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Article #67Poesie-Meister, Runde 58.59
From: Guenter Gehl
Date: Sun, 20 Feb 2000 00:00
Date: Sun, 20 Feb 2000 00:00
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********** Poesie-Meister (Runde 58/59) **********
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** PREISRUNDE PREISRUNDE PREISRUNDE PREISRUNDE PREISRUNDE **
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********** Einsendeschluss: 24. Maerz 2000 **********
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Liebe Mitspieler,
was lange maehrt ;-> wird gut, heisst es und es ist gut geworden.
Wir machen naemlich diesmal eine kleine Preisrunde. Es hat sich ein
edler Spender gefunden, der einen Siegespreis sponsert.
Der Preis ist - stilecht fuer diesen Wettbewerb - ein kleiner aber
feiner Gedichtband, der unter anderem auch eigene Werke unseres
Spenders enthaelt. Es waere nicht schlecht, wenn sich derartige
Ueberraschungen haeufen wuerden :-)))
Ich hoffe, die Vorgabe, die ich ausgewaehlt habe, ist dem Anlass
ausreichend wuerdig und kompliziert genug, eine Herausforderung
dazustellen.
Noch mal zur Verdeutlichung der Regeln fuer Neueinsteiger.
Die Preisrunde ist Runde 59! Fuer diese Preisrunde muessen jetzt
Fortsetzungen eingereicht werden. Den Preis gibt es nicht fuer
die parallel anstehenden Tips zur 58. Runde.
Bezueglich dieser Tips kann man eigentlich nur sagen, dass ihr das
Reimlexikon gruendlich abgearbeitet habt.
Insgesamt koennte man die Fortsetzugen wohl komprimiert in folgende
Universalfortsetzung fassen:
Ich schreib so verschluesselt und so verwirrt,
verschlinge die Saetze zu seltsamen Schleifen.
Wenn der Wirt inspiriert sich erst verirrt haben wird,
dann kann er die reifenden Streifen beim pfeifenden Kneifen begreifen.
;-)))))
Viele interessante Analysen und lustige Kommentare
wuenscht Guenter
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********** Poesie-Meister: Einsendungen Runde 58 **********
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Vorgabe:
Ich schreib so verschluesselt und so verwirrt,
verschlinge die Saetze zu seltsamen Schleifen.
Fortsetzungen:
(1)
Da hat sich beim Lesen schon mancher geirrt
und dachte, er koenne die Texte begreifen.
(2)
Das ist weil im Deutschen die Verben erst reifen,
bevor sie den Leser mit Erkenntnis streifen.
(3)
Der Anfang vom Ende die Mitte gebiert,
llinguistisch gefangen im Moebiusschen Streifen.
(4)
Doch wenn sich der Leser beim Deuten irrt,
kann ich mir nur muehsam ein Lachen verkneifen.
(5)
Du hast dich bestimmt in der Zeile geirrt,
drum kann auch keiner dein Stammeln begreifen.
(6)
Ein flatternder Falter mit gelblichen Streifen
hat sich in der Daemmrung ans Fenster verirrt.
(7)
Glaub kaum, dass aus mir noch was Richtiges wird.
(Wenn Mutter dies moechte doch nur begreifen!)
(8)
Ich hab mich im Wirrwarr der Silben verirrt,
den Sinn meiner Verse kann keiner begreifen.
(9)
Ich hab mich in meinen Gedanken verirrt
und schreib ich dies nieder, wer soll es begreifen?
(10)
Ich schreibe und denke - mal sehn, was draus wird.
Und kann das Geschriebne meist selbst nicht begreifen.
(11)
Ich hab schon viel Uebung und bin sehr versiert
darin, mit den Worten die Sonne zu streifen.
(12)
Nun bin ich schon lange durchs Dunkel geirrt,
wes' Brot, wem ich lauschte ist schwer zu begreifen.
(13)
Ob Alkohol schuld ist, frag ich den Wirt,
der nickt mit dem Kopf, ich kann's nicht begreifen!
(14)
Schon manches Mal hab ich selbst mich verirrt
im Dickicht der Worte. Wird sie es begreifen?
(15)
Schon wieder hab ich mit dem Reim mich geirrt,
ich glaube, das Versmass muss auch erst noch reifen.
(16)
So da� nur die, welche diesen Text begreifen,
nur der mein Denken auch verstehen wird.
(17)
umnachtet,erdichtet, zerdichtet, verwirrt
ich chiffriere die Strophen bis sie einst reifen.
(18)
Verbiege die Worte so lang bis sie kneifen,
entlocke mir Silben bis alles brilliert.
(19)
Verdrehe die Worte, weiss nicht was noch wird,
wie sollte ein Mensch auch dies alles begreifen.
(20)
Von alters her heisst es: wer suchet, der irrt;
ich moechte die Feder mit Klarheit ergreifen!
(21)
Von Moebius bin ich schon lang inspiriert,
kanns hinterher selbst oft nicht richtig begreifen.
(22)
Wer denkt, ich bin voll, der hat sich geirrt,
mein Stueck wird jeder Gassenjunge bald pfeifen.
(23)
Wer kann die Bedeutung des ganzen begreifen,
am End die Frage: Goethe nur geirrt?
(24)
Weiss nicht, was meinen Verstand so durchschwirrt, -
sollt ich am Ende die Flucht ergreifen?
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ausser Konkurenz:
Hat sich der Programmierer da nicht geirrt?
Der Pointer wird sicher ins Leere wohl greifen!
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********** Poesie-Meister: Vorgabe Runde 59 **********
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Vorgabe:
Von seinen Schultern faellt, als er sich wendet,
ein Weltall und versinkt in einer Pfuetze.
Die Anzahl der geforderten Fortsetzungszeilen ist diesmal 2.
------------------------ CUT HERE (BEGIN) ------------------------
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********** Teilnahmeformular Poesie-Meister **********
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Bitte bis zum 24.03.2000 einsenden an:
gg@eris.in-chemnitz.de
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Name :
Pseudonym (optional):
E-Mail :
************ Poesie-Meister Runde 58 *****************************
Ich tippe auf Fortsetzung Nr. ___
Einen Sonderpunkt vergebe ich an Fortsetzung Nr. ___ (*)
Meinungen und Kommentare:
(*) die Vergabe von Sonderpunkten ist freiwillig, bei Verzicht
kann man jedoch auch selbst keinen Sonderpunkt erhalten
************ Poesie-Meister Runde 59 *****************************
Vorgabe:
Von seinen Schultern faellt, als er sich wendet,
ein Weltall und versinkt in einer Pfuetze.
Meine Fortsetzung (2 Zeilen) lautet:
...
------------------------ CUT HERE (END) ------------------------
--
Guenter Gehl
Technical Details
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