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Article #564

Re: Drucken via CUPS

#564
From: Stefan Werner
Date: Tue, 15 Jan 2008 06:18
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Markus Grob schrieb:

>> Im Übrigen ist der Xerox Phaser 6120, mit dem ich die in diesem Thread 
>> beschriebenen Probleme hatte, sowohl beim Hersteller, als auch bei 
>> linuxprinting.org als Linux-geeignet gelistet.
> 
> Nun, was klappt dann nicht?

Nun, das was ich weiter oben beschrieben habe, und auf das Du auch schon 
geantwortet hast. Ich glaube Dir ja durchaus, dass man die Probleme 
"irgendwo in den Treibereinstellungen", oder notfalls eben mit einem 
C-Compiler in den Griff bekommen könnte, aber auch das ist halt eine 
Frage der Oekonomie: Wenn ich >10 Stunden brauche, um den Drucker unter 
Linux zum selben Resultat zu bringen, das er unter Windows "out of the 
box" bringt, dann finde ich nicht, dass es -zumindest im 
Geschäftsumfeld- Sinn macht, Linux mit diesem Drucker einzusetzen.

Denn wie gesagt: Der Drucker ist ja nur eins der Probleme, die man lösen 
muss, wenn man Linux auf dem Desktop einsetzt. Von meinen mehrfachen 
Versuchen, dies zu tun, sind mir z.B. folgende noch in Erinnerung:

- DieVMWare-Kernelmodule müssen neu kompiliert werden, und das nach 
jedem Systemupdate, das einen Teil des Kernels betrifft. Und manchmal 
geht dabei etwas schief, und VMWare will nicht kompilieren. Dann steht 
die Arbeit erst mal still....
Unter Windows läuft VMWare dagegen nach jedem Update ohne Änderung weiter.

- Die WLan-Karte (und nichtmal jede, die ich einsetze) läuft nur mit 
NDISWrapper. Auch hier kann es passieren, dass nach einem System-Update 
gar nichts mehr läuft. Und weil man dann keinen Internet Zugriff mehr 
hat, kann man auch nicht so schnell Hilfe suchen. Und schlimmer noch: Es 
gelang mir nicht, WPA zu aktivieren (Ubuntu 6.10). Vermutlich ginge auch 
das "irgendwo in den Treibern", aber nach mehreren verlorenen Stunden 
habe ich damals frustriert aufgegeben und wieder Windows 2000 installiert.

- Der Labeldrucker, welcher am USB-Port angeschlossen ist, liefert 
keinen brauchbaren Ausdruck

- Der Scanner funktioniert nicht bzw. nicht mit allen Auflösungen.


Nochmal: Ich habe sicher nichts gegen Linux, im Gegenteil. Und auf dem 
Server habe ich auch keinerlei Probleme damit. Dort laufen sogar SUSe, 
Ubuntu und Kubuntu einträchtig nebeneinander in VM's, jede mit ihren 
soezifischen Aufgaben.
Aber auf dem Desktop ist Linux meines Erachtens immer noch für den 
Normalanwender nur in einfachen Standardumgebungen brauchbar. Das 
hingegen geht sehr gut: Die neueren Ubuntu-Distros installieren sich 
problemlos wie von selbst. Erst wenn man etwas einbinden will, das nicht 
von vornherein vorgesehen war, beginnen die Probleme...

Und echte Linux-Kenner, die einem das System einrichten könnten, findet 
man auch für Geld und gute Worte nicht ohne Weiteres. Ich habe es einmal 
versucht: Der Typ verlangte 150.- pro Stunde und es stellte sich dann 
heraus, dass er eher weniger von Linux verstand, als ich selber.

Hingegen ist es relativ leicht, bei einem Windows-Problem einen 
"Microsoft certified system engineer" zu finden, der wirklich etwas vom 
System versteht.

Das sind Punkte, die im Geschäftsumfeld wichtig sind, und die den 
Sympathiebonus von Linux zur Zeit noch aufwiegen.

So gesehen wäre das, was Linux am ehesten voranbringen würde, vermulich 
ein Ausbildungsstandard mit einem Zertifikat, das einem zeigt, dass 
jemand wirklich etwas von Linux versteht.

Das wäre doch eine Herausforderung für die LUGS oder ch/open: Propagiert 
einen "LUGS-certified system engineer" für Linux! Das würde Linux mehr 
helfen, als advocacy-threads im usenet.

-stef
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From: Stefan Werner <009wcqf02@sneakemail.com>
Newsgroups: ch.comp.os.linux
Subject: Re: Drucken via CUPS
Date: Tue, 15 Jan 2008 07:18:46 +0100
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