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Article #248Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
From: Visvanath Ratnaweera
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:53
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:53
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > Theo Schmidt schrieb: > >> 1) Ein "normaler" User merkt kaum etwas von Linux und nur sehr >> beschränkt von FOSS allgemein, weil die normalen PC-Händler PCs mit >> vorinstalliertem Windows (oder Macintosh) verkaufen. Nur die >> allerwenigsten Händler bieten FOSS/Linux an, und dann meistens nur auf >> Anfrage. Einerseits kennen es viele Händler selber nicht, und >> andererseits scheuen sie sich ein weiteres OS zu supporten. > > Das ist sicher richtig festgestellt (und macht aus der Sicht des > Händlers auch Sinn). Verträge in der Art "Diese Preise gelten, nur wenn ihr die Konkurrenz- produkte nicht verkaufen" sind mehrmals als illegal verurteilt worden. M$ macht's weiter trotz milliardenhohe Strafen, anscheinend lohnt es sich. > Die Marktwirtschaftslehre würde allerdings > nachelegen, dass einige Händler in der Marktlücke ihr Glück suchen und > finden müssten. Das findet nicht statt. Das ist _deine_ Prophezeiung. > Er will also > Perfektion und Support, aber nichts dafür bezahlen. Das bekommt er bei > Windows, weil Windows "sowieso" auf seinem neu gekauften PC drauf ist, > und weil es Support dafür an jeder Ecke gibt.... "sowieso"? Auf welchem Weg? >> 2) Microsoft, Apple und weitere grosse Firmen machen viel Werbung, >> FOSS-Firmen kaum. Firmen wie IBM, HP und Dell, welche sich durchaus >> für Linux/FOSS einsetzen und Geräte dafür verkaufen, werben trotzdem >> viel häufiger mit "XY empfiehlt Windows XY". Warum? Weil AFAIK >> Microsoft für diese Werbung zahlt. Echte Linux-Firmen wie Redhat oder >> früher SuSE mach(t)en schon Werbung nach ihren Möglichkeiten, aber es >> ist natürlich viel weniger. Und dann kommen die ganzen Verträge, >> welche Händlern > > Hier haben wir ein Henne-Ei-Problem. Wieso hat Microsoft denn mehr Geld > für Werbug als, sagen wir, Red Hat? Oder, etwas böser formuliert: Wieso > gibt IBM weniger Geld für FOSS-Werbung aus, als Microsoft für > WIndows-Werbung? Eine Anekdote von Bill Gates (frag mich nicht wann und wo, vor vielen Jahren mal gelesen): Er habe Coca Cola immer bewundert. Nach der Legende hat der Gründer mit $ 25'000 angefangen, davon gleich $ 24'000 an Werbung investiert. Also Inhalt-zu-Werbung-Verhältnis von 1:25! > Dasselbe: Es wäre an sich ja nicht verboten, dass irgendjemand aus der > grossen und heterogenen FOSS-Szene ebenfalls geschicktes Marketing > machen würde. Dass das nicht passiert, kann man schwerlich Microsoft > anlasten. In regelmässigen Abständen hört man von astronischen Beträgen, die M$ als Strafgelder zahlen muss. >> 5) "Monokultur"-Systeme wie Windows und früher MacOS sind leichter >> vermittelbar, da fast alles zueinander passt und funktioniert. Die >> grosse Vielfalt der freien Software macht vielen Angst. > > Ein wichtiger Punkt. Wobei mit Kompatibilität viele Ängste genommen werden. Die Kompatibilität gehe über offene Standards (im Sinne von technischen Normen, nicht nach dem Motto "jeder hat Word, ergo Word ist Standard"). > Wie gesagt, ich bin nicht sicher, dass di Öffentliche Hand unterm Strich > und als TCO gerechnet, wirklich günstiger käme mit FOSS. Ich bin > allerdings wie Du der Meinung, dass man es evaluieren sollte. Ich weiss nich wer den Begriff TCO erfunden hat. Angewendet auf M$ und ihre Lizenzen ist er der reinste Hohn. Softwere, deren Quellen du nicht sehen kannst, deren legale Benutzungdauer ablaufen, die gehören (ownership) nur dem Hersteller! VR
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