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Article #58BULLETIN VOM 04. Mar 1998
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Date: Wed, 04 Mar 1998 00:00
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EIDG. INSTITUT FUER SCHNEE- UND LAWINENFORSCHUNG DAVOS
NATIONALES LAWINENBULLETIN NR. 114
vom Mittwoch, 4. Maerz 1998, 17:00 Uhr
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ANSTIEG DER LAWINENGEFAHR
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ALLGEMEINES
In der Nacht auf Mittwoch blieb es mehrheitlich bedeckt. Die
Schneeoberflaeche kuehlte deshalb nur wenig aus. Bei einer
Nullgradgrenze, die tagsueber auf rund 2800 m lag, setzte sich
der Schnee sehr stark. Unterhalb rund 2000 m fand sogar ein
markanter Abbau statt. In schattigen Lagen ist oberhalb rund
2200 m oft Bruchharsch anzutreffen.
Gesamthaft ist der Schneedeckenaufbau in den noerdlichen
Regionen besser als in den zentralen Regionen.
KURZFRISTIGE ENTWICKLUNG
In der ersten Tageshaelfte des Donnerstags ueberquert eine
Niederschlagsfront von Nordwest nach Suedost die Schweizer
Alpen. Der Temperaturgegensatz zum Mittwoch macht sich mit einem
Absinken der Schneefallgrenze bis gegen 800 m hinunter
bemerkbar. Die starken bis stuermischen Winde drehen von West
auf Nordwest. Am Alpennordhang ist mit 15 bis 30 cm Neuschnee zu
rechnen, inneralpin mit weniger.
VORHERSAGE DER LAWINENGEFAHR FUER DONNERSTAG
Alpennordhang, Wallis sowie Nord- und Mittelbuenden:
Maessige Schneebrettgefahr
Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an Steilhaengen
der Expositionen Nordwest ueber Nord bis Suedost oberhalb
rund 2000 m. Entscheidende Bedeutung kommt dem Wind zu:
Besonders am Alpennordhang und im Unterwallis entstehen an
kammnahen Stellen aller Expositionen groessere, gefaehrliche
Triebschneeansammlungen.
Uebriges Graubuenden und Tessiner Berge:
Geringe Schneebrettgefahr
Gefaehrlich sind vereinzelte Steilhaenge der Expositionen
Nordwest bis Nordost oberhalb rund 2200 m und Stellen, an
denen jetzt ebenfalls neue Triebschneeansammlungen entstehen.
Sollten im Engadin und im noerdlichen Tessin deutlich mehr
als 10 cm Neuschnee fallen, so ist auch in diesen Regionen im
Laufe des Donnerstags ein Anstieg der Lawinengefahr auf die
Stufe maessig moeglich.
TENDENZ FUER FREITAG UND SAMSTAG
Unbestaendiges Westwindwetter. Nach einer kurzen Unterbrechung
ist im Laufe des Freitags vor allem in den noerdlichen Regionen
mit weiteren Schneefaellen zu rechnen. Die Schneefallgrenze
liegt dabei auf ueber 1000 m. Regional steigt die
Schneebrettgefahr auf die Stufe erheblich an.
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