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Article #16675Re: SPAM & Datenschutzbeauftragter
From: Matthias Gutfeldt
Date: Wed, 02 Feb 2000 00:00
Date: Wed, 02 Feb 2000 00:00
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Mario Rothacher wrote: > Ich weiss, ich mache mich sicherlich gerade ser unbeliebt, aber bitte > denkt doch mal nach... Denken?? Das sollte man den Pferden �berlassen, die haben einen gr�sseren Kopf und mehr Zeit! <g>. Nein, Du machst Dich nicht unbeliebt. Die �berlegungen an sich sind gut; Du gehst einfach davon aus, dass Spammer anst�ndige Menschen wie Du und ich sind, und sich an minime Anstandsregeln halten k�nnen. Aber die t�gliche Erfahrung zeigt nun einmal, dass das nicht so ist. > Nat�rlich ist ein Sperrvermerk nicht das, was ihr Euch w�nscht! Denn > schliesslich seid ihr so nachwievor beim Spammer auf irgendeine Art > registriert. Aber so wie ich die ganze Sache sehe, ist ein Sperrvermerk > die einzige M�glichkeit l�ngerfristig von einem Spammer ruhe zu haben, > solange dieser auch "seri�s" ist (Ansonsten kann man ja gegen in > Klagen). Warum fragt Ihr Euch sicher nun... Ganz einfach: Ein Spammer Es ist einfach so: "Seri�ser Spammer" ist ein Widerspruch in sich selbst. Das sehe ich jeden Tag in meiner Mailbox. Blacklists funktionieren nur dann, wenn sich die Werbenden auch daran halten. Beim Sternchen im Telephonbuch z.B. funktioniert das im allgemeinen recht gut, da die Methode etabliert ist, und jeder Werbende hier in der Schweiz sehr gut weiss, was er sich erlauben kann und was nicht. Email ist ein ganz anderer Fall. Zun�chst einmal erhalte ich praktisch nie Spam aus der Schweiz (aber die Deutschen sind momentan fleissig...), sondern immer aus den USA, Taiwan, etc. Es ist nun allgemein bekannt, dass opt-out bzw. blacklists dort �berhaupt nicht funktionieren. Im Gegenteil: Eine solche Liste ist wertvoll f�r den Spammer! Sie enth�lt n�mlich garantiert g�ltige Email- Adressen. Mit solchen Listen wurde und wird Missbrauch betrieben. Die gerade angelaufene DMA- Initiative f�r opt-out wird auch kl�glich scheitern, da kannst Du Dich drauf verlassen. Deshalb gilt der allgemeine Rat, auf Spam NIE zu antworten, auch und gerade wenn es angeblich m�glich ist, sich in einer blacklist registrieren zu lassen. Wie sieht das nun in der Schweiz aus? Hier ist es theoretisch viel einfacher, da ich den Spammer notfalls anzeigen k�nnte (was das f�r mich kostet und wie der Spammer sich daf�r r�chen kann, steht auf einem anderen Blatt). Deshalb ist es in der Schweiz bei Spam der von schweizer Firmen �ber schweizerische Provider versandt wird im Prinzip sehr viel einfacher, sich zu sch�tzen. Aber das Beispiel F�rst beweist das Gegenteil: Er weigert sich mit �ussert fadenscheinigen Begr�ndungen, irgend jemanden aus seinen Versandlisten zu streichen, und spammt offenbar schon seit Jahren, ohne jemals juristisch behelligt worden zu sein. Dieses Beispiel allein zeigt, dass auch in der Schweiz opt-out v�llig versagt hat, und auch in Zukunft versagen wird, solange solcher Missbrauch ohne jegliche Folgen bleibt. > Wie stellt Ihr Euch nun vor, wie es ein Spamer machen soll, dass er Euch > nie mehr auf die Spamliste setzt, wenn Ihr ihm keine Sperrliste erlaubt? Es interessiert mich nicht, wie der Spammer seine Werbeprobleme l�st; das ist sein Problem. Mich interessiert nur, dass ich nicht bel�stigt werde. Wenn der Spammer seri�se Werbemethoden verwenden w�rde, statt seine Kunden f�r die Werbung bezahlen zu lassen, dann h�tte er das Problem auch gar nicht. Spammen ist per Definition Missbrauch, und sollte hier in der Schweiz wie andere missbr�uchliche Gesch�ftsmethoden verboten sein. Matthias
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