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Article #564Re: Drucken via CUPS
From: Stefan Werner
Date: Tue, 15 Jan 2008 06:18
Date: Tue, 15 Jan 2008 06:18
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Markus Grob schrieb: >> Im Übrigen ist der Xerox Phaser 6120, mit dem ich die in diesem Thread >> beschriebenen Probleme hatte, sowohl beim Hersteller, als auch bei >> linuxprinting.org als Linux-geeignet gelistet. > > Nun, was klappt dann nicht? Nun, das was ich weiter oben beschrieben habe, und auf das Du auch schon geantwortet hast. Ich glaube Dir ja durchaus, dass man die Probleme "irgendwo in den Treibereinstellungen", oder notfalls eben mit einem C-Compiler in den Griff bekommen könnte, aber auch das ist halt eine Frage der Oekonomie: Wenn ich >10 Stunden brauche, um den Drucker unter Linux zum selben Resultat zu bringen, das er unter Windows "out of the box" bringt, dann finde ich nicht, dass es -zumindest im Geschäftsumfeld- Sinn macht, Linux mit diesem Drucker einzusetzen. Denn wie gesagt: Der Drucker ist ja nur eins der Probleme, die man lösen muss, wenn man Linux auf dem Desktop einsetzt. Von meinen mehrfachen Versuchen, dies zu tun, sind mir z.B. folgende noch in Erinnerung: - DieVMWare-Kernelmodule müssen neu kompiliert werden, und das nach jedem Systemupdate, das einen Teil des Kernels betrifft. Und manchmal geht dabei etwas schief, und VMWare will nicht kompilieren. Dann steht die Arbeit erst mal still.... Unter Windows läuft VMWare dagegen nach jedem Update ohne Änderung weiter. - Die WLan-Karte (und nichtmal jede, die ich einsetze) läuft nur mit NDISWrapper. Auch hier kann es passieren, dass nach einem System-Update gar nichts mehr läuft. Und weil man dann keinen Internet Zugriff mehr hat, kann man auch nicht so schnell Hilfe suchen. Und schlimmer noch: Es gelang mir nicht, WPA zu aktivieren (Ubuntu 6.10). Vermutlich ginge auch das "irgendwo in den Treibern", aber nach mehreren verlorenen Stunden habe ich damals frustriert aufgegeben und wieder Windows 2000 installiert. - Der Labeldrucker, welcher am USB-Port angeschlossen ist, liefert keinen brauchbaren Ausdruck - Der Scanner funktioniert nicht bzw. nicht mit allen Auflösungen. Nochmal: Ich habe sicher nichts gegen Linux, im Gegenteil. Und auf dem Server habe ich auch keinerlei Probleme damit. Dort laufen sogar SUSe, Ubuntu und Kubuntu einträchtig nebeneinander in VM's, jede mit ihren soezifischen Aufgaben. Aber auf dem Desktop ist Linux meines Erachtens immer noch für den Normalanwender nur in einfachen Standardumgebungen brauchbar. Das hingegen geht sehr gut: Die neueren Ubuntu-Distros installieren sich problemlos wie von selbst. Erst wenn man etwas einbinden will, das nicht von vornherein vorgesehen war, beginnen die Probleme... Und echte Linux-Kenner, die einem das System einrichten könnten, findet man auch für Geld und gute Worte nicht ohne Weiteres. Ich habe es einmal versucht: Der Typ verlangte 150.- pro Stunde und es stellte sich dann heraus, dass er eher weniger von Linux verstand, als ich selber. Hingegen ist es relativ leicht, bei einem Windows-Problem einen "Microsoft certified system engineer" zu finden, der wirklich etwas vom System versteht. Das sind Punkte, die im Geschäftsumfeld wichtig sind, und die den Sympathiebonus von Linux zur Zeit noch aufwiegen. So gesehen wäre das, was Linux am ehesten voranbringen würde, vermulich ein Ausbildungsstandard mit einem Zertifikat, das einem zeigt, dass jemand wirklich etwas von Linux versteht. Das wäre doch eine Herausforderung für die LUGS oder ch/open: Propagiert einen "LUGS-certified system engineer" für Linux! Das würde Linux mehr helfen, als advocacy-threads im usenet. -stef
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