Thread View: cl.boden.diskussion
1 messages
1 total messages
Started by Uwe Kerkow
Fri, 12 Dec 1997 00:00
ITVA altlasten news 6/97
Author: Uwe Kerkow
Date: Fri, 12 Dec 1997 00:00
Date: Fri, 12 Dec 1997 00:00
454 lines
27845 bytes
27845 bytes
Fl�chenverbrauch weiterhin Schwerpunkt des Bundesumweltministeriums
Im n�chsten Fr�hjahr will das Bundesministerium f�r Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit erneut Schwerpunkte f�r seine Arbeit setzen. Hierf�r
sind der Kohlendioxid-Aussto�, der Naturhaushalt und weiterhin der
Fl�chenverbrauch vorgesehen. Dies gab Umweltministerin Angela Merkel auf
einer Mitgliederbegegnung der Arbeitsgemeinschaft f�r Umweltfragen in Bonn
bekannt.
Dabei, so betonte Merkel, m��ten Absprachen �ber den
Bodenverbrauch flexibel geregelt werden. Dies verlange nicht nur die
G�terabw�gung zwischen den verschiedenen Umweltmedien. Auch sei es weder
n�tzlich noch m�glich, den Fl�chenverbrauch in der Bundesrepublik so zu
reglementieren, wie es etwa bei den Immissionen von Luftschadstoffen
geschehen sei. Derzeit sei man jedoch beim Bodenrecycling weit vom Ziel
der Nachhaltigkeit entfernt.
Schon bei der Verabschiedung des Programms ,Forschung f�r
die Umwelt" durch das Bundeskabinett hatte die Ministerin eine
,Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Fl�chenverbrauch" gefordert. Die
Umweltforschung m�sse Konzepte erarbeiten, damit bei der Stadt- und
Industrieplanung m�glichst wenig Boden verbraucht werde. Konkret gef�rdert
wird durch das Programm die Erforschung der Rekultivierung von
Tagebaulandschaften und des Einsatzes gentechnischer Verfahren bei der
Sanierung von Altlasten.
Mobiler SAFIRA-Dekontaminationsreaktor geht in Betrieb
SAFIRA - das Projekt ,Sanierungsforschung in regional kontaminierten
Aquiferen" wird noch in diesem Jahr einen mobilen Reaktor zur Entgiftung
von Grundwasser in Betrieb nehmen. Dies best�tigte das
Umweltforschungszentrum Leipzig auf Anfrage. Das Forschungsprojekt dient
dazu, neue, passive in-situ-Verfahren zur Sanierung von Grundwasser zu
entwickeln.
Als Modellstandort f�r die Untersuchungen wurde die Region
Bitterfeld ausgew�hlt. Hier ist Grundwasser auf einer Fl�che von 25
Quadratkilometern mit einem gesch�tzten Volumen von 200 Millionen
Kubikmetern zum Teil erheblich belastet. Es mu� daher als eigenst�ndiger
Schadensherd betrachtet werden. Stofflich handelt es sich meist um Chlor-
Kohlenwasserstoff-Kontaminationen (CKW) und hier besonders um chlorierte
Aliphate und Benzole.
Nach umfangreichen Laboruntersuchungen wurde nun der
mobile Testreaktor ,Pollux" in Betrieb genommen. In dem Anh�nger sind f�nf
parallel geschaltete S�ulen installiert, durch die das kontaminierte
Grundwasser gepumpt wird. Neben einer Referenzs�ule, die mit dem
nat�rlichen Untergrundmaterial gef�llt wird, sind vier weitere S�ulen
installiert, in denen chemische, elektrochemische, mikrobiologische und
physikochemische Reinigungsverfahren auf ihre Effizienz hin untersucht
werden. Bevor das Wasser Pollux wieder verl��t wird es noch mittels eines
Aktivkohlefilters gereinigt.
Sollte sich bei einem der Verfahren herausstellen,
da� es nicht die Erwartungen der Wissenschaftler erf�llt, wird es nicht in
die unterirdische in-situ-Pilotanlage eingebaut werden, die im Laufe des
n�chsten Jahres errichtet werden soll. Bei solchen passiven in situ
Reinigungsverfahren besteht die entscheidende technische Restriktion
darin, da� die reaktiven Bereiche einer derartigen Technologie
wasserdurchl�ssiger sein m�ssen als der umliegende Untergrund. Das
Grundwasser w�rde das Bauwerk sonst umstr�men.
N�here Ausk�nfte (auch zu den Ergebnissen der
Vorstudien) beim
Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle;
Permoserstr.15, 04318 Leipzig;
Tel.: 0341 / 235-2278;
Fax: 0341 / 235-2791
Neue M�glichkeiten durch Isotopensignaturen und Biomarker
In der Praxis stellt sich h�ufig das Problem, da� eine Kontamination von
Boden oder Grundwasser nicht mit ausreichender Sicherheit zugeordnet
werden kann. Oft l��t sich ein mutma�licher Verursacher oder der Zeitraum
in dem der Schaden entstand, kaum ermitteln. Das Ingenieurb�ro UW-
Umweltwirtschaft hat erfolgreich zwei Methoden f�r die L�sung solcher
Probleme im Altlastenbereich adaptiert. Abhilfe verspricht hier die
Untersuchung der Isotopensignaturen oder von Biomarkern einer
Schadensquelle.
Beide Methoden beruhen darauf, da� alle nat�rlich vorkommenden
Stoffe mit ,Fingerabdr�cken" ausgestattet sind. So besitzt jedes nat�rlich
vorkommende Erz Spuren einer typischen Beimischung von Isotopen - meist
auch desselben chemischen Elementes. Diese Beimischung geht bei der
Verh�ttung nicht verloren. Mit Hilfe derartiger Isotopenmuster lie� sich
beispielsweise industriell hergestellter Munitionsschrot anhand einzelner
Schrotk�rner verschiedenen Herstellern zuordnen.
Auch die verschiedenen Mineral�lvorkommen tragen typische
Spuren sogenannter Biomarker. UW konnte aufgrund der unterschiedlichen
Fingerprints von Nordsee�l und kuwaitischem Erd�l den Verursacher einer
Mineral�lkontamination eindeutig bestimmen. Auf dem Betriebsgel�nde war
bis 1980 Nordsee�l raffiniert worden, w�hrend der heutige Nutzer
kuwaitisches Erd�l zu synthetischen �len veredelt.
Informationen bei:
UW-Umweltwirtschaft GmbH;
Friolzheimer Str.3, 70499 Stuttgart;
Tel.: 0711/98978-0,
Fax: 0711/98978-100
Projekt D�nnaue: Zuschlag f�r Dyckerhoff und Widmann
Bitte ungef�hr eine halbe Spalte resevieren -
Nachricht wird Ende Oktober nachgeliefert
Rekord mit Berstlining-Verfahren
Einen neuen Rekord in der grabenlosen Sanierung von Sickerwasserdrainagen
f�r Deponien erreichte die bds-Boden- und Deponie-Sanierungs GmbH unter
einem Sanierungsobjekt in Kaufbeuren. Mittels des Berstlining-Verfahrens
wurde 15 Meter unter der Deponieoberfl�che eine alte Steinzeugleitung in
geschlossener Bauweise durch einen 190 Meter langen PEHD-Rohrstrang
ersetzt. Dabei wurde die alte Leitung (DN 150) in einem kontinuierlichen
Arbeitsgang zertr�mmert, der Rohrdurchmesser um 50 Prozent erweitert und
die neue 225er Leitung (PN 12,5) eingezogen.
Bei dem Berstlining-Verfahren wird eine Start- und eine Zielgrube
bis auf die Deponiesohle abgeteuft. Dann k�nnen die Berstrakete und neue
Leitungsstr�nge mit mit Hilfe einer Seilverbindung durch die alte
Rohrleitung gezogen werden. Nur an diesen Gruben sind Arbeiten im M�ll -
unter den daf�r vorgeschriebenen Sicherheitsma�nahmen - n�tig.
Treffend beschreibt das Unternehmen in einer
Pressemitteilung den wichtigsten Erfolg von Kaufbeuren: ,Der Rekord ist
nahezu unbemerkt geblieben. Keine L�rmbel�stigung, keine
Geruchsemmissionen, geringster Baustellenverkehr und - abgesehen von den
Besuchern - sehr wenig Personal auf der Baustelle."
Informationen bei:
bds-Boden- und Deponie-Sanierungs GmbH;
Carl-Zeiss-Ring 13, 85731 Ismaning;
Tel.: 089/962421-0,
Fax: 089/962421-40
Drei neue Verfahren von BAUER und MOURIK UMWELTTECHNIK - Gaswerk Worms mit
,MIP-Verfahren" erfolgreich saniert
Gleich drei neue Verfahren hat die BAUER und MOURIK UMWELTTECHNIK in
j�ngster Zeit auf den Markt gebracht:
- Zur Reinigung von kontaminiertem Grundwasser und belasteter Bodenluft
aus Altlasten die durch Mineral�lkohlenwasserstoffe (MKW) oder aromatische
Kohlenwasserstoffe (AKW) verschmutzt sind, dient das ,Kombirek-Verfahren":
Das gef�rderte Grundwasser und die abgesaugte Luft werden dabei in einem
Bioreaktor simultan gereinigt. Erstmals eingesetzt wird dieses Verfahren
auf dem milit�rischen Teil des Frankfurter Flughafens.
- Um kleine Sch�den durch Leichtphasen aus dem Grundwasser zu entfernen
(Diesel, Heiz�l, Kerosin) wurde der ,PipeBoy" entwickelt. Er entspricht im
wesentlichen dem gr��eren ,PipeMan", ist aber auch noch bei Pegeln von nur
zwei Zoll einsetzbar.
- Um Schadstoffe in Aushubmaterialien zu immobilisieren, setzt die BAUER
und MOURIK UMWELTTECHNIK ein Verfahren ein, da� auf diagenetischer
Inertisierung beruht. Die Schadstoffe werden bei diesem Verfahren in ein
plastisches, extrem wasserundurchl�ssiges Produkt eingebunden. Die
Elasizit�t verhindert Kluftbildung bei gleichzeitiger dauerhafter
Schadstoff-Immobilisierung.
Innovative Technologie setzte das Unternehmen auch bei der
Bodensanierung des Gaswerks in Worms ein. Statt der urspr�nglich
vorgesehen Abschottung des kontaminierten Bereiches durch eine Schmalwand
wurde das ,MIP-Verfahren" eingesetzt. MIP steht f�r mixed in place - ein
von der BAUER Spezialtiefbau in Schrobenhausen entwickeltes Verfahren.
Dabei wird in das vorhandene Bodenmaterial mittels einer Dreifachschnecke
ein Zement-Benotnit-Wasser-Gemisch eingearbeitet. Von den drei Schnecken
l�uft eine in Gegenrichtung, so da� der Boden anschlie�end wieder
verdichtet wird und abbinden kann. Auf diese Weise k�nnen t�glich 200
Quadratmeter Dichtwand hergestellt werden. Die bis in den
Grundwasserstauer vorgetriebene Umschlie�ungswand in Worms ist 50
Zentimeter dick. Die Stiche �berschneiden sich jeweils 10 Zentimeter weit.
Weitere Informationen bei der:
BAUER und MOURIK UMWELTTECHNIK GmbH & Co;
In der Scherau 1; 86529 Schrobenhausen;
Tel.: 08252/884-0,
Fax: 08252/844-111
Wohnungsbau auf innerst�dtischen Brachfl�chen mit g�nstiger Kosten- und
�kobilanz
Dem Fl�chenverbrauch l��t sich in der Bundesrepublik nur bremsen, wenn
zunehmend innerst�dtische Brachfl�chen recycelt werden, um sie einer
erneuten Bebauung zuzuf�hren. Das diese Vorgehensweise nicht nur
�kologisch, sondern oft auf auch preislich g�nstiger ist als der Neubau
auf der gr�nen Wiese, belegt Thomas Schneider mit seiner j�ngsten
Ver�ffentlichung.
Dabei erweist die Neubesiedlung von Brachfl�chen als nicht so
teuer, wie oft vermutet wird. Wie eine Studie des Nordrhein-Westf�lischen
Ministeriums f�r Stadtentwicklung, Kultur und Sport ergab, belaufen sich
die Infrastrukturinvestitionen der Stadt K�ln f�r das Wohnen auf der
gr�nen Wiese auf 250.- bis 350.- DM pro Quadratmeter Wohnfl�che. In die
Kosten eingeschlossen sind der Bau von Kinderg�rten, die Erweiterung von
Schulen und die Anlage von Gr�n- und Verkehrsfl�chen. Anhand von 33
Fallbeispielen vergleicht die Studie diese Investitionskosten mit denen
auf innerst�dtischen Brachfl�chen. Hier sei es m�glich, so Schneider,
Grundst�cke ,zu Preisen zwischen 50.- und 250.- Mark pro Quadratmeter
Wohnfl�che f�r den Wohnungsbau herzurichten". Daf�r m��ten die Weichen
allerdings schon bei der Planung richtig gestellt werden ,und anschlie�end
geschickt kombinierte Sanierungsverfahren zum Einsatz kommen".
Schneider rechnet dar�ber hinaus vor, da� die CO2-
Emmissionen des Autopendlers, der ein Standardhaus am Stadtrand bewohnt
doppelt so hoch sind, wie die, die der Bewohner eines Niedrigenergiehauses
in Citylage verursacht - wenn er mit �ffentlichen Verkehrsmitteln zur
Arbeit f�hrt. ,Aus �kologischer Sicht", so sein Res�mee, ist also
,Urbanit�t gefragt".
Als Beispiel f�hrt Schneider den K�lner Stadtteil
Ehrenfeld an. In dem gr�nderzeitlichen Quartier seien in den letzten
Jahren durch Betriebsschlie�ungen und Nutzungsverlagerungen gr��ere
Grundst�cksfl�chen freigeworden. Nach den bisher bekannt gewordenen Pl�nen
sollen auf den Fl�chen �ber 5000 neue Wohnungen entstehen, die fast
ausschlie�lich von privaten Investoren finanziert w�rden. Davon seien
schon �ber 1000 Einheiten realisiert, da beste Anbindung an �ffentliche
Verkehrsmittel garantiert w�ren, sich �ffentliche Gr�nfl�chen in der N�he
bef�nden und Kinderg�rten, Schulen, Einkaufsm�glichkeiten sowie
Kulturangebote aller Art ,direkt vor der T�r" zu finden seien.
Die insgesamt 136 Seiten starke,
bebilderte Ver�ffentlichung zu diesem Themenkreis ist unter dem Titel
,Wohnquartiere auf innerst�dtischen Brachfl�chen" f�r DM 35.- beim
Institut f�r Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-
Westfalen zu beziehen. Die Adresse: lautet: K�nigswall 38-40; 44137
Dortmund. Tel.: 0231/9051-0; Fax: 0231/9051-155.
INNOLAB GmbH von Gesch�ftsf�hrung �bernommen
R�ckwirkend zum 1.1.1997 wechselte die im Bereich Umweltanalytik und
Werkstoffpr�fung f�hrende INNOLAB GmbH den Besitzer. Der Haniel Konzern in
Duisburg, der sich aus dem Umweltbereich zur�ckzieht, verkaufte das
Unternehmen an die bisherigen Gesch�ftsf�hrer Michael K�ster und Dr.
Gerald Kleinle. Sie wurden von einer Reihe privater Investoren bei der
�bernahme unterst�tzt und halten jetzt zusammen zwei Drittel der
Gesellschaftsanteile. Auch in Zukunft werden sie die Firma nach au�en
vertreten. Dieser - auch mit dem englischen Begriff ,Management-buy-out"
bezeichnete - Vorgang ist kein Einzelfall, da sich die gro�en Konzerne in
letzter Zeit wieder verst�rkt auf ihr Kerngesch�ft besinnen.
Die INNOLAB GmbH besch�ftigt etwa 40 Mitarbeiter in der Chemischen
Analytik in Hamburg-Harburg und 15 weitere in der Niederlassung in
Chemnitz, wo sich das Zentrallabor f�r Materialpr�fung befindet. Zusammen
mit den Niederlassungen in Kolbermoor (Schwaben), Dresden, Kassel und
Merseburg stehen bei der INNOLAB GmbH rund 70 Mitarbeiter in Lohn und
Brot. Zun�chst wird es in dem wieder selbstst�ndig gewordenen Betrieb vor
allem um den Erhalt des Umsatzes und der Arbeitspl�tze gehen.
Brosch�re �ber Bodenbehandlungsanlagen in Deutschland
Die Baden-W�rttembergische Landesanstalt f�r Umweltschutz hat eine
�bersicht �ber Bodenbehandlungsanlagen in der Bundesrepublik Deutschland
herausgegeben. Beschrieben werden 105 station�re und 20 mobile
Bodenbehandlungsanlagen, was die Auswahl geeigneter Standorte und
Behandlungsverfahren erm�glicht. 70 Prozent der gelisteten Anlagen
arbeiten mit einer mikrobiologischen Behandlung, 15 Prozent mit
Waschverfahren. Fast die H�lfte der Anlagen befinden sich in den neuen
Bundesl�ndern.
Alle Angaben und Daten dieser Brosch�re liegen in einem
einheitlichen Layout vor. Jedes Blatt beschriebt das Verfahren, mit dem
die Anlage arbeitet und ihre Charakteristika, ihren Standort und nennt den
Betreiber. Dar�ber hinaus werden die Annahmekriterien angesprochen sowie
die Behandlungskosten und die anschlie�enden Verwertungsm�glichkeiten des
Materials.
Die Brosch�re kann f�r DM 18.- bestellt werden bei der
Landesanstalt f�r Umweltschutz Baden-W�rttemberg, Bibliothek;
Texte und Berichte zur Altlastenverarbeitung, Band 31;
Postfach 21 07 52; 76157 Karlsruhe;
Tel.: 0721/983-1428
Fax: 0721/983-1456
Optimierte Datenbank f�r R�stungsaltlasten
Die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft in Hannover-Garbsen (M&P) f�hrt
im Auftrag der Oberfinanzdirektion (OFD) Hannover zur Zeit eine
umfangreiche Recherche zur Optimierung der Erkundung und Untersuchung von
R�stungsaltlasten durch. Das erkl�rte Ziel des Projekts ist es, Kosten
einzusparen.
Um das zu erreichen, baut die M&P Ingenieurgesellschaft eine
Archivalien-Datenbank auf, in der Informationen aus nationalen und
internationalen Datenbanken verarbeitet werden. Laut einer Pressemeldung
des Unternehmens entsteht so ein Auskunftssystem, ,mit dem unter anderem
Liegenschaftsanfragen hinsichtlich einer m�glichen Belastung durch
R�stungsaltlasten konkret beantwortet werden k�nnen". Dar�ber hinaus
enthalte das System ,�bertragbare Informationen zu verschiedenen
Themenschwerpunkten, die auch f�r die Allgemeinheit von gro�em Interesse
sind".
Allein durch die Bearbeitung von 19 Standorten von
R�stungsaltlasten in den neuen Bundesl�ndern f�r die OFD Hannover und von
mehreren Standorten im Zust�ndigkeitsbereich der OFD M�nster erwartet M&P
Einsparungen von ingesamt �ber zehn Millionen Mark. Verwirklicht werden
sie vor allem in folgenden Bereichen:
- Vermeidung von wiederholter Einarbeitung in verschiedene
Archive und Best�nde bei den Archivrecherchen;
- Vermeidung von Mehraufwand der durch fehlende generelle
Auswertung von standort�bergreifenden Quellen entsteht (z.B. Dokumentation
der alliierten Luftangriffe)
- Vermeidung von Mehraufwand bei der wiederholten
Erarbeitung von Untersuchungskonzepten bei vergleichbaren Standorttypen.
Damit das entstehende Wissen auch Dritten
zug�nglich wird, erstellt die Ingenieursgesellschaft f�r die OFD Hannover
zur Zeit Arbeitshilfen f�r Munitionsanstalten und Fliegerhorste, eine
Arbeitshilfe f�r Recherchen mit Archivdokumentationen sowie einen
Praxisleitfaden Luftbildauswertung und eine Zusammenfassung zu Fabriken,
in denen Treibladungspulver hergestellt wurden.
Informationen bei:
M & P Ingenieurgesellschaft;
Osterriede 5, 30827 Garbsen;
Tel.: 05131/4694-0,
Fax: 05131/4694-90
Aktualisierter Referenzkatalog ,Altlasten/Schadensfallsanierung" der LFU
Baden-W�rttemberg
Seit 1995 baut die Niederlassung von Trischler und Partner in Karlsruhe im
Auftrag der Landesanstalt f�r Umweltschutz Baden-W�rttemberg den
Referenzkatalog zurAltlasten- und Schadensfallsanierung (RefAS) auf. In
ihm werden begonnene und abgeschlossene Sanierungsma�nahmen recherchiert,
erfa�t und kategorisiert. Bis jetzt wurden �ber 2000 Informationsquellen
zu rund 1350 Sanierungsf�llen aus dem In- und Ausland systematisch erfa�t.
Derzeit wird eine weitere Aktualisierung des Datenbestandes
durchgef�hrt. In Betracht kommen daf�r vor allem Projekte, die in den
Jahren 1996-97 begonnen wurden. Alle ausf�hrenden Firmen sind aufgerufen,
entsprechende Publikationen oder Referenzmaterialien f�r die Aufnahme in
RefAS 1.2 zur Verf�gung zu stellen. Die Kontaktadresse lautet: Trischler
und Partner GmbH, Herrn M.Kessel, Wendtstr.19, 76185 Karlsruhe, Tel.: 0721/
98580-15.
Bearbeitet werden jeweils: die genaue Ortsbezeichnung, die
Art der Altlast, die geologische und hydrogeologische Gel�ndebeschreibung,
das angewandte Sanierungverfahren, die Kontaminanten, die Nutzung und
weitere allgemeine Informationen. Die MS-Access Software erlaubt den
Datenzugriff auf bestimmte Kriterien, die durch ,und"-Befehle miteinander
kombiniert sind. So lassen sich zum Beispiel alle Sanierungsf�lle
ermitteln, die in Baden-W�rttemberg saniert wurden und in denen das
mittels Bodenw�sche geschah und in denen es sich um Zinkkontaminationen
handelte.
Die CD-ROM ist zu beziehen bei der:
Gesellschaft f�r Angewandte Hydrologie und Kartographie
mbH;
Rehlingstr.9, 79100 Freiburg
Th�ringer Altlasteninformationssystem im Aufbau
THALIS hei�t das neue Altlasten-Informationssystem, das das Th�ringer
Ministerium f�r Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt entwickelt hat. Es
beinhaltet die ,fl�chendeckende Erfassung" von altlastverd�chtigen
Fl�chen. ,Mit diesem System," so das Ministerium in einer Beschreibung,
,k�nnen Daten getrennt nach Altablagerungen und Altstandorten erfa�t und
gespeichert, verwaltet und ausgewertet sowie erzeugt und ausgetauscht
werden".
Das Datenverarbeitungsystem wird - entsprechend der Th�ringer
Beh�rdenstruktur - mit abgestuften Nutzungsrechten eingesetzt. Der
Datenaustausch mit externen Partnern soll aber zun�chst noch auf
konventionellem Wege erfolgen, da eine entsprechende Rechtsverordnung erst
noch geschaffen werden mu�. Das Th�ringer Umweltministerium hat eine
begleitende Brosch�re herausgegeben, in der ,wesentliche Inhalte,
Strukturen, Funktionen, Verkn�pfungen sowie die rechentechnische Umsetzung
von Bewertungs- und Simulationsverfahren" beschrieben werden.
Die Brosch�re und weitere Informationen sind erh�ltlich im
Referat �ffentlichkeitsarbeit der Th�ringer Landesanstalt f�r
Umwelt;
Br�singstr.25, 07745 Jena;
Tel.: 03641/684-640, Ansprechpartner: Herr Dahnert;
Fax: 03641/684-222
Software f�r betriebliches Umweltmanagement im �berblick
Im Auftrag der ABAG-Abfallberatungsagentur hat die Firma Trischler und
Partner Umwelt-Softwareangebote bewertet. Die Ergebnisse wurden in einer
Brosch�re ,Umweltsoftware - Die richtige Entscheidung" zusammengefa�t, die
Betrieben bei der Auswahl ihres Datenerfassungs- und Bewertungssystems
helfen soll. Aufgenommen wurden 27 Programme aus dem Bereich
Abfallwirtschaft, 26 Software-Angebote f�r das Erstellen von �ko-Bilanzen,
44 Programme f�r die Umsetzung der �ko-Audit-Verordnung sowie 8 Programme
von 5 Anbietern zum Umweltrecht.
Mit der betrieblichen Informationsstruktur als Ausgangspunkt,
beschreibt die Brosch�re das systematische Vorgehen bei der Auswahl einer
geeigneten Software. Die Untersuchung st�tzt sich dabei �berwiegend auf
die Angaben der Hersteller.
Der Leitfaden kann f�r DM 72.- bestellt werden bei:
ABAG-Abfallberatungsagentur;
Gesch�ftsbereich der SAA Sonderabfallagentur Baden-W�rttemberg
GmbH;
Stauferstr.15; 70736 Fellbach;
Tel.: 0711/951911-19;
Fax: 0711/951911-20
Neue Schriftenreihe des Bundesverbandes Boden
Die erste Brosch�re der Schriftenreihe ,B�den, Bodenkunde, Bodenschutz und
der Sachverst�ndige f�r B�den" wurde jetzt vom Bundesverband Boden (BVB)
herausgegeben. Nach zweij�hriger Arbeit haben die beiden Fachaussch�sse
,Bodenqualit�tsziele" und ,Sachkunde" des BVB die Brosch�re erstellt, in
der in Form von Fragen und Antworten das Themenfeld rund um den Boden
beleuchtet wird. Die Informationen - die ab jetzt in unregelm��iger Folge
erscheinen werden - weisen die Richtung f�r Konzepte und Wege eines
k�nftigen Vorgehens. Zudem werden Wissenl�cken aufgezeigt, die es zu
schlie�en gilt. Dabei werden in Zukunft Sachverst�ndige f�r B�den und
Bodenschutzfragen eine immer gr��ere Rolle spielen. Deshalb werden in der
Brosch�re bereits erste Vorstellungen von Art und Umfang einer zuk�nftigen
Sachverst�ndigen-T�tigkeit entwickelt.
Die Brosch�re ist f�r 4.- DM zu bestellen bei:
Gesch�ftsstelle des Bundsverbandes Boden, BVB;
Schildhornstr.73, 12163 Berlin-Steglitz;
Tel./Fax: 030/929664
Neue Richtlinien beim Arbeitsschutz
�ber eine ganze Reihe von Neuerungen im Bereich Sicherheit und
Gesundheitsschutz hat die Tiefbau-Berufsgenossenschaft auf ihrem letzten
Presseseminar berichtet. Auch die ,Richtlinien f�r Arbeiten in
kontaminierten Bereichen" (ZH 1/183) erfuhren eine �berarbeitung. Ihr
Anwendungsbereich wurde alle Bauarbeiten auf Deponien, ,bei denen mit
einer Exposition gegen�ber Gefahrstoffen zu rechnen ist" ausgedehnt.
Sind mehrere Unternehmen an einer baulichen Ma�nahme in
kontaminierten Bereichen beteiligt, m�ssen sie einen Koordinator
bestellen. Dieser mu� jetzt allerdings �ber einen Sachkundenachweis
bez�glich Sicherheit und Gesundheitsschutz verf�gen. Die Inhalte dieses
neuen Sachkundenachweises regelt ebenfalls die ZH 1/183 (Anhang 6). Um
nicht jeden Bauleiter zum Koordinator ausbilden zu m�ssen, wird den
Unternehmen jedoch eine M�glichkeit er�ffnet, wie der �rtliche Bauleiter -
in Absprache mit dem Unfallversicherungstr�ger - ,auch ohne Nachweis der
Sachkunde diese Aufgabe �bergangsweise wahrnehmen kann". Daf�r mu� ein
Besch�ftigter im Unternehmen �ber den erw�hnten Sachkundenachweis verf�gen
und den Bauleiter bez�glich Sicherheit und Gesundheitsschutz vor Ort
unterst�tzen. Weitere Neuregelungen betreffen unter anderem die Bereiche
,Erkundung, Ermittlung und Dokumentation von Gefahrstoffen", die
Verpflichtungen des Unternehmers, und die technische Absicherung von
B�schungswinkeln.
Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des neuen
Arbeitsschutzgesetzes hat die Tiefbau-Berufgenossenschaft zudem neue
Arbeitshilfen (Checklisten) entwickelt. Der allgemein gehaltenen
,Gef�hrdungs- und Belastungsanalyse Tief- und Stra�enbau" steht eine
umfangreichere Arbeitshilfe ,Gef�hrdungen erkennen, beurteilen und
beseitigen" gegen�ber. Diese umfa�t auch Themen wie Abbrucharbeiten,
Baugruben und Gr�ben sowie den Spezialtiefbau.
Die Richtlinie, Arbeitshilfen und weitere Informationen
bei der:
Tiefbau-Berufsgenossenschaft;
Landsberger Stra�e 309, 80687 M�nchen;
Tel.: 089/8897-02
Fax:089/8897-590
Bundesverband Boden verleiht Freiherr Prof.Dr. Heinrich von Lersner
Ehrenmitgliedschaft
Mit der ersten Ehrenmitgliedschaft im Bundesverband Boden wurde unl�ngst
Freiherr Prof. Dr. Lersner ausgezeichnet. Prof. Dr. von Lersner, der f�r
lange Jahre der erste Pr�sident des Umweltbundesamtes war, pr�gte zu
Beginn des modernen Bodenschutzes den Begriff vom ,Dritten Umweltmedium"
Boden. Damit f�hrte er den Boden - neben Wasser und Luft - als
sch�tzenswertes Gut in die Umweltpolitik ein. Von Lersner war ma�geblich
an der Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung von 1985 beteiligt, dem
Grundstein f�r das derzeit noch in der parlamentarischen Abstimmung
befindliche Bodenschutzgesetz.
Spezialheft des GSF zum �kosystem Boden
Das neue Themenheft der Reihe ,Mensch + Umwelt - Spezial" des
Forschungszentrums f�r Umwelt und Gesundheit (GSF) behandelt die Bedeutung
der B�den als eine der wichtigsten menschlichen Lebensgrundlagen. Aus der
Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen werden die Ver�nderungen
beschrieben, denen die B�den unterliegen. Dabei werden geologische,
klimatische und anthropogene Einfl�sse bedacht. Der Schwerpunkt liegt auf
der 7000j�hrigen Geschichte des Ackerbaus: Bodenerosion,
N�hrstoffversorgung, Bodenverdichtungen, Agrarchemikalien und die
besondere Rolle des Wasserkreislaufes im Boden sind nur einige der Themen.
Das Heft ist f�r 3.- DM erh�ltlich beim:
GSF-Forschungszentrum f�r Umwelt und Gesundheit;
Postfach 1129; 85758 Neuherberg;
Tel.: 089/3187 -2460
Fax: 089/3187-3324
## CrossPoint v3.11 R ##
Thread Navigation
This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.
Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.
Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.
Back to All Threads