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Fri, 01 May 1998 00:00
BULLETIN VOM 01. May 1998
Author: Bulletin Versand
Date: Fri, 01 May 1998 00:00
Date: Fri, 01 May 1998 00:00
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EIDG. INSTITUT FUER SCHNEE- UND LAWINENFORSCHUNG DAVOS
NATIONALES LAWINENBULLETIN NR. 172
vom Freitag, 1. Mai 1998, 17:00 Uhr
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MAESSIGE LAWINENGEFAHR
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ALLGEMEINES
Diese Woche war gekennzeichnet durch zwei Suedstaulagen. Am
Dienstag fielen in den suedlichen Teilen der Schweizer Alpen
oberhalb 2000 m 30 bis 60 cm Schnee. Nach einem kurzen
Unterbruch brachte eine zweite Front von Donnerstag auf Freitag
nochmals 20 bis 30 cm Schnee. Im Norden waren die Niederschlaege
durchwegs unbedeutend. Am Freitag Nachmittag traten oberhalb von
2000 m gebietsweise schauerartige Schneefaelle auf.
Die Schneehoehen entsprechen im Tessin, im Oberengadin und in
den Buendner Suedtaelern dem langjaehrigen Durchschnitt. In den
uebrigen Regionen liegen sie zum Teil deutlich darunter.
KURZFRISTIGE ENTWICKLUNG
Bei laengerer naechtlicher Bewoelkungsauflockerung koennen sich
die oberflaechennahen Schneeschichten bis Samstag Morgen
verfestigen. In den schneereichen Regionen des Suedens entsteht
dadurch bis 2500 m hinauf eine bruechige Kruste. In den uebrigen
Gebieten ist die Schneedecke in den Morgenstunden gebietsweise
tragfaehig.
Bei einer Nullgradgrenze um 2400 m und starker Einstrahlung
weicht die Schneedecke im Tagesverlauf auf. Am Nachmittag ist
mit einzelnen schauerartigen Niederschlaegen zu rechnen.
VORHERSAGE DER LAWINENGEFAHR FUER SAMSTAG
Ganzes Gebiet der Schweizer Alpen:
Maessige Lawinengefahr
Am Alpenhauptkamm befinden sich die Gefahrenstellen fuer
trockene Schneebrettlawinen vor allem an Steilhaengen der
Expositionen West ueber Nord bis Ost oberhalb von rund 2200
m. Zudem sind kammnahe Stellen mit alten
Triebschneeansammlungen gefaehrlich.
In den uebrigen Regionen sind die Gefahrenstellen vor allem
an Steilhaengen der Expositionen Nordwest bis Nordost
oberhalb von rund 2500 m anzutreffen.
Zudem ist im Tagesverlauf die Gefahr von Nassschneelawinen zu
beachten. Im Sueden kann bei starker Einstrahlung der
Neuschnee abgleiten und die feuchte Altschneedecke
mitreissen. Auch in den uebrigen Gebieten wird die
Schneedecke weich und kann losbrechen, dies besonders im
Hoehenbereich von
1800 m bis 2500 m.
TENDENZ FUER SONNTAG UND MONTAG
Bei sinkenden Temperaturen ist es am Sonntag unterschiedlich
bewoelkt mit zeitweiligen Niederschlaegen vor allem im Westen.
Am Montag faellt besonders in den noerdlichen Regionen oft
Schnee. Im Sueden treten dann groessere Aufhellungen auf.
Allgemein ist die Lawinensituation in den Morgenstunden
guenstiger als ab Mittag.
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