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Article #152Re: Grosse scharfe Sachen, der Duden und ...
From: Thomas Liening
Date: Tue, 11 Aug 1992 14:26
Date: Tue, 11 Aug 1992 14:26
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In <20581@sbsvax.cs.uni-sb.de> uwe@mpi-sb.mpg.de (Uwe Waldmann) writes: >In Artikel <1992Aug05.113208.1913@chshost.in-berlin.de> schreibt >root@chshost.in-berlin.de (Thomas Liening): >> In <15l0eaINNd2a@smurf.smurf.sub.org> urlichs@smurf.sub.org >> (Matthias Urlichs) writes: >> >> >In de.admin.news.software, article <20496@sbsvax.cs.uni-sb.de>, >> > uwe@mpi-sb.mpg.de writes: >> >> >> (*) ,,"o`` hat zwar gegenueber ,,oe`` den Vorteil der Eindeutigkeit; >> >> ausser bei Eigennamen ist das aber in einem durchschnittlichen >> >> Newsartikel ziemlich irrelevant. >> >> >> >Das sagst du so einfach -- ich fuer meinen Teil will aber fuer doppelte >> >Anfuehrungszeichen " verwenden und nicht '' oder ``, und schon gar >> >nicht ,, . >Darfst Du. Ich erlaub's Dir. >>[Schriftsatz contra Maschinenschrift-Regeln, ",," darf nicht verwendet >> werden] >Wenn ich aber das doppelte Anfuehrungszeichen " bereits in einer >anderen Funktion benoetige (ausnahmsweise), sollte ich zum Zitieren >wohl doch eine andere Notation waehlen. Oder haette ich in obiger >Fussnote ""o" statt ,,"o`` schreiben sollen? Lieber nicht. Das Problem ist das der Lesbarkeit, wie ich jetzt beim Nachdenken darueber gerade festgestellt habe. Die von Dir verwendete Form ist recht gut lesbar, wenn direkt nach dem Anfuehrungszeichen ein Umlaut in TeX-Form auftritt. Aber: Es spricht nichts dagegen, statt ",," und "''" die einfachen Anfuehrungszeichen zu verwenden und das dann so zu schreiben: '"o', wobei man zur besseren Uebersicht eventuell noch ein Leerzeichen hinter bzw. vor dem oeffnenden und schliessenden Anfuehrungszeichen einfuegen kann. Letzteres ist zwar in den "Richtlinien fuer das Maschinenschreiben" laut Duden ebenfalls nicht erlaubt, steigert aber in solchen Faellen die Uebersichtlichkeit etwas. Um keinen falschen Eindruck zu hinterlassen: Ich will hier nicht auf irgendwelchen Duden-Regeln herumreiten und dafuer eintreten, dass sie penibel eingehalten werden. Mir geht es in erster Linie um die Lesbar- keit; wenn es aber per Zufall Regeln gibt, die mich in meiner Argumen- tation unterstuetzen koennen, verwende ich sie natuerlich :-) >> Die Form "o fuer oe (und vergleichbare) existiert einzig und allein >> dafuer, Schriftsatzsystemen auch unabhaengig von den Einschraenkungen >> einer Tastatur einen brauchbaren Input geben zu koennen. Diese Form >> ist *nicht* dazu da, dass man sie *so* liest, sondern dazu, aus ihr >> etwas Korrektes setzen zu koennen, das dann den Leser erreicht. Da >> wir hier an normalen Rechnern und nicht an Satzsystemen sitzen, ist >> "a, "o, "u oder gar \3 nicht nur falsch, sondern auch ueberfluessig >> und unnoetig schwer lesbar. >Meine Worte. Wenn Du Dir meinen oben zitierten Artikel durchliest, >wirst Du feststellen, dass ich darin fuer die oe-Form (gegenueber der >"o-Form oder der ISO-8-bit-Darstellung) plaediere, gerade weil sie lesbar >ist *und* alle Transportwege unbeschadet uebersteht. Ich mag mich taeuschen, aber es hoert sich ein bisschen so an, als fuehltest Du Dich durch meine Argumentation gegen TeX-Umlaute "ange- sprochen". Das war nicht meine Absicht; ich wollte eher ganz allgemein zum Ausdruck bringen, dass ich TeX-Umlaute in News und Mails in der Regel unangebracht finde, weil es mir immer wieder unangenehm auffaellt. Gruss, Thomas. ----------------------------------------------------------------------- Thomas Liening * Roennebergstrasse 14 * 1000 Berlin 41, Germany, Europe Voice: +49 30 852 59 28 * Fax: +49 30 852 59 28 (call voice prior!) Smart: root@chshost.in-berlin.de Bang: ...mcsun!unido!fub!einoed!bitcave!chshost!root
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