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Tue, 20 Jan 1998 00:00
BUND und die Polizei
Author: Verschiedene Leute
Date: Tue, 20 Jan 1998 00:00
Date: Tue, 20 Jan 1998 00:00
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Vor einigen Wochen, als in Suhl BaumbesetzerInnen brutal von der Polizei von den Baeumen "gehungert" und geholt wurden, gab der BUND eine Pressemitteilung heraus, in der er sich damit bruestete, auf die BesetzerInnen eingeredet zu haben, die Aktion zu beenden. Bei den Auseinandersetzungen um den CASTOR im Maerz war der BUND mit Bundesvorstands- und geschaeftsfuehrungsleuten dabei - modisch im weissen Anzug mit fettem BUND-Aufdruck (damit es besonders echt wirkte). In der daraus entstandenen Ausstellung bruestete sich der BUND, eine vermittelnde Rolle zwischen Polizei und BlockiererInnen gespielt zu haben. Nun liegt ein neues Dokument vor. Es geht um die Baumfaellaktionen zum Zwecke des A20-Baus. Der Text ist im Deutschland-Rundbrief des DNR zu lesen (S. 18+19), Autor ist der hauptamtliche BUND-Verkehrsreferent Peter Westenberger. Zunaechst schreibt er, dass der BUND der Aufrufer zu den Aktionen gegen den Bau aufgerufen hat (aber das kennen wir schon, wenn es nach dem BUND-Jahresrueckblick geht, sind auch alle Genfeldbesetzungen von BUND-Gruppen durchgefuehrt worden). Die Berichte ueber den Verlauf der Auseinandersetzungen ist ja hier schon ueber die Bretter gelaufen, dem ist nichts mehr hinzuzufuegen. Damit die Polizei auch alles im Griff hat, haben sie immer ihre Hilfstruppen dabei - den BUND. Ich zitieren aus dem Text von Peter Westenberger: "Als ein Krankenwagen angefordert werden sollte, stellte sich heraus, dass die Polizei nach eigenen Angaben keinen Funkkontakt zur Einsatzzentrale hatte und - wie noch mehrfach an diesem Tag ein Handy des BUND benutzten musste." ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Und etwas spaeter: "Unabhaengig von dieser AKtion waren Tage zuvor von Unbekannten Baeume "vernagelt" worden ... In einer Auswertung der Tage wies der BUND darauf hin, dass er sich von jeglichen Gewalttaetigkeiten fruehzeitig und energisch distanziert hatte ..." Bei meiner Kritik werde ich immer wieder angegriffen, wir seien doch eine Bewegung und der gemeinsame Feind staende woanders. Erstens glaube ich nicht, dass wir wirklich dasselbe wollen, und zweitens glaube ich auch nicht, dass der BUND den gemeinsamen Feind ueberhaupt als Feind empfindet. Distanzieren tut er sich staendig von UmweltschuetzerInnen. Joerg *** Projektwerkstatt im Kreis Giessen *** Unter dieser Email agieren mehrere eigenstaendige Projekte wie: - Redaktion "Widerhaken" - Unabhaengige Volkshochschule - BIs usw. sowie verschiedene Einzelpersonen, deren Meinung nicht gleich sein muss. Wer Naeheres ueber die Projektwerkstatt wissen will, sollte einen Brief mit 3,- DM in Briefmarken schicken an die Projektwerkstatt Ludwigstr. 11 35447 Reiskirchen-Saasen Tel. 06401/903283, Fax 903285 (vorher anrufen!) ## CrossPoint v3.02 ##
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