Thread View: chemnitz.freizeit
1 messages
1 total messages
Started by Guenter Gehl
Sun, 25 Nov 2001 19:54
Poesie-Meiser, Runde 71-72
Author: Guenter Gehl
Date: Sun, 25 Nov 2001 19:54
Date: Sun, 25 Nov 2001 19:54
245 lines
8420 bytes
8420 bytes
******************************************************************
********** Poesie-Meister (Runde 71/72) **********
** **
********** Einsendeschluss: 28. Dezember 2001 **********
** **
******************************************************************
******************************************************************
Liebe Mitspieler,
hier kommen nun die Einsendungen zur besinnlichen Runde.
Die Vorgabe war sehr einfach und ich denke, dass es diesmal hinreichend
viele Punkte zu ernten gibt. Nehmt es als Weihnachtsgeschenk.
Da ihr aber in der Weihnachtszeit sicher viel Zeit fuer Poesie uebrig
habt ;-), so moechte ich den Schwierigkeitsgrad fuer die naechste Runde
doch wieder steigern und gebe als Vorgabe diesmal ein Gedicht in freien
Rhythmen. In der Poesie-Meister-Runde von Alexander, in der ich
mitspiele,
habe ich mich an solche Vorgaben auch gewoehnen muessen :-))). Es geht
also.
Und es ist schon sehr reizvoll, sich mit einer derartigen Konstruktion
auseinandersetzen zu muessen. Ich denke auch, dass inhaltlich hier
interessante Einsendungen zu erwarten sind.
Viel Spass
wuenscht Guenter
******************************************************************
********** Poesie-Meister: Einsendungen Runde 71 **********
******************************************************************
Vorgabe:
Das ist das Lied vom Voelkerfrieden
und von der Menschheit letztem Glueck,
von goldner Zeit, die einst hienieden,
der Traum als Wahrheit, kehrt zurueck;
Fortsetzungen:
(1)
dann schweigen endlich die Kanonen,
den Saebel adelt Rost statt Blut
und weil sich Kriege nicht mehr lohnen
geht es nun allen Menschen gut..
(2)
Dann stehen Mensch und Mensch zusammen
vor Gottes heilgem Angesicht
und er kennt jedermann mit Namen
und alle, alle schaun das Licht.
(3)
Das ist das Lied der Naechstenliebe
und von dem Klang, dem stillen Licht,
erwachen neue Lebenstriebe,
Vergleichbares, das findst du nicht;
(4)
das ist das Lied vom Voelkerfrieden,
vom Streit gegen Knechtschaft und Krieg,
der einig Voelker, die gegen ihre Herren
erstreiten der Zukunft Sieg.
(5)
denn nur im Frieden kann voll reifen,
was jeder Mensch fuer sich erstrebt,
dann laesst sich auch das Glueck begreifen,
das stets mit in der Hoffnung lebt.
(6)
Der Traum als Alptraum, ploetzlich schreckt
aus tiefem Schlaf der Traeumer auf, sieht hin,
wie ihm das Schicksal nun die Zaehne bleckt-
Frieden, so fahr dahin, wo ich einst gewesen bin.
(7)
Der Traum ist aus, ist ausgegangen,
ausgeblasen von neuem Krieg.
zum Ende kaempfend, lebend gelangen,
ohne Traum und ohne Sieg.
(8)
die Nachbarn friedlich beieinander
in gluecksbeseelter Zweisamkeit;
kein Hass, kein Unrecht voreinander,
Vision von einer bessren Zeit.
(9)
doch werden wir sie nicht erleben
in dieser irdisch irren Welt,
denn statt vereint danach zu streben,
begehren wir nur Macht und Geld.
(10)
Es ist das Lied vom Beeinander,
Zusammenstehen gegen Hass und Krieg,
von Tagen friedlich Miteinander,
wo man nicht toetet sondern liebt.
(11)
es war einmal - ist fromme Sage:
wohl dem, der heut noch daran glaubt.
Der Krieg bleibt Menschheit ewge Plage,
die Taube ausgestopft verstaubt.
(12)
Gesungen wird es von den Freien
die sich geloest von Sklaverei
und auf des Herrschers Knute speien
zum Ende seiner Tyrannei
(13)
Jenen Traum der stets die Wahrheit war,
findet man nur in der Liebe allein,
das erkennt heute ein jeder ganz klar,
und sollte Ziel der ganzen Menschheit sein.
(14)
Kofi Annan war einer der Weisen,
der mit den Baerten zu Tische sass.
Der Anspruch, das Streben herumzureisen,
aber auf das Leben er ganz vergass.
(15)
Lasst uns das Glueck, das wir verloren,
den Odem der Vergangenheit
neu atmen - wieder neu geboren
ist dann die laengst vergangne Zeit!
(16)
Und Einigkeit herrscht zwischen allen,
die Sprache, Glaube, Rasse trennt.
Ihr sagt, das wuerde euch gefallen?
Tja, Pech. Das Paradies habt ihr verpennt.
(17)
verwirklicht ihn, reicht euch die Haende,
verliert die Angst vor fremdem Tun.
Was wir begonnen, fuehrt zu Ende,
dann werden bald die Waffen ruhn.
(18)
was wir in Babylon verloren,
seither ein Volk dem andern feind,
durch Zamenhof ward neu geboren
das Wort, das alle Welt vereint.
(19)
wir wollen es dem Heute singen,
das diesen Traum nur traeumen kann,
dem Morgen werden wir's erringen,
das Menschheitsglueck fuer jedermann.
(20)
wo einig alle Voelker beten
zu einen Koenig, Gott und Hirt:
Von jenem Tag, wo den Propheten
ihr leuchtend Recht gesprochen wird.
(21)
Wo Flugzeuge als Bomben dienen
und vom Vergeltungskrieg man spricht:
(selbst etliche PazifistInnen!)
da ist der Friede nicht in Sicht.
(22)
Wo sehnend Hoffnung wird geboren,
an Friedens reicher Brust gestillt,
von einig Voelkern auserkoren
stuerzt sie hinab das Goetzenbild;
(23)
wo sich die Menschen kaempfend messen
nur auf dem Rund der Aschenbahn,
den Sinn des Wortes Krieg vergessen,
man sich erhebt ueber vergangnen Wahn.
(24)
Zusammenklang von hundert Sprachen,
in Harmonie mit Gottes Wort,
wo gestern Bruderbande brachen,
wird morgen aller Menschen Hort.
******************************************************************
********** Poesie-Meister: Vorgabe Runde 72 **********
******************************************************************
Vorgabe:
Die Farbe der Waende liess ich
Erneuern. Stuehle stellte ich auf. Worte
Setzte ich aneinander, so dass sie
Mehr wurden als Worte und
Auf Grund der freien Rhythmik moechte ich die Zahl der
Fortsetzungszeilen
nicht fest limitieren. Ich wuerde als Obergrenze jedoch trotzdem 4
Zeilen
sehen.
------------------------ CUT HERE (BEGIN) ------------------------
******************************************************************
********** Teilnahmeformular Poesie-Meister **********
******************************************************************
Bitte bis zum 28.12.2001 einsenden an:
gg@eris.in-chemnitz.de
******************************************************************
Name :
Pseudonym (optional):
E-Mail :
************ Poesie-Meister Runde 71 *****************************
Ich tippe auf Fortsetzung Nr. __
Einen Sonderpunkt vergebe ich an Fortsetzung Nr. __ (*)
(*) die Vergabe von Sonderpunkten ist freiwillig, bei Verzicht
kann man jedoch auch selbst keinen Sonderpunkt erhalten
Meinungen und Kommentare:
...
************ Poesie-Meister Runde 72 *****************************
Vorgabe:
Die Farbe der Waende liess ich
Erneuern. Stuehle stellte ich auf. Worte
Setzte ich aneinander, so dass sie
Mehr wurden als Worte und
Meine Fortsetzung (max. 4 Zeilen) lautet:
...
------------------------ CUT HERE (END) ------------------------
--
Guenter Gehl
Thread Navigation
This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.
Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.
Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.
Back to All Threads