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Thread View: cl.wasser.diskussion
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1 total messages Started by Coordinat. geg. Bayer-Gefahren Wed, 24 Sep 1997 00:00
Re: BAYER hat Durst
#47
Author: Coordinat. geg. Bayer-Gefahren
Date: Wed, 24 Sep 1997 00:00
44 lines
3106 bytes
> Oliver Bedford <O.Bedford@uni-koeln.de> wrote:
> >  Es waere sehr schoen, wenn Ihr/Du/Sie Eure/Deine/Ihre Polemik mit
> >etwas mehr fundiertem Inhalt fuellen wuerdest. Und bitte auf die
> >unterschwellig wertenden Formulierungen verzichten.
> Dem kann ich nur zustimmen. Vielleicht ist die "Coordination gegen
> BAYER-Gefahren" ja keine schlechte Sache, aber wenn deren Postings in
> dieser Newsgroup derart polemisch und unqualifiziert daherkommen (wie
> auch z.B. ihre Message "Pyrethroid-Gefahren"), dann erreichen sie eher
> das Gegenteil, weil sie keiner ernst nehmen kann.

Die BAYER AG in Leverkusen f�rdert j�hrlich 160 Millionen Kubikmeter  
Grundwasser, mehr als die gesamte Stadt K�ln als Trinkwasser verbraucht. Das  
Grundwasser ist k�hl, sauber - und f�r BAYER umsonst. Die Erlaubnis hierf�r  
geht auf "vorl�ufige" Genehmigungen des Regierungspr�sidenten zur�ck, die aus  
den f�nfziger Jahren stammen und ungepr�ft Jahr f�r Jahr verl�ngert werden.
Die privaten Verbraucherinnen und Verbraucher in K�ln hingegen erhalten  
qualitativ schlechteres Wasser aus Uferfiltrat und m�ssen hierf�r nat�rlich  
auch kr�ftig bezahlen. Da� hierdurch die Allgemeinheit die Industrie  
subventioniert, d�rfte auch den Industriefreunden einleuchten.
Nicht anders sieht die Abwassersituation aus: mehr als 300 Millionen qm  
Wasser leitet allein das Leverkusener Werk in den Rhein, nat�rlich ohne einen  
Pfennig daf�r zu bezahlen. Die Stadt K�ln leitet etwa 120 Mio qm ein. �hnlich  
sieht das Verh�ltnis der Abwasserfrachten aus: 14.000 to CSB (chemischer  
Sauerstoff Bedarf, ein Ma� f�r die organische Belastung) durch BAYER  
gegen�ber 5.700 to durch alle K�lnerinnen und K�lner; 219 to Phosphor  
gegen�ber 92 to durch die Stadt; 1825 to Stickstoff gegen�ber 1.600 to. Von  
den chemiespezifischen Frachten sei mal ganz abgesehen.

Wie in vielen anderen Bereichen auch (z.B. Vorruhestandsregelungen,  
�ffentliche Subventionen, Steuernachl�sse) unterst�tzt also die Allgemeinheit  
die Gro�industrie (mit Unterst�tzung ist nicht nur finanzielle  
Subventionierung gemeint, sondern auch das Recht, nat�rliche Ressourcen zu  
verbrauchen). Hierauf hinzuweisen ist nicht polemisch, au�er vielleicht in  
den Ohren mancher Nutznie�er.

Coordination gegen BAYER-Gefahren
Postfach 15 04 18
40081 D�sseldorf

PS: die obigen Zahlen beziehen sich im wesentlichen auf 1993 und stammen aus  
dem Buch "Staatsgeheimnis Abwasser" von Werner R�gemer, erschienen im Zebulon  
Verlag
## CrossPoint v3.11 ##
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