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1 total messages Started by Uwe Kerkow Fri, 12 Dec 1997 00:00
ITVA altlasten news 6/97
#34
Author: Uwe Kerkow
Date: Fri, 12 Dec 1997 00:00
454 lines
27845 bytes
Fl�chenverbrauch weiterhin Schwerpunkt des Bundesumweltministeriums
Im n�chsten Fr�hjahr will das Bundesministerium f�r Umwelt, Naturschutz  
und Reaktorsicherheit erneut Schwerpunkte f�r seine Arbeit setzen. Hierf�r  
sind der Kohlendioxid-Aussto�, der Naturhaushalt und weiterhin der  
Fl�chenverbrauch vorgesehen. Dies gab Umweltministerin Angela Merkel auf  
einer Mitgliederbegegnung der Arbeitsgemeinschaft f�r Umweltfragen in Bonn  
bekannt.
        Dabei, so betonte Merkel, m��ten Absprachen �ber den  
Bodenverbrauch flexibel geregelt werden. Dies verlange nicht nur die  
G�terabw�gung zwischen den verschiedenen Umweltmedien. Auch sei es weder  
n�tzlich noch m�glich, den Fl�chenverbrauch in der Bundesrepublik so zu  
reglementieren, wie es etwa bei den Immissionen von Luftschadstoffen  
geschehen sei. Derzeit sei man jedoch beim Bodenrecycling weit vom Ziel  
der Nachhaltigkeit entfernt.
                Schon bei der Verabschiedung des Programms ,Forschung f�r  
die Umwelt" durch das Bundeskabinett hatte die Ministerin eine  
,Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Fl�chenverbrauch" gefordert. Die  
Umweltforschung m�sse Konzepte erarbeiten, damit bei der Stadt- und  
Industrieplanung m�glichst wenig Boden verbraucht werde. Konkret gef�rdert  
wird durch das Programm die Erforschung der Rekultivierung von  
Tagebaulandschaften und des Einsatzes gentechnischer Verfahren bei der  
Sanierung von Altlasten.


Mobiler SAFIRA-Dekontaminationsreaktor geht in Betrieb
SAFIRA - das Projekt ,Sanierungsforschung in regional kontaminierten  
Aquiferen" wird noch in diesem Jahr einen mobilen Reaktor zur Entgiftung  
von Grundwasser in Betrieb nehmen. Dies best�tigte das  
Umweltforschungszentrum Leipzig auf Anfrage. Das Forschungsprojekt dient  
dazu, neue, passive in-situ-Verfahren zur Sanierung von Grundwasser zu  
entwickeln.
        Als Modellstandort f�r die Untersuchungen wurde die Region  
Bitterfeld ausgew�hlt. Hier ist Grundwasser auf einer Fl�che von 25  
Quadratkilometern mit einem gesch�tzten Volumen von 200 Millionen  
Kubikmetern zum Teil erheblich belastet. Es mu� daher als eigenst�ndiger  
Schadensherd betrachtet werden. Stofflich handelt es sich meist um Chlor- 
Kohlenwasserstoff-Kontaminationen (CKW) und hier besonders um chlorierte  
Aliphate und Benzole.
                Nach umfangreichen Laboruntersuchungen wurde nun der  
mobile Testreaktor ,Pollux" in Betrieb genommen. In dem Anh�nger sind f�nf  
parallel geschaltete S�ulen installiert, durch die das kontaminierte  
Grundwasser gepumpt wird. Neben einer Referenzs�ule, die mit dem  
nat�rlichen Untergrundmaterial gef�llt wird, sind vier weitere S�ulen  
installiert, in denen chemische, elektrochemische, mikrobiologische und  
physikochemische Reinigungsverfahren auf ihre Effizienz hin untersucht  
werden. Bevor das Wasser Pollux wieder verl��t wird es noch mittels eines  
Aktivkohlefilters gereinigt.
                        Sollte sich bei einem der Verfahren herausstellen,  
da� es nicht die Erwartungen der Wissenschaftler erf�llt, wird es nicht in  
die unterirdische in-situ-Pilotanlage eingebaut werden, die im Laufe des  
n�chsten Jahres errichtet werden soll. Bei solchen passiven in situ  
Reinigungsverfahren besteht die entscheidende technische Restriktion  
darin, da� die reaktiven Bereiche einer derartigen Technologie  
wasserdurchl�ssiger sein m�ssen als der umliegende Untergrund. Das  
Grundwasser w�rde das Bauwerk sonst umstr�men.
                        N�here Ausk�nfte (auch zu den Ergebnissen der  
Vorstudien) beim
                        Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle;
                        Permoserstr.15, 04318 Leipzig;
                        Tel.: 0341 / 235-2278;
                        Fax: 0341 / 235-2791


Neue M�glichkeiten durch Isotopensignaturen und Biomarker
In der Praxis stellt sich h�ufig das Problem, da� eine Kontamination von  
Boden oder Grundwasser nicht mit ausreichender Sicherheit zugeordnet  
werden kann. Oft l��t sich ein mutma�licher Verursacher oder der Zeitraum  
in dem der Schaden entstand, kaum ermitteln. Das Ingenieurb�ro UW- 
Umweltwirtschaft hat erfolgreich zwei Methoden f�r die L�sung solcher  
Probleme im Altlastenbereich adaptiert. Abhilfe verspricht hier die  
Untersuchung der Isotopensignaturen oder von Biomarkern einer  
Schadensquelle.
        Beide Methoden beruhen darauf, da� alle nat�rlich vorkommenden  
Stoffe mit ,Fingerabdr�cken" ausgestattet sind. So besitzt jedes nat�rlich  
vorkommende Erz Spuren einer typischen Beimischung von Isotopen - meist  
auch desselben chemischen Elementes. Diese Beimischung geht bei der  
Verh�ttung nicht verloren. Mit Hilfe derartiger Isotopenmuster lie� sich  
beispielsweise industriell hergestellter Munitionsschrot anhand einzelner  
Schrotk�rner verschiedenen Herstellern zuordnen.
                Auch die verschiedenen Mineral�lvorkommen tragen typische  
Spuren sogenannter Biomarker. UW konnte aufgrund der unterschiedlichen  
Fingerprints von Nordsee�l und kuwaitischem Erd�l den Verursacher einer  
Mineral�lkontamination eindeutig bestimmen. Auf dem Betriebsgel�nde war  
bis 1980 Nordsee�l raffiniert worden, w�hrend der heutige Nutzer  
kuwaitisches Erd�l zu synthetischen �len veredelt.
                Informationen bei:
                UW-Umweltwirtschaft GmbH;
                Friolzheimer Str.3, 70499 Stuttgart;
                Tel.: 0711/98978-0,
                Fax: 0711/98978-100


Projekt D�nnaue: Zuschlag f�r Dyckerhoff und Widmann
Bitte ungef�hr eine halbe Spalte resevieren -
Nachricht wird Ende Oktober nachgeliefert


Rekord mit Berstlining-Verfahren
Einen neuen Rekord in der grabenlosen Sanierung von Sickerwasserdrainagen  
f�r Deponien erreichte die bds-Boden- und Deponie-Sanierungs GmbH unter  
einem Sanierungsobjekt in Kaufbeuren. Mittels des Berstlining-Verfahrens  
wurde 15 Meter unter der Deponieoberfl�che eine alte Steinzeugleitung in  
geschlossener Bauweise durch einen 190 Meter langen PEHD-Rohrstrang  
ersetzt. Dabei wurde die alte Leitung (DN 150) in einem kontinuierlichen  
Arbeitsgang zertr�mmert, der Rohrdurchmesser um 50 Prozent erweitert und  
die neue 225er Leitung (PN 12,5) eingezogen.
        Bei dem Berstlining-Verfahren wird eine Start- und eine Zielgrube  
bis auf die Deponiesohle abgeteuft. Dann k�nnen die Berstrakete und neue  
Leitungsstr�nge mit mit Hilfe einer Seilverbindung durch die alte  
Rohrleitung gezogen werden. Nur an diesen Gruben sind Arbeiten im M�ll -  
unter den daf�r vorgeschriebenen Sicherheitsma�nahmen - n�tig.
                Treffend beschreibt das Unternehmen in einer  
Pressemitteilung den wichtigsten Erfolg von Kaufbeuren: ,Der Rekord ist  
nahezu unbemerkt geblieben. Keine L�rmbel�stigung, keine  
Geruchsemmissionen, geringster Baustellenverkehr und - abgesehen von den  
Besuchern - sehr wenig Personal auf der Baustelle."
                Informationen bei:
                bds-Boden- und Deponie-Sanierungs GmbH;
                Carl-Zeiss-Ring 13, 85731 Ismaning;
                Tel.: 089/962421-0,
                Fax: 089/962421-40


Drei neue Verfahren von BAUER und MOURIK UMWELTTECHNIK - Gaswerk Worms mit  
,MIP-Verfahren" erfolgreich saniert
Gleich drei neue Verfahren hat die BAUER und MOURIK UMWELTTECHNIK in  
j�ngster Zeit auf den Markt gebracht:
- Zur Reinigung von kontaminiertem Grundwasser und belasteter Bodenluft  
aus Altlasten die durch Mineral�lkohlenwasserstoffe (MKW) oder aromatische  
Kohlenwasserstoffe (AKW) verschmutzt sind, dient das ,Kombirek-Verfahren":  
Das gef�rderte Grundwasser und die abgesaugte Luft werden dabei in einem  
Bioreaktor simultan gereinigt. Erstmals eingesetzt wird dieses Verfahren  
auf dem milit�rischen Teil des Frankfurter Flughafens.
- Um kleine Sch�den durch Leichtphasen aus dem Grundwasser zu entfernen  
(Diesel, Heiz�l, Kerosin) wurde der ,PipeBoy" entwickelt. Er entspricht im  
wesentlichen dem gr��eren ,PipeMan", ist aber auch noch bei Pegeln von nur  
zwei Zoll einsetzbar.
- Um Schadstoffe in Aushubmaterialien zu immobilisieren, setzt die BAUER  
und MOURIK UMWELTTECHNIK ein Verfahren ein, da� auf diagenetischer  
Inertisierung beruht. Die Schadstoffe werden bei diesem Verfahren in ein  
plastisches, extrem wasserundurchl�ssiges Produkt eingebunden. Die  
Elasizit�t verhindert Kluftbildung bei gleichzeitiger dauerhafter  
Schadstoff-Immobilisierung.
        Innovative Technologie setzte das Unternehmen auch bei der  
Bodensanierung des Gaswerks in Worms ein. Statt der urspr�nglich  
vorgesehen Abschottung des kontaminierten Bereiches durch eine Schmalwand  
wurde das ,MIP-Verfahren" eingesetzt. MIP steht f�r mixed in place - ein  
von der BAUER Spezialtiefbau in Schrobenhausen entwickeltes Verfahren.  
Dabei wird in das vorhandene Bodenmaterial mittels einer Dreifachschnecke  
ein Zement-Benotnit-Wasser-Gemisch eingearbeitet. Von den drei Schnecken  
l�uft eine in Gegenrichtung, so da� der Boden anschlie�end wieder  
verdichtet wird und abbinden kann. Auf diese Weise k�nnen t�glich 200  
Quadratmeter Dichtwand hergestellt werden. Die bis in den  
Grundwasserstauer vorgetriebene Umschlie�ungswand in Worms ist 50  
Zentimeter dick. Die Stiche �berschneiden sich jeweils 10 Zentimeter weit.
        Weitere Informationen bei der:
        BAUER und MOURIK UMWELTTECHNIK GmbH & Co;
        In der Scherau 1; 86529 Schrobenhausen;
        Tel.: 08252/884-0,
        Fax: 08252/844-111


Wohnungsbau auf innerst�dtischen Brachfl�chen mit g�nstiger Kosten- und  
�kobilanz
Dem Fl�chenverbrauch l��t sich in der Bundesrepublik nur bremsen, wenn  
zunehmend innerst�dtische Brachfl�chen recycelt werden, um sie einer  
erneuten Bebauung zuzuf�hren. Das diese Vorgehensweise nicht nur  
�kologisch, sondern oft auf auch preislich g�nstiger ist als der Neubau  
auf der gr�nen Wiese, belegt Thomas Schneider mit seiner j�ngsten  
Ver�ffentlichung.
        Dabei erweist die Neubesiedlung von Brachfl�chen als nicht so  
teuer, wie oft vermutet wird. Wie eine Studie des Nordrhein-Westf�lischen  
Ministeriums f�r Stadtentwicklung, Kultur und Sport ergab, belaufen sich  
die Infrastrukturinvestitionen der Stadt K�ln f�r das Wohnen auf der  
gr�nen Wiese auf 250.- bis 350.- DM pro Quadratmeter Wohnfl�che. In die  
Kosten eingeschlossen sind der Bau von Kinderg�rten, die Erweiterung von  
Schulen und die Anlage von Gr�n- und Verkehrsfl�chen. Anhand von 33  
Fallbeispielen vergleicht die Studie diese Investitionskosten mit denen  
auf innerst�dtischen Brachfl�chen. Hier sei es m�glich, so Schneider,  
Grundst�cke ,zu Preisen zwischen 50.- und 250.- Mark pro Quadratmeter  
Wohnfl�che f�r den Wohnungsbau herzurichten". Daf�r m��ten die Weichen  
allerdings schon bei der Planung richtig gestellt werden ,und anschlie�end  
geschickt kombinierte Sanierungsverfahren zum Einsatz kommen".
                Schneider rechnet dar�ber hinaus vor, da� die CO2- 
Emmissionen des Autopendlers, der ein Standardhaus am Stadtrand bewohnt  
doppelt so hoch sind, wie die, die der Bewohner eines Niedrigenergiehauses  
in Citylage verursacht - wenn er mit �ffentlichen Verkehrsmitteln zur  
Arbeit f�hrt. ,Aus �kologischer Sicht", so sein Res�mee, ist also  
,Urbanit�t gefragt".
                        Als Beispiel f�hrt Schneider den K�lner Stadtteil  
Ehrenfeld an. In dem gr�nderzeitlichen Quartier seien in den letzten  
Jahren durch Betriebsschlie�ungen und Nutzungsverlagerungen gr��ere  
Grundst�cksfl�chen freigeworden. Nach den bisher bekannt gewordenen Pl�nen  
sollen auf den Fl�chen �ber 5000 neue Wohnungen entstehen, die fast  
ausschlie�lich von privaten Investoren finanziert w�rden. Davon seien  
schon �ber 1000 Einheiten realisiert, da beste Anbindung an �ffentliche  
Verkehrsmittel garantiert w�ren, sich �ffentliche Gr�nfl�chen in der N�he  
bef�nden und Kinderg�rten, Schulen, Einkaufsm�glichkeiten sowie  
Kulturangebote aller Art ,direkt vor der T�r" zu finden seien.
                                Die insgesamt 136 Seiten starke,  
bebilderte Ver�ffentlichung zu diesem Themenkreis ist unter dem Titel  
,Wohnquartiere auf innerst�dtischen Brachfl�chen" f�r DM 35.- beim  
Institut f�r Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein- 
Westfalen zu beziehen. Die Adresse: lautet: K�nigswall 38-40; 44137  
Dortmund. Tel.: 0231/9051-0; Fax: 0231/9051-155.


INNOLAB GmbH von Gesch�ftsf�hrung �bernommen
R�ckwirkend zum 1.1.1997 wechselte die im Bereich Umweltanalytik und  
Werkstoffpr�fung f�hrende INNOLAB GmbH den Besitzer. Der Haniel Konzern in  
Duisburg, der sich aus dem Umweltbereich zur�ckzieht, verkaufte das  
Unternehmen an die bisherigen Gesch�ftsf�hrer Michael K�ster und Dr.  
Gerald Kleinle. Sie wurden von einer Reihe privater Investoren bei der  
�bernahme unterst�tzt und halten jetzt zusammen zwei Drittel der  
Gesellschaftsanteile. Auch in Zukunft werden sie die Firma nach au�en  
vertreten. Dieser - auch mit dem englischen Begriff ,Management-buy-out"  
bezeichnete - Vorgang ist kein Einzelfall, da sich die gro�en Konzerne in  
letzter Zeit wieder verst�rkt auf ihr Kerngesch�ft besinnen.
        Die INNOLAB GmbH besch�ftigt etwa 40 Mitarbeiter in der Chemischen  
Analytik in Hamburg-Harburg und 15 weitere in der Niederlassung in  
Chemnitz, wo sich das Zentrallabor f�r Materialpr�fung befindet. Zusammen  
mit den Niederlassungen in Kolbermoor (Schwaben), Dresden, Kassel und  
Merseburg stehen bei der INNOLAB GmbH rund 70 Mitarbeiter in Lohn und  
Brot. Zun�chst wird es in dem wieder selbstst�ndig gewordenen Betrieb vor  
allem um den Erhalt des Umsatzes und der Arbeitspl�tze gehen.


Brosch�re �ber Bodenbehandlungsanlagen in Deutschland
Die Baden-W�rttembergische Landesanstalt f�r Umweltschutz hat eine  
�bersicht �ber Bodenbehandlungsanlagen in der Bundesrepublik Deutschland  
herausgegeben. Beschrieben werden 105 station�re und 20 mobile  
Bodenbehandlungsanlagen, was die Auswahl geeigneter Standorte und  
Behandlungsverfahren erm�glicht. 70 Prozent der gelisteten Anlagen  
arbeiten mit einer mikrobiologischen Behandlung, 15 Prozent mit  
Waschverfahren. Fast die H�lfte der Anlagen befinden sich in den neuen  
Bundesl�ndern.
        Alle Angaben und Daten dieser Brosch�re liegen in einem  
einheitlichen Layout vor. Jedes Blatt beschriebt das Verfahren, mit dem  
die Anlage arbeitet und ihre Charakteristika, ihren Standort und nennt den  
Betreiber. Dar�ber hinaus werden die Annahmekriterien angesprochen sowie  
die Behandlungskosten und die anschlie�enden Verwertungsm�glichkeiten des  
Materials.
        Die Brosch�re kann f�r DM 18.- bestellt werden bei der
        Landesanstalt f�r Umweltschutz Baden-W�rttemberg, Bibliothek;
        Texte und Berichte zur Altlastenverarbeitung, Band 31;
        Postfach 21 07 52; 76157 Karlsruhe;
        Tel.: 0721/983-1428
        Fax: 0721/983-1456


Optimierte Datenbank f�r R�stungsaltlasten
Die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft in Hannover-Garbsen (M&P) f�hrt  
im Auftrag der Oberfinanzdirektion (OFD) Hannover zur Zeit eine  
umfangreiche Recherche zur Optimierung der Erkundung und Untersuchung von  
R�stungsaltlasten durch. Das erkl�rte Ziel des Projekts ist es, Kosten  
einzusparen.
        Um das zu erreichen, baut die M&P Ingenieurgesellschaft eine  
Archivalien-Datenbank auf, in der Informationen aus nationalen und  
internationalen Datenbanken verarbeitet werden. Laut einer Pressemeldung  
des Unternehmens entsteht so ein Auskunftssystem, ,mit dem unter anderem  
Liegenschaftsanfragen hinsichtlich einer m�glichen Belastung durch  
R�stungsaltlasten konkret beantwortet werden k�nnen". Dar�ber hinaus  
enthalte das System ,�bertragbare Informationen zu verschiedenen  
Themenschwerpunkten, die auch f�r die Allgemeinheit von gro�em Interesse  
sind".
                Allein durch die Bearbeitung von 19 Standorten von  
R�stungsaltlasten in den neuen Bundesl�ndern f�r die OFD Hannover und von  
mehreren Standorten im Zust�ndigkeitsbereich der OFD M�nster erwartet M&P  
Einsparungen von ingesamt �ber zehn Millionen Mark. Verwirklicht werden  
sie vor allem in folgenden Bereichen:
                - Vermeidung von wiederholter Einarbeitung in verschiedene  
Archive und Best�nde bei den Archivrecherchen;
                - Vermeidung von Mehraufwand der durch fehlende generelle  
Auswertung von standort�bergreifenden Quellen entsteht (z.B. Dokumentation  
der alliierten Luftangriffe)
                - Vermeidung von Mehraufwand bei der wiederholten  
Erarbeitung von Untersuchungskonzepten bei vergleichbaren Standorttypen.
                        Damit das entstehende Wissen auch Dritten  
zug�nglich wird, erstellt die Ingenieursgesellschaft f�r die OFD Hannover  
zur Zeit Arbeitshilfen f�r Munitionsanstalten und Fliegerhorste, eine  
Arbeitshilfe f�r Recherchen mit Archivdokumentationen sowie einen  
Praxisleitfaden Luftbildauswertung und eine Zusammenfassung zu Fabriken,  
in denen Treibladungspulver hergestellt wurden.
                        Informationen bei:
                        M & P Ingenieurgesellschaft;
                        Osterriede 5, 30827 Garbsen;
                        Tel.: 05131/4694-0,
                        Fax: 05131/4694-90


Aktualisierter Referenzkatalog ,Altlasten/Schadensfallsanierung" der LFU  
Baden-W�rttemberg
Seit 1995 baut die Niederlassung von Trischler und Partner in Karlsruhe im  
Auftrag der Landesanstalt f�r Umweltschutz Baden-W�rttemberg den  
Referenzkatalog zurAltlasten- und Schadensfallsanierung (RefAS) auf. In  
ihm werden begonnene und abgeschlossene Sanierungsma�nahmen recherchiert,  
erfa�t und kategorisiert. Bis jetzt wurden �ber 2000 Informationsquellen  
zu rund 1350 Sanierungsf�llen aus dem In- und Ausland systematisch erfa�t.
        Derzeit wird eine weitere Aktualisierung des Datenbestandes  
durchgef�hrt. In Betracht kommen daf�r vor allem Projekte, die in den  
Jahren 1996-97 begonnen wurden. Alle ausf�hrenden Firmen sind aufgerufen,  
entsprechende Publikationen oder Referenzmaterialien f�r die Aufnahme in  
RefAS 1.2 zur Verf�gung zu stellen. Die Kontaktadresse lautet: Trischler  
und Partner GmbH, Herrn M.Kessel, Wendtstr.19, 76185 Karlsruhe, Tel.: 0721/ 
98580-15.
                Bearbeitet werden jeweils: die genaue Ortsbezeichnung, die  
Art der Altlast, die geologische und hydrogeologische Gel�ndebeschreibung,  
das angewandte Sanierungverfahren, die Kontaminanten, die Nutzung und  
weitere allgemeine Informationen. Die MS-Access Software erlaubt den  
Datenzugriff auf bestimmte Kriterien, die durch ,und"-Befehle miteinander  
kombiniert sind. So lassen sich zum Beispiel alle Sanierungsf�lle  
ermitteln, die in Baden-W�rttemberg saniert wurden und in denen das  
mittels Bodenw�sche geschah und in denen es sich um Zinkkontaminationen  
handelte.
                Die CD-ROM ist zu beziehen bei der:
                Gesellschaft f�r Angewandte Hydrologie und Kartographie  
mbH;
                Rehlingstr.9, 79100 Freiburg


Th�ringer Altlasteninformationssystem im Aufbau
THALIS hei�t das neue Altlasten-Informationssystem, das das Th�ringer  
Ministerium f�r Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt entwickelt hat. Es  
beinhaltet die ,fl�chendeckende Erfassung" von altlastverd�chtigen  
Fl�chen. ,Mit diesem System," so das Ministerium in einer Beschreibung,  
,k�nnen Daten getrennt nach Altablagerungen und Altstandorten erfa�t und  
gespeichert, verwaltet und ausgewertet sowie erzeugt und ausgetauscht  
werden".
        Das Datenverarbeitungsystem wird - entsprechend der Th�ringer  
Beh�rdenstruktur - mit abgestuften Nutzungsrechten eingesetzt. Der  
Datenaustausch mit externen Partnern soll aber zun�chst noch auf  
konventionellem Wege erfolgen, da eine entsprechende Rechtsverordnung erst  
noch geschaffen werden mu�. Das Th�ringer Umweltministerium hat eine  
begleitende Brosch�re herausgegeben, in der ,wesentliche Inhalte,  
Strukturen, Funktionen, Verkn�pfungen sowie die rechentechnische Umsetzung  
von Bewertungs- und Simulationsverfahren" beschrieben werden.
        Die Brosch�re und weitere Informationen sind erh�ltlich im
        Referat �ffentlichkeitsarbeit der Th�ringer Landesanstalt f�r  
Umwelt;
        Br�singstr.25, 07745 Jena;
        Tel.: 03641/684-640, Ansprechpartner: Herr Dahnert;
        Fax: 03641/684-222


Software f�r betriebliches Umweltmanagement im �berblick
Im Auftrag der ABAG-Abfallberatungsagentur hat die Firma Trischler und  
Partner Umwelt-Softwareangebote bewertet. Die Ergebnisse wurden in einer  
Brosch�re ,Umweltsoftware - Die richtige Entscheidung" zusammengefa�t, die  
Betrieben bei der Auswahl ihres Datenerfassungs- und Bewertungssystems  
helfen soll. Aufgenommen wurden 27 Programme aus dem Bereich  
Abfallwirtschaft, 26 Software-Angebote f�r das Erstellen von �ko-Bilanzen,  
44 Programme f�r die Umsetzung der �ko-Audit-Verordnung sowie 8 Programme  
von 5 Anbietern zum Umweltrecht.
        Mit der betrieblichen Informationsstruktur als Ausgangspunkt,  
beschreibt die Brosch�re das systematische Vorgehen bei der Auswahl einer  
geeigneten Software. Die Untersuchung st�tzt sich dabei �berwiegend auf  
die Angaben der Hersteller.
        Der Leitfaden kann f�r DM 72.- bestellt werden bei:
        ABAG-Abfallberatungsagentur;
        Gesch�ftsbereich der SAA Sonderabfallagentur Baden-W�rttemberg  
GmbH;
        Stauferstr.15; 70736 Fellbach;
        Tel.: 0711/951911-19;
        Fax: 0711/951911-20


Neue Schriftenreihe des Bundesverbandes Boden
Die erste Brosch�re der Schriftenreihe ,B�den, Bodenkunde, Bodenschutz und  
der Sachverst�ndige f�r B�den" wurde jetzt vom Bundesverband Boden (BVB)  
herausgegeben. Nach zweij�hriger Arbeit haben die beiden Fachaussch�sse  
,Bodenqualit�tsziele" und ,Sachkunde" des BVB die Brosch�re erstellt, in  
der in Form von Fragen und Antworten das Themenfeld rund um den Boden  
beleuchtet wird. Die Informationen - die ab jetzt in unregelm��iger Folge  
erscheinen werden - weisen die Richtung f�r Konzepte und Wege eines  
k�nftigen Vorgehens. Zudem werden Wissenl�cken aufgezeigt, die es zu  
schlie�en gilt. Dabei werden in Zukunft Sachverst�ndige f�r B�den und  
Bodenschutzfragen eine immer gr��ere Rolle spielen. Deshalb werden in der  
Brosch�re bereits erste Vorstellungen von Art und Umfang einer zuk�nftigen  
Sachverst�ndigen-T�tigkeit entwickelt.
Die Brosch�re ist f�r 4.- DM zu bestellen bei:
Gesch�ftsstelle des Bundsverbandes Boden, BVB;
Schildhornstr.73, 12163 Berlin-Steglitz;
Tel./Fax: 030/929664


Neue Richtlinien beim Arbeitsschutz
�ber eine ganze Reihe von Neuerungen im Bereich Sicherheit und  
Gesundheitsschutz hat die Tiefbau-Berufsgenossenschaft auf ihrem letzten  
Presseseminar berichtet. Auch die ,Richtlinien f�r Arbeiten in  
kontaminierten Bereichen" (ZH 1/183) erfuhren eine �berarbeitung. Ihr  
Anwendungsbereich wurde alle Bauarbeiten auf Deponien, ,bei denen mit  
einer Exposition gegen�ber Gefahrstoffen zu rechnen ist" ausgedehnt.
        Sind mehrere Unternehmen an einer baulichen Ma�nahme in  
kontaminierten Bereichen beteiligt, m�ssen sie einen Koordinator  
bestellen. Dieser mu� jetzt allerdings �ber einen Sachkundenachweis  
bez�glich Sicherheit und Gesundheitsschutz verf�gen. Die Inhalte dieses  
neuen Sachkundenachweises regelt ebenfalls die ZH 1/183 (Anhang 6). Um  
nicht jeden Bauleiter zum Koordinator ausbilden zu m�ssen, wird den  
Unternehmen jedoch eine M�glichkeit er�ffnet, wie der �rtliche Bauleiter -  
in Absprache mit dem Unfallversicherungstr�ger - ,auch ohne Nachweis der  
Sachkunde diese Aufgabe �bergangsweise wahrnehmen kann". Daf�r mu� ein  
Besch�ftigter im Unternehmen �ber den erw�hnten Sachkundenachweis verf�gen  
und den Bauleiter bez�glich Sicherheit und Gesundheitsschutz vor Ort  
unterst�tzen. Weitere Neuregelungen betreffen unter anderem die Bereiche  
,Erkundung, Ermittlung und Dokumentation von Gefahrstoffen", die  
Verpflichtungen des Unternehmers, und die technische Absicherung von  
B�schungswinkeln.
                Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des neuen  
Arbeitsschutzgesetzes hat die Tiefbau-Berufgenossenschaft zudem neue  
Arbeitshilfen (Checklisten) entwickelt. Der allgemein gehaltenen  
,Gef�hrdungs- und Belastungsanalyse Tief- und Stra�enbau" steht eine  
umfangreichere Arbeitshilfe ,Gef�hrdungen erkennen, beurteilen und  
beseitigen" gegen�ber. Diese umfa�t auch Themen wie Abbrucharbeiten,  
Baugruben und Gr�ben sowie den Spezialtiefbau.
                Die Richtlinie, Arbeitshilfen und weitere Informationen  
bei der:
                Tiefbau-Berufsgenossenschaft;
                Landsberger Stra�e 309, 80687 M�nchen;
                Tel.: 089/8897-02
                Fax:089/8897-590


Bundesverband Boden verleiht Freiherr Prof.Dr. Heinrich von Lersner  
Ehrenmitgliedschaft
Mit der ersten Ehrenmitgliedschaft im Bundesverband Boden wurde unl�ngst  
Freiherr Prof. Dr. Lersner ausgezeichnet. Prof. Dr. von Lersner, der f�r  
lange Jahre der erste Pr�sident des Umweltbundesamtes war, pr�gte zu  
Beginn des modernen Bodenschutzes den Begriff vom ,Dritten Umweltmedium"  
Boden. Damit f�hrte er den Boden - neben Wasser und Luft - als  
sch�tzenswertes Gut in die Umweltpolitik ein. Von Lersner war ma�geblich  
an der Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung von 1985 beteiligt, dem  
Grundstein f�r das derzeit noch in der parlamentarischen Abstimmung  
befindliche Bodenschutzgesetz.


Spezialheft des GSF zum �kosystem Boden
Das neue Themenheft der Reihe ,Mensch + Umwelt - Spezial" des  
Forschungszentrums f�r Umwelt und Gesundheit (GSF) behandelt die Bedeutung  
der B�den als eine der wichtigsten menschlichen Lebensgrundlagen. Aus der  
Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen werden die Ver�nderungen  
beschrieben, denen die B�den unterliegen. Dabei werden geologische,  
klimatische und anthropogene Einfl�sse bedacht. Der Schwerpunkt liegt auf  
der 7000j�hrigen Geschichte des Ackerbaus: Bodenerosion,  
N�hrstoffversorgung, Bodenverdichtungen, Agrarchemikalien und die  
besondere Rolle des Wasserkreislaufes im Boden sind nur einige der Themen.
Das Heft ist f�r 3.- DM erh�ltlich beim:
GSF-Forschungszentrum f�r Umwelt und Gesundheit;
Postfach 1129; 85758 Neuherberg;
Tel.: 089/3187 -2460
Fax: 089/3187-3324


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