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Article #13Re: Bluewin/Swisscom stellt Port25 ab
From: Daniel Rueegg
Date: Sat, 10 Apr 2010 19:25
Date: Sat, 10 Apr 2010 19:25
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Claus v. Wolfhausen <use-reply-to-mail-me@remove-this.com> wrote:
> Das ist so nicht ganz richtig.
> Nat�rlich versuchen Botnetz Betreiber nicht mehr mit aller Gewalt das Maximum
> an Traffic aus jeder einzelnen infizierten Kiste rauszuholen.
> Es ist aber immer noch auff�llig genug weshalb ja auch die entsprechenden
> Blacklists immer noch sehr effizient sind.
Das kann ich insofern best�tigen, da meine eigene kleine Spam-Abweis-Statistik doch eine recht
hohe Blacklist-Trefferquote aufweist.
> DAUs die es schaffen ihren Rechner mit derartiger Malware zu infizieren merken
> im H�chstfall da� ihre Kiste weniger Performance hat und nicht selten kaufen
> sie dann einfach eine neuere.
Was zwar das Problem auch behebt (zumindest tempor�r), aber keine wirkliche Massnahme ist.
Nur wie kann man die DAU den klar machen, das er sich um seien Koste zu
k�mmern hat? Machen wird er n�mlich nur etwas, wenn er nicht mehr ins Netz kommt.
> Solche Mailserver sollten aber seit geraumer Zeit SMTP-Submission anbieten.
> RFC 2476 existiert immerhin seit 1998.
Sollten und tun, sind leider mehr als oft nicht die Realit�t. Was der Fall
Swisscom ja gut gezeigt hat.
> Alle g�ngigen Freemailer bieten das seit langem an, und es spricht auch nichts
> dagegen, Port 587 auf einem Firmenserver zur Verf�gung zu stellen, sofern
> Mitarbeiter von extern Mail dar�ber versenden m�ssen.
Wie gesagt, ein Problem d�rften auch nicht die Freemailer sein- deren Admins
m�ssen schon aufgrund der Masse fiter sein-, sondern eben die
Firmenserver. Hier ist viel Unkenntnis vorhanden. Wenn's den von einer auf die
andere Minute nicht mehr klappt ist der Arger gross.
> Im Prinzip sollte jeder Provider das so �hnlich handhaben wie es das DFN macht.
> Wenn Du z.B. einen DSL-Zuganz bei Shuttle hast, dann ist Port 25 per Default
> geschlossen und nicht nur der, sondern auch 135 usw.
Solange dies auch v�llig klar kommuniziert ist, kann das ein m�glicher Weg sein.
> Ungefilterten Zugang erh�lt man ohne Aufpreis allerdings nur dann, wenn man
> dies explizit beantragt und noch dazu unterschreibt, im Mi�brauchsfall
> entstehende Mehrkosten zu tragen.
>
> Daus w�rden das nie beantragen und schon gar nicht unterschreiben, weil sie
> vielzu viel Angst h�tten, auf den Kosten zu sitzen, wenn was passiert.
Auch hier ist es immer die Frage der H�rde. Wenn dies einfach machbar ist und
der Kunde sich seiner Verantwortung auch bewusst wird, gangbar.
Nur wird damit dem DAU damit nicht klar, dass endlich seine Kiste zu pflegen
hat.
Das immer mal Fehler passieren und es jeden erwischen kann, ist denke ich
jedem hier bewusst. Hatte vor Jahren auch schon ne Mail meines ISPs, dass mein
DNS auch von Extern als Resolver missbracuht werden kann. War ein kleiner
Fehler bei der letzten Konfiganpassung.
Nur ich kenne einige F�lle, bei den die DAUs diese Tatsache, obwohl sie es
wissen ignorieren. L�uft ja alles noch und Internetbanking mache ich
nicht.... So �hnliche Aussagen h�rt man dann.
Zugang gesperrt w�rde vermutlich eine effektivere Lernkurve ergeben.
> Den Beweis wie gut sowas funktioniert trete ich gerne an:
>
> http://www.uceprotect.net/de/rblcheck.php?asn=680
>
> Wie viele Provider mit 8,4 Millionen IP's kennst Du, bei denen lediglich 44
> pro Woche wegen Abuse auffallen?
Das es technisch funktioniert ist klar, was ja nie in Zweifel gezogen
wurde. Viele Kunden wird es auch egal sein, aber nicht allen.
Mehr Sicherheit ist prinzipbedingt immer unangenehm. Ich kenne das DFN nicht
direkt und wenn es "einfach" ist diese Sperren, �ber die vor einem
Vertragsabschluss ausreichend Informiert wird, loszuwerden ist es gangbar.
Mich st�rt einfach die Bevormundung ohne ausreichende Vorabinformation bevor
eine solche Massnahme umgesetzt wird. Ein solches Vorgehen zeigt leider eine
Arroganz die in CH viele gr�ssere ISPs regelm�ssig an den Tag legen - Nicht alle.
Einige ISPs schweren sich aber auch um einen Dreck, was Ihre Kunden machen.
>>Dem ist leider nicht so. Es gibt in der Zwischenzeit einige ISP die Port 25
>>einfach dicht machen, auch f�r Kunden mit statischer IP. Auch bieten viele
>>ISPs wenig Flexibilit�t in solchen Fragen und bezahlbare fixe IPs und kleine
>>geroutet Subnetze gibt es im xDSl und Kabel Umfeld leider mehr als selten.
>>(Eigentlich sind die zum Teil massiven Kostenvorstellungen f�r fixe IPs
>>einiger ISPs etwas arg seltsam.)
>
> Der einzige Sinn einer statischen IP ist es Serverdienste anbieten zu k�nnen.
> Wenn also einige Provider (mir w�ren solche jetzt nicht bekannt) ihren
> Bestandskunden mit statischen IP's den Port 25 sperren w�rden, w�re dies ein
> klarer Grund f�r eine fristlose K�ndigung.
Es gibt Sie, wie ich aus meinen pers�nlichen Kollegenumfeld ein paar F�lle
kenne. Wie gesagt es steigt und f�llt mit der Information durch den ISP.
> Ich habe allerdings grunds�tzlich nichts dagegen, wenn man auch Neukunden auch
> mit statischen IP's den Port 25 nur auf ausdr�cklichen Wunsch zur Verf�gung
> stellt.
Wenn man keine MTA laufen lassen will ist das ja in der Regel egal. Nur die
Freischaltung darf kein H�rdenlauf werden und bei Vertragsabschluss Mehrkosten
verursachen. Einfach gesagt, das Leistungspaket muss klar und sauber definiert
sind.
Hier macht das Marketing oft einen Strich durch den guten Willen der Ausf�hrenden.
> Teuer ist immer etwas relatives :-) Was f�r den einen teuer ist, kann jemand
> anderem durchaus g�nstig erscheinen.
Sicher ;-). Nur sind die monatlichen Aufpreise, ohne allzuviel Mehraufwand,
teilweise doch etwas arg heftig. Das die einmaligen Aufwandskosten f�r eine
fixe IP plus Konfiguration beim ISP anfallen und vom Kunden bezahlt werden
m�ssen ist klar. Nur die monatlichen Mehrkosten sind in diversen F�llen zu
hinterfragen. Aber das ist ein anderes Thema.
Vielleicht w�re es mal Interessant, was den bei einem ISP wirklich an laufendem Mehraufwand
anf�llt f�r eine Statische IP, resp. /29 Subnetz. Das die Abo's etwas teurer
sind, ok. Der Kundenkreis ist auch deutlich kleiner.
> Soweit ich das wei� kostet bei AS 44038 eine statische IP 9.- CHF pro Monat
> oder? Das w�rde ich jetzt nicht als teuer bezeichnen.
N�, wirklich nicht. Wenn man in CH bei einigen ISPs schaut, die teilweise 40 bis CHF
70/Mte verlangen (xDSL Angebote). Das ist zu viel.
>>Es ist klar, das die Masse keinen Bedarf an Port 25 hat und im Default Setup
>>Siehe oben. Schau nur mal ein paar Logfiles an, was von den diversen Bots
>>alles ausgeht und nicht nur auf Port 25.
>>Wie gesagt, das Problem muss mal direkt angegangen werden und die Kunden in
>>Ihre Verantwortung genommen werden.
>
> Das ist ja der Grund, warum man bei uns nicht nur wegen Spamming im Level 1
> gelistet werden kann, sondern bereits f�r einen Portscan...
>
> Siehe: http://www.uceprotect.net/de/index.php?m=3&s=3
Interessantes Konzept. Sollten sich ein paar ISPs mal eine Scheibe abschneiden.
Gruss Daniel
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From: Daniel Rueegg <news2009-1@iridium.ch>
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Subject: Re: Bluewin/Swisscom stellt Port25 ab
Date: Sat, 10 Apr 2010 19:25:03 +0000 (UTC)
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