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Article #39Grosses "Scharfes S" (Was Re: opinion poll: ...)
From: Juergen Nickelsen
Date: Wed, 29 Jul 1992 18:23
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In article <MFI5T3N@mailgzrz.tu-berlin.de> cross@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) writes: > Resultat: Die deutsche Sprache kennt urspruenglich kein grosses 'ß'. > Es ist nur durch die Behoerden der Brauch eingefuehrt worden, > in grossbuchstabigen Woertern das kleine 'ß' zu verwenden. (Ich schreib' jetzt mal explizit "\ 3 3 7", weil das andere hier nervt.) Das \337 ist ja auch kein Buchstabe. Es ist entstanden als Ligatur aus dem Langen S (das aehnlich wie "f" aussieht) und dem Schluss-S, das heute im Deutschen ausschliesslich fuer beide "s" benutzt wird. (Es ist also auch auf keinen Fall ein "EsZett". Dieses Missverstaendnis ist erst spaeter aufgekommen, weil durch teilweise Ueberlappung in der Ligatur das Scharfe S in manchen gebrochenen Schriften aehnlich wie eine Ligatur aus dem Schluss-S und einem kleinen Z aussieht.) Da auch zu Zeiten des Langen S beide "s" gross als "S" geschrieben wurden, ist es vom sprachlichen Gesichtspunkt her das einzig vernuenftige, das Scharfe S bei Grossbuchstaben als SS zu schreiben. -- Juergen Nickelsen
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<NICKEL.92Jul29192322@desaster.cs.tu-berlin.de>Path:
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Newsgroups: de.admin.news.software Path: arc1-ca.pugleaf.net!sparky!uunet!darwin.sura.net!wupost!sdd.hp.com!ux1.cso.uiuc.edu!umn.edu!math.fu-berlin.de!zrz.tu-berlin.de!mailgzrz.tu-berlin.de!nickel From: nickel@cs.tu-berlin.de (Juergen Nickelsen) Subject: Grosses "Scharfes S" (Was Re: opinion poll: ...) In-Reply-To: cross@cs.tu-berlin.de's message of Tue, 28 Jul 1992 01:33:18 GMT Message-ID: <NICKEL.92Jul29192322@desaster.cs.tu-berlin.de> Sender: news@mailgzrz.tu-berlin.de (News Manager) Nntp-Posting-Host: desaster.cs.tu-berlin.de Reply-To: nickel@cs.tu-berlin.de Organization: STONE Project, Technical University of Berlin, Germany References: <8H34SGO@math.fu-berlin.de> <HK34IHQ@math.fu-berlin.de> <A0bs2de8@asbach.nbg.sub.org> <MFI5T3N@mailgzrz.tu-berlin.de> Date: Wed, 29 Jul 1992 18:23:22 GMT Lines: 24