Thread View: cl.gentechnik.diskussion
3 messages
3 total messages
Started by Jens Katzek
Tue, 18 Aug 1998 00:00
Gentechnikkartoffel doch nicht giftig
Author: Jens Katzek
Date: Tue, 18 Aug 1998 00:00
Date: Tue, 18 Aug 1998 00:00
56 lines
2834 bytes
2834 bytes
Da ich gestern den Artikel aus der taz auf dem COMLINK-Brett gefunden habe, in dem die Ergebnisse im Bezug auf "gentechnisch ver�nderte Kartoffeln sch�digen das Immunsystem" dargestellt wurden, jedoch nicht den anderen Artikel aus der taz in dem die Meldung wiederrufen wurde, ein paar Fakten zur allgmeinen Information, von denen ich glaube, dass sie fuer Versachlichung der Diskussion hilfreich sein koennten Am 11. August wurden Aussagen von Prof. Pusztai vom schottischen Rowett Research Institutes in einer Reuter Meldung aufgegriffen mit dem Tenor: "Gen-Kartoffen sch�digen Immunsystem" Diese Meldung wurde bereits wenige Tage sp�ter vom verantwortlichen Rowett Research Institutes dementiert. Bei den ersten Verlautbarungen ging man noch davon aus, dass der Verzehr von 7g Lectin/ kg Nahrungsmittel bei Ratten getestet wurde. Lectine spielen in Pflanzen eine wichtige Rolle beim Schutz vor Insektenfrass und Pflanzenpathogen. Von Lectinen ist bekannt (!), dass sie bei Maeusen zu gesundheitlichen Defekten fuehren. Bereits 1993 (!) wurden durch Prof. Pusztai selber (!) entsprechende Versuche an Ratten mit Lectin aus Weizen durchgefuehrt. Die Ergebnisse waeren also nicht erstaunlich gewesen - im Gegenteil: Sie waeren zu erwarten gewesen! Das schottische Landwirtschaftsministerium, welches das Projekt finanziell unterst�tzt hatte, erklaerte, dass eine Vermarktung der Kartoffel niemals geplant war. Es ging um rein wissenschaftliche Fragestellungen. Der Leiter des Instituts hat sich bereits nach zwei Tagen in der Oeffentlichkeit fuer die (Zitatanfang) irrefuehrenden Informationen (Zitatende) entschuldigt und Herrn Pusztai entlassen, nachdem sich herausstellte, dass (a) der die Versuche durchfuehrende Wissenschaftler im Urlaub war (Pusztai also gar nicht seine eigenen Ergebnisse prarsentierte), und dass (b) die Versuche nicht, wie urspruenglich behauptet, mit gentechnisch veraenderten Kartoffeln durchgefuehrt wurden, sondern lediglich die natuerlich gewonnenen und bekanntermassen toxisch wirkenden Lectine der Nahrung von Ratten zugesetzt worden sind. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen. Fuer weitere Rueckfragen stehe ich Ihnen natuerlich gerne zur Verfuegung. Jens Katzek KWS e-mail: J.Katzek@kws.de - MacZPoint 1.93 -
Re: Gentechnikkartoffel doch nicht giftig
Author: Matthias Kunstmann
Date: Thu, 03 Sep 1998 00:00
Date: Thu, 03 Sep 1998 00:00
20 lines
993 bytes
993 bytes
Zum Text von Jens Katzek (J.KATZEK@OLN.comlink.apc.org) am 18.08.98: Wenn ich das Dementi mit der ersten Meldung vergleiche, kann ich als Fazit festhalten: - Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Lektine auf Saeugetiere giftig wirken koennen. - Die gentechnisch veraenderten Kartoffeln enthalten Gene, die Lektine produzieren. - Daraus folgt bis zum Beweis des Gegenteils, dass diese Kartoffeln als Nahrungsmittel ein neues Risiko fuer die menschliche Gesundheit darstellen. Matthias Kunstmann, Karlsruhe, Tel. +49/0-721-376598
Re: Gentechnikkartoffel doch nicht giftig
Author: Christian Velten
Date: Sun, 13 Sep 1998 00:00
Date: Sun, 13 Sep 1998 00:00
21 lines
997 bytes
997 bytes
Matthias Kunstmann wrote: > - Daraus folgt bis zum Beweis des Gegenteils, dass diese Kartoffeln als > Nahrungsmittel ein neues Risiko fuer die menschliche Gesundheit > darstellen. Diese Kartoffeln waren nie als Nahrungsmittel gedacht! :-) Servus, CV -- Dr. Christian Velten - DataScout Internet Information Service fax: +49-6406-5488 e-mail: <c.velten.gmx.net> homepage: <http://ourworld.compuserve.com/homepages/C_Velten/datscout.htm>
Thread Navigation
This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.
Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.
Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.
Back to All Threads