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Article #39BULLETIN VOM 26. Feb 1998
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Date: Thu, 26 Feb 1998 00:00
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EIDG. INSTITUT FUER SCHNEE- UND LAWINENFORSCHUNG DAVOS
NATIONALES LAWINENBULLETIN NR. 108
vom Donnerstag, 26. Februar 1998, 17:00 Uhr
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GERINGE SCHNEEBRETTGEFAHR
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ALLGEMEINES
Bei wolkenlosem Himmel in den Bergen und allgemein nur schwachen
Winden stiegen die Temperaturen in der Hoehe seit Mittwoch
nochmals um rund 4 Grad an.
Waehrend der klaren Naechte kuehlt die Schneedecke jeweils durch
die Ausstrahlung stark ab. Dadurch gewinnt sie oberflaechennah
an Festigkeit, so dass sie an Sonnenhaengen in den Morgenstunden
vielfach wieder tragfaehig ist.
Nur an schattenseitigen Steilhaengen ueberdeckt der Neuschnee
alte Schneeschichten, die teilweise noch locker sind. Dies
betrifft vor allem Graubuenden und das suedliche Wallis, sowie
auch schneearme Gelaendeteile der uebrigen Regionen.
KURZFRISTIGE ENTWICKLUNG
Am Freitag ist es ueberwiegend sonnig. Am Nachmittag ziehen aus
Westen Wolkenfelder auf. Die Nullgradgrenze liegt auf rund 2500
m. In den Bergen auffrischender Suedwestwind.
VORHERSAGE DER LAWINENGEFAHR FUER FREITAG
Ganzes Gebiet der Schweizer Alpen:
Geringe Schneebrettgefahr
Gefahrenstellen befinden sich vereinzelt an schattigen
Steilhaengen oberhalb rund 2200 m und in kammnahen Lagen, wo
die Triebschneeansammlungen vom Wochenbeginn stellenweise auf
lockerem Schneedeckenfundament liegen.
Im Tagesverlauf steigt die Lawinengefahr generell etwas an. An
steilen Sonnenhaengen ist mit der zusaetzlichen Erwaermung ab
den Mittagsstunden wieder vermehrt mit feuchten
Lockerschneerutschen zu rechnen, die in erster Linie nur den
Neuschnee umfassen. Auch feuchte Schneebrettlawinen, die auf dem
Boden abgleiten, koennen vereinzelt auftreten.
TENDENZ FUER SAMSTAG UND SONNTAG
Am Samstag stark bewoelkt. Bei starkem bis stuermischem Westwind
besonders in Staulagen zeitweise Schneefall. Die
Schneefallgrenze sinkt bis in tiefe Lagen. Am Sonntag weniger
Niederschlaege aber weiterhin starker, auf Nordwest drehender
Wind. Mit dem einsetzenden Schneefall steigt die Lawinengefahr
zumindest in den westlichen und noerdlichen Gebieten an.
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