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Article #246Re: OT - Frittierte Coca Cola
From: Joerg Lorenz
Date: Sun, 18 Sep 2011 19:54
Date: Sun, 18 Sep 2011 19:54
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Am 18.09.11 16:04, schrieb Melanie Sands: > Danke für die Unterstützung, Andreas. > > Der Joerg der mag mich eh nicht. Da ich den Joerg nicht > kenne, weiss ich nicht, ob ich ihn mögen würde, oder nicht. > Wäre ich nicht verheiratet, würde ich mich mit dieser Frage > eventuell auseinandersetzen. Ich habe mich nur erdreistet, Dich zu fragen, was der politische Inhalt Deines Postings in ch.soc.politics war. Das war und ist mir nicht klar. > Obwohl, da der Joerg sehr weit weg wohnt von mir, wahrscheinlich > nicht. > So eine Long-Distance-Relationship Luzern-Zürich oder Luzern-Basel > würde sowieso nie funktionieren. Ausserdem würde ich nie wissen, > ob ich ihn Joerg oder Lorenz nennen sollte. Besonders in intimen > Momenten würde dieses Zögern meinerseits, seinen Namen auszusprechen, > die Atmosphäre erheblich belasten. Call me *JLo*! Ich mag emotionale Frauen. Bin mit einer seit 28 Jahren glücklich verheiratet. > Das Problem mit den Nahrungsmitteln und die Gewichtszunahme > heutzutage ist: > > 1) > Obwohl unsere Vorfahren vor 100 Jahren doppelt so viele > Kalorien konsumierten wie wir, haben sie sich auch mehr > bewegt - die Arbeit war körperlicher, man ging mehr zu > Fuss - und Kinder hatten auch mehr Platz zum spielen - > ausser natürlich in den Grossstädten. > Heute ist alles verbaut und versaut, und man würde noch > zum Klo das Auto nehmen wenn man könnte. > Trotz der Mehrbewegung unserer Vorfahren, starben sie auch > früher. Sagt man. > > 2.) > Lebensmittelbeschaffung war nicht so einfach wie heute, > und nicht so billig. Man ging vom Laden zum Laden und > nicht in den Billigdiscounter, wo man in Trance gerät > und im Kaufrausch lauter Unsinn mit nach Hause nimmt. > > 3.) > Es wurde richtig gekocht. Den Kuchen musste man zuerst backen, > die "Fertigsauce" zuerst selber machen. Man kochte "from > scratch" - also von Anfang an, und da gab es keinen versteckten > Salz in der Schokolade, und nicht überall Zucker drin, und > auch nicht E212 und E114 und E-ichweissnichtwas und Palmöl > und ungesunde Sonnenblumenöl und Abfallfette und Frotschutzmittel > etc. > > 4.) > Man ist/isst nicht mehr genügsam. Jeder 4. hat zwar Schilddrüsen- > probleme, wie ich auch, und das führt zu Geichtszunahme, aber > ganz abgesehen davon, die Mengen die ich verschlinge können > niemals verbraucht werden - und ich arbeite sehr viel auch > körperlich. > Die Industrie ist nicht daran interessiert, dass wir weniger > essen und deshalb weniger kaufen. 2-für-1 und 50%-mehr-Inhalt > und alles im Sechserpack - das kurbelt die Wirtschaft an und > wir futtern uns brav und gehorsam durch Berge von Nahrungsmitteln > bis wir platzen. Genügsamkeit bremst die Wirtschaft, und drum > ist es nicht mehr modern. > > 5.) > Es wird alles überbaut und eingezäunt, und nirgendswo kann > man durch 'ne Wiese laufen, ohne dass der Bauer mit der > Schrotflinte kommt, oder jemand meckert, dass sei Privatland, > alles Land wird zu-zementiert - zur Bewegung muss man ins > Fitnessstudio gehen - ist doch alles krank. > > 6.) > Das Sozialleben besteht nicht aus sich treffen und spazieren, > sich treffen und Mini-Golf spielen gehen, sich treffen und > im Wald rumlaufen, sich treffen und tanzen gehen - > nein, es besteht aus: > > sich treffen und rumsitzen und essen > sich treffen und rumsitzen und trinken > sich treffen und ins Auto sitzen und rumfahren > um dann zu essen und zu trinken. > > So, jetzt noch schnell ein paar Salamettlis verdrückt, > dann wieder an die Arbeit... Bei eigentlich allem kann ich Dir zustimmen. Ich finde es schon einen enormen Erkenntnisgewinn, wenn wir kapieren, dass wir nur noch *Wirtschaftssubjekte* sind. Da können wir in den meisten Fällen etwas dagegen tun: Zum Beispiel wirklich hochwertiges slow food kochen und dabei eine interessante Diskussion mit Freunden haben. > > Melanie Grüässli nach LU, Jörg -- http://www.albasani.net/index.html.de Ein freier und kostenloser Server fr Usenet/NetNews (NNTP)
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