🚀 go-pugleaf

RetroBBS NetNews Server

Inspired by RockSolid Light RIP Retro Guy

1 total messages Started by Karl Dietz Sun, 27 Apr 1997 00:00
Re: Erklärung und öffentlicher Brief an die
#8
Author: Karl Dietz
Date: Sun, 27 Apr 1997 00:00
86 lines
3955 bytes
## Nachricht vom 22.04.97 weitergeleitet
## Ursprung : /CL/USERFORUM/CL-TREFFEN
## Ersteller: Thomas.Roessler@Sobolev.IAM.Uni-Bonn.DE

Peer Heinlein <P.HEINLEIN@JPBERLIN.BerliNet.de> writes:

>Es gab durchaus auch lange und ernsthafte Ueberlegungen, wie man
>das Brett einrichten kann, so dass das /CL unserer Meinung nach
>keinen Schaden nimmt (hingefahren bin ich noch mit der
>Erwartung, dass wir eine entsprechende Loesung finden und das
>Brett einrichten koennen). Diese Ueberlegungen verliefen jedoch
>nicht zufriedenstellend, so dass wir aus diesem Grunde im Schluss
>die momentanen Gegebenheiten als nicht ausreichend ansehen
>mussten das Brett jetzt einzutragen.

Wenn ich Dich recht verstehe, ist also nach wie vor komplett
offen, was mit cl.magazine.radikal passiert.


Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt drei Szenarien:


I. 

Der offizielle status quo bleibt erhalten, ein Brett
cl.mag.radi wird dauerhaft _nicht_ eingerichtet.  Wenn man
radikal per CL verbreiten moechte, ist das sicherlich die beste
Loesung: Das Blatt wird in irgendwelche mehr oder minder
passenden Gruppen gepostet (cl.frauen.only etwa, wenn es um die
Kurdinnen-Demo in Bonn geht, etc.).  Niemand kann gezwungen
werden, seinen gesamten Newsspool taeglich nach derartigen
Beitraegen, die noch nicht einmal als radikal-zugehoerig
gekennzeichnet sein muessen, durchzusehen.  Eine lokale Loeschung
von Artikeln muesste sich ein Systembetreiber dann ueberlegen,
wenn Benutzer oder Staatsanwaltschaften sich bei ihm
beschweren.

Haken bei dieser Variante waere, dass das CL seine eigenen
Beschluesse nicht beachten wuerde.  Seine derzeitigen Exponenten
wuerden unglaubwuerdig.


II.

cl.magazine.radikal wird eingerichtet, aber unter besondere
Kuratel gestellt.  Eine zentrale Instanz (nach Moeglichkeit
juristisch vorgebildet) sieht die Gruppe, soweit zumutbar, nach
offensichtlich strafrechtswidrigen Artikeln durch und
veroeffentlicht ggfs. auf geeignetem Wege eine Aufforderung zur
Loeschung; dies kann z.B. per Mailverteiler an die Sysops
erfolgen, die dieser Aufforderung nach ihrem eigenen Urteil
nachkommen koennen oder auch nicht.

Durch eine (gegebenenfalls schriftlich zu dokumentierende)
laengerfristige Beobachtung der Gruppe koennte man je nach deren
Entwicklung zu dem Ergebnis kommen, dass der Anteil
problematischer Postings so niedrig ist, dass an eine
Garantenstellung nicht mehr gedacht werden kann.  Die
gesonderte Beobachtung der Gruppe koennte dann eingestellt
werden.

Problem ist, dass diese Loesung ggfs. eine laengerfristige
kontinuierliche Rechtsberatung mit sich bringt; auch die
Entscheidung, die Beobachtung einzustellen, sollte nicht von
Laien getroffen werden.  Sowas kostet Geld.


III.

cl.magazine.radikal wird zwar eingerichtet, der Pflichtbezug
fuer diese Gruppe allerdings aufgehoben.  Die Entscheidung, sich
eine Garantenpflicht aufzubuerden oder nicht, bleibt dem
einzelnen Systembetreiber ueberlassen; es bleibt ihm allein
ueberlassen, einer etwaigen Garantenpflicht zu genuegen. Zugleich
waere eines der Grundelemente der eigentuemlichen Eigenartigkeit
des CL aufgegeben.  Man kann das positiv und negativ
betrachten, ganz wie man will.  Als Solidargemeinschaft haette
das CL jedenfalls versagt.



tlr
-- 
Thomas Roessler � 74a353cc0b19 � dg1ktr � http://home.pages.de/~roessler/
## CrossPoint v3.02 ##
Thread Navigation

This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.

Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.

Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.

Back to All Threads