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1 total messages Started by Bulletin Versand Sat, 02 May 1998 00:00
BULLETIN VOM 02. May 1998
#5
Author: Bulletin Versand
Date: Sat, 02 May 1998 00:00
67 lines
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  EIDG. INSTITUT FUER SCHNEE- UND LAWINENFORSCHUNG   DAVOS
               NATIONALES LAWINENBULLETIN NR. 173
           vom Samstag, 2. Mai 1998, 17:00 Uhr
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  WEITERHIN MAESSIGE LAWINENGEFAHR
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ALLGEMEINES

Nach einer nur zum Teil klaren Nacht setzten in den noerdlichen 
Regionen am fruehen Samstag Morgen neue Niederschlaege ein. Im 
Tagesverlauf fielen oberhalb von 2000 m 5 bis 20 cm Neuschnee. 
Im suedlichen Wallis und im Tessin schien ab Mittag zeitweise 
die Sonne. Entsprechend war der Neuschneezuwachs hier nur 
unbedeutend. Im Berner Oberland und im Alpsteingebiet frischte 
der Westwind etwas auf.
Die Schneehoehen entsprechen im Tessin, im Oberengadin und in 
den Buendner Suedtaelern dem langjaehrigen Durchschnitt. In den 
uebrigen Regionen liegen sie zum Teil deutlich darunter.


KURZFRISTIGE ENTWICKLUNG

Bei laengerem naechtlichen Aufklaren koennen sich die 
oberflaechennahen Schneeschichten bis Sonntag Morgen erneut 
etwas verfestigen. In den schneereichen Regionen des Suedens ist 
die Schneedecke in den Morgenstunden bis 2500 m hinauf 
weitgehend tragfaehig. In den uebrigen Gebieten kann sich der 
Neuschnee mit der Altschneedecke gut verbinden, bleibt aber 
oberhalb von 2500 m noch locker.
Bei einer Nullgradgrenze um 2400 m und starker Einstrahlung 
weicht die Schneedecke bis zum Mittag dann wiederum auf. Der 
Wind weht maessig aus nordoestlicher Richtung. Bis am Abend sind 
vorerst nur vereinzelt schauerartige Niederschlaege zu erwarten.


VORHERSAGE DER LAWINENGEFAHR FUER SONNTAG

Ganzes Gebiet der Schweizer Alpen:
  Maessige Lawinengefahr
Am Alpenhauptkamm befinden sich die Gefahrenstellen fuer 
trockene Schneebrettlawinen vor allem an Steilhaengen der 
Expositionen West ueber Nord bis Ost oberhalb von rund 2200 
m. Zudem sind kammnahe Stellen mit alten 
Triebschneeansammlungen gefaehrlich.
In den uebrigen Regionen sind die Gefahrenstellen vor allem 
an Steilhaengen der Expositionen Nordwest bis Nordost 
oberhalb von rund 2200 m anzutreffen.
Zudem ist in allen Regionen im Tagesverlauf die Gefahr von 
Nassschneelawinen zu beachten. Im Hoehenbereich von 1800 m 
bis 2500 m koennen bei starker Einstrahlung die 
oberflaechennahen Schneeschichten abgleiten und die nach wie 
vor feuchte Altschneedecke mitreissen.


TENDENZ FUER MONTAG UND DIENSTAG

Bei auffrischendem Ostwind wird es am Montag kuehler und vor 
allem im Norden und Osten faellt Niederschlag. Die 
Schneefallgrenze sinkt von 2000 m auf 1500 m. Am Dienstag muss 
am Alpennordhang noch mit einzelnen Niederschlaegen gerechnet 
werden, sonst ist es trocken und oft sonnig. An der 
Lawinensituation aendert sich nur wenig.
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