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1 total messages Started by Guenter Gehl Sun, 16 Sep 2001 18:04
Poesie-Meister, Runde 70-71
#95
Author: Guenter Gehl
Date: Sun, 16 Sep 2001 18:04
193 lines
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**********      Poesie-Meister  (Runde 70/71)           **********
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**********      Einsendeschluss:  19. Oktober 2001      **********
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Liebe Mitspieler,

hier kommen nun die Einsendungen der oekonomischen Runde.

Es sind diesmal 24 Fortsetzungen, die zur Auswahl stehen. Viele
davon wirken ziemlich depressiv. In Anbetracht der wirtschaftlichen
Entwicklung in der Welt sicher verstaendlich.
Nun ja, aber welche wird wohl die Originalfortsetzung sein? Ist
sie auch eher negativ, oder gewinnt sie den Worten des Direktors
einen positiven Aspekt ab? Da bin ich auf die Analysen gespannt.

Eine Vorgabe fuer die naechste Runde ist in Anbetracht der 
gegenwaertigen Entwicklung in der Welt gar nicht so einfach zu finden. 
Eine heitere Aufgabe wuerde doch deplaziert sein und so habe ich halt 
ein altes, aber sehr aktuelles Gedicht ausgewaehlt.

interessante Analysen und besinnliche Einsendungen
wuenscht Guenter

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**********      Poesie-Meister: Einsendungen Runde 70   **********
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Vorgabe:

  "Die Zeit ist sehr kostbar, denkt stets oekonomisch!"
  sprach der Direktor. Mein Gott, war der komisch!

Fortsetzungen:

(1)
  Dabei hat er recht: die Zeit ist ein kostbares Gut.
  Bloss dass grad er sie uns raubt,  dat macht mir Wut!

(2)
  Dann schlug er die Tuer zu, griff eine Zigarre
  trank Wisky mit Soda, fuhr fort mit der Karre!

(3)
  Das Leben ist kostbar!  Wer sein bisschen Zeit
  an die Wirtschaft verschwendet, der denkt nicht gescheit!

(4)
  Denn bevor er den Sermon auch nur beendet,
  war es offensichtlich, dass e r Zeit verschwendet;

(5)
  Denn kaum war er draussen, als waer nichts gewesen,
  machten wir weiter mit quatschen und lesen.

(6)
  Denn schwitzend, dreizentnerschwer, wirkte  er wie
  die  Parodie seiner Oekonomie.

(7)
  Den Plan hat an diesem Tag keiner gebracht,
  doch das Wissen darum hat uns staerker gemacht.

(8)
  Der entliess von sieben Arbeitern drei,
  schickte drei in die Rente. Und lachte dabei.

(9)
  Der hatte doch nie Zeit, kam nicht οΏ½mal zum Putzen.
  Nur der, der sich Zeit nimmt,der kann sie auch nutzen.

(10)
  Der Mensch mueht sich immer der Zeit nachzujagen,
  sie erst einzufangen und dann totzuschlagen

(11)
  Die daemlichen Sprueche, die fette Zigarre -
  oft wuenschte ich mir in der Hand eine Knarre!

(12)
  Die Sorge ist grundlos, die kann er sich schenken -
  wir sind gewohnt, aeusserst sparsam zu denken.

(13)
  Doch als wir mehr Geld wollten, hat er verkuendet:
  "Das hat viel Zeit, oekonomisch begruendet!"

(14)
  Entgegen Gesagtem folgten nicht enden wollende Reden
  und mit erhobenem Finger sprach dann noch Frau von Seden.

(15)
  Er nahm seinen Hut und ward nicht mehr gesehen;
  das konnt' in der Firma ein jeder verstehen...

(16)
  Er paffte Havanna und grinste sehr breit.
  Dann krachte die Boerse und jetzt hat er Zeit.

(17)
  Er warnte mit Strenge, sie nicht zu vergeuden.
  "Nie mehr!" rief ich und kuendigte mit Freuden.

(18)
  Ganz schnell soll es fertig sein, moeglichst schon morgen.
  Wir haben allerdings andere Sorgen!

(19)
  Hat selber den ganzen Tag nichts zu tun,
  und erlaubt keinem Andern ein wenig zu ruhn.

(20)
  Ich kann doch die Zeit nicht mit Denken verbringen!
  Es soll mir doch auch noch die Arbeit gelingen!

(21)
  In der Zeit, in der wir hier zuhoer'n und sitzen,
  da koennten wir doch am Arbeitsplatz schwitzen!

(22)
  Jetzt leb ich in Palma, denk oft lachend zurueck.
  Es gibt eben mehr als nur eine Art Glueck!

(23)
  Und seine Gemahlin - die Sufragette -
  hing ihm am Rocksaum wie eine Klette.

(24)
  Wenn nach dem Diktat wir's am Chefschreibtisch trieben
  sind solche Belehrungen stets unterblieben.



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**********      Poesie-Meister: Vorgabe Runde   71      **********
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Vorgabe:

    Das ist das Lied vom Voelkerfrieden
    und von der Menschheit letztem Glueck,
    von goldner Zeit, die einst hienieden,
    der Traum als Wahrheit, kehrt zurueck;

 Es sind diesmal 4 Fortsetzungszeilen gefordert.

                           // "hienieden" ist kein Tippfehler

------------------------ CUT HERE (BEGIN) ------------------------

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**********       Teilnahmeformular Poesie-Meister       **********
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Bitte bis zum 19.10.2001  einsenden an:
                                            gg@eris.in-chemnitz.de

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Pseudonym (optional):
E-Mail              :
************ Poesie-Meister Runde 70 *****************************

Ich tippe auf Fortsetzung Nr. __
Einen Sonderpunkt vergebe ich an Fortsetzung Nr. __     (*)

(*) die Vergabe von Sonderpunkten ist freiwillig, bei Verzicht
    kann man jedoch auch selbst keinen Sonderpunkt erhalten

Meinungen und Kommentare:

 ...

************ Poesie-Meister Runde 71 *****************************

Vorgabe:

    Das ist das Lied vom Voelkerfrieden
    und von der Menschheit letztem Glueck,
    von goldner Zeit, die einst hienieden,
    der Traum als Wahrheit, kehrt zurueck;

                           // "hienieden" ist kein Tippfehler

Meine Fortsetzung (4 Zeilen) lautet:

 ...

------------------------ CUT HERE (END) ------------------------
-- 
Guenter Gehl
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