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Article #373Re: Monopolbildung und Triumph des Eigennutzes? (war: Re: Diskuss
From: Uwe Doering
Date: Thu, 25 Feb 1993 18:28
Date: Thu, 25 Feb 1993 18:28
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martini@cloud9.in-berlin.de (Martin P. Ibert) writes:
>In <TUXABJPT@math.fu-berlin.de>, Vera Heinau writes:
>| cross@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) writes:
>| >Du willst also allen Ernstes vorschlagen, dass IN-Berlin ueber die
>| >Verwendung der mitgliedereigenen Links entscheidet, mit der simplen
>| >Argumentation, alles andere wuerde Dir zuviel Arbeit machen?
>| Von einer Gesamt-Berliner Entscheidung ist (zumindest noch) keine
>| Rede - selbstverstaendlich steht jedem Linkbetreiber frei, mit seinem
>| Link zu machen, was er will.
>
>Es beruhigt mich, dass Du das so siehst (ich hatte es allerdings von Dir
>auch nicht anders erwartet). Aber aus Uwes Posting kommt es definitiv
>anders rueber.
>
>| Ihm jetzt vorzuwerfen, es sei egoistisch,
>| wenn er sein Geld nicht mehr fuer andere, nicht der Gemeinschaft angehoe-
>| rende einsetzen will, finde ich schon etwas eigenartig.
>
>Darum geht es ja auch nicht. Uwe (so jedenfalls haben ich und wohl auch
>Carsten es aus dem Posting von Uwe herausgelesen) moechte am liebsten jedem
>IN-Berlin.De-Mitglied Mailtraffic (zumindest einlaufendem) mit domainfremden
>Rechnern verbieten. Und das finde ich UEBERHAUPT NICHT WITZIG.
Ich vermute, Du meinst hier nicht die Erreichbarkeit von in-berlin-
Mitgliedern, sondern die periphere Einspeisung von Mails aus anderen
Domains/Netzen nach in-berlin.de. Ja, in der Tat saehe ich es gerne, wenn
sich dieser Auffassung auch andere Site-Betreiber anschloessen, da andern-
falls der Betrieb des in-berliner Netzes unnoetig verkompliziert wuerde.
Verbieten will und kann ich nichts. Ich versuche lediglich, fuer meine
Sicht der Dinge zu werben. Ob sich jemand meiner Meinung anschliesst,
ist seine Entscheidung. Ich vermute aber, dass zumindest auch bei
einigen der anderen Verteiler die oekonomischen Aspekte den Ausschlag
geben werden, einem durchschaubaren und unkomplizierten Verteilerbaum
den Vorzug zu geben.
>| Gewisse Voraussetzungen heisst:
>| - fub geht aus der Submap
>Klar. Logisch. Keine Diskussion.
>
>| - automatisches Einspielen der (sub-) map ist auch (und gerade) auf den
>| IN-Berlin-Sites moeglich, die nach MX-Records routen wollen
>Das ist mE das Privatproblem derjenigen, die das wollen. Deshalb die
>anderen IN-Berlin.De-er, die vielleicht in der Map stehen bleiben wollen,
>aus der Map draengen zu wollen finde ich schon mal nicht so toll.
Es geht hier weniger um Wuensche der einzelnen (wuenschen kann man sich
viel), sondern darum, die Funktion der in-berliner Mail-Versorgung
sicherzustellen. Eine halbe Umstellung gibt es nicht. Entweder man
macht sie komplett, oder man laesst es sein. Sein lassen koennen wir
es nicht, da wir durch fubs Entscheidung, die Submap nicht mehr zu
verwenden, vollendete Tatsachen vorgegeben bekommen haben. Wir koennen
also nur versuchen, das beste daraus zu machen, und das Ergebnis dieser
Ueberlegungen ist die Berliner Map-Reform. Eine halbe Map-Reform _kann_
nicht funktionieren. Das liegt nicht an der deutschen Gruendlichkeit,
sondern ist bei diesem Konzept prinzipbedingt.
Es ist also die persoenliche Entscheidung eines jeden, sich dem
Gemeinwohl in-berlins verpflichtet zu fuehlen, auch, wenn er vielleicht
nicht ganz mit einigen Entscheidungen der Mehrheit uebereinstimmt, oder
uneinsichtig zu sein und die Funktionsfaehigkeit von in-berlin zu
gefaehrden. Allerdings nimmt sich in-berlin dann die Freiheit heraus,
der Gefaehrdung durch geeignete Massnahmen entgegenzuwirken. Solange
diese Politik von der Mehrheit getragen wird, ist vom Standpunkt der
Demokratie nichts dagegen einzuwenden (nicht, dass hier wieder jemand
diktatorische Tendenzen unterstellt).
>| - moeglichst einfaches Updaten der berlin-internen Struktur bei Neuan-
>| schluessen oder Linkveraenderungen
>Das schafft man natuerlich leichter, wenn man Neuanschluesse gleich
>verhindert, indem man "pay now, mail later" einfuehrt :-/
Richtig. So funktioniert das in unserer Wirtschaft, von der wir alle
leben. Warum soll das bei in-berlin anders sein. Wenn Du ins Kino gehst,
entscheidest Du Dich ja auch nicht erst hinterher, ob Du den Eintritts-
preis bezahlst. Immerhin kann man sich fuer einen Monat kostenlos an
in-berlin anschliessen. Daran soll sich m.W. nichts aendern. Diese Zeit
sollte ausreichen, sich ein Bild von den Vor- und Nachteilen des Netzes
machen zu koennen. In sofern ist in-berlin gar nicht so knallhart
kommerziell orientiert, wie Du es hier darstellst. Um Neuanschluesse
muessen wir uns sicher auch in Zukunft keine Sorgen machen, eher darueber,
wer diese Menge von Teilnehmern verwalten soll. ;-)
>| Dazu muessten IN
>| und Vz* entweder einen Zusammenschluss vollziehen, einen gemeinsamen
>| Dachverband gruenden oder sonstige Vereinbarungen treffen. Das geht
>| nicht "aus dem hohlen Bauch heraus".
>Wenn Ihr das wirklich wollt, sollte IN-Berlin.De als Bestandteil des IN
>keine Entscheidungen herbeifuehren, die eine Ausgrenzung der .sub.org-ler
>zur Folge haben.
Ein Zusammenschluss haette ja schon laengst stattgefunden (die meisten
IN-Domains sind ja mal Bestandteil des sub.org-Netzes gewesen). Aber ich
vermute, das ist mit den sub.org-Dogmatikern wahrscheinlich nicht machbar,
da das IN ja mit dem Teufel (DFN, Eunet) im Bunde ist (Oel ins Feuer
giess! ;-).
Uwe
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