu wissen, dass sie zunaechst das entsprechende SAE-Buch
erwerben muessen, bevor sie sich in der Datenbank registrieren lassen
koennen.
So ist gewaehrleistet, dass alle beteiligten Schulklassen mit gleichen
Mindestvoraussetzungen an Informationen den Kontakt zu anderen Schulen
aufnehmen. Schulen, die selber keine Austauschformulare verschicken
moechten,
duerfen zusaetzliche Informationen auf den Themenbrettern aushaengen
oder ueber
eigene Aktivitaeten zum Thema berichten.
Da sich die Schulnetze dank finanzieller Foerderung zunehmend des
Internet
bedienen, wird auch SAE im Laufe des Jahres 1996 Newsgroups im Internet
anbieten koennen. Schon seit September 1995 praesentiert sich Science
across
Europe auf der eigenen "home page" im Internet unter
http://www.campus.bt.com/public/BPSAW .
Es bleibt zu hoffen, dass der Informations- und Gedankenaustausch per
E-mail zu einem naturwissenschaftlichen Thema fuer viele Schulen eine
reizvolle und sinnvolle Unterrichtserfahrung darstellt und moeglichst
viele
Schuelerinnen und Schueler davon profitieren.
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