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Article #68Re: Tastaturen, mal wieder
From: Matthias Urlichs
Date: Fri, 31 Jul 1992 20:12
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In de.admin.news.software, article <1992Jul30.065111.23213@amylnd.stgt.sub.org>, agnus@amylnd.stgt.sub.org (Matthias Zepf) writes: > In article <1992Jul29.113530.16426@hiss.han.de> fifi@hiss.han.de > (Axel Zinser) writes: > > >> Zumindest fuer jemanden, der Rechner zum *programmieren* verwendet, > > >> ist eine "normale" Tastatur US-ASCII. > > >Bloedsinn. US-Tastaturen sind etwas fuer die Leute, die sich > > >fuer besonders wichtig halten. > > Voll richtig, Mann. Schliesslich ist es beim Programmieren viel wichtiger, > > in den (meist in englisch gehaltenen) Kommentaren moeglichst viele von > > unseren einheimischen Umlauten zu verwenden > > Naja, wenn Du Deine Kommentare in englisch verfasst, dann ist das DEIN > Problem. Siehe dazu meine Antwort an M. Urlichs bzgl. der deutschen > Sprache. > Schon mal auf die Idee gekommen, dass manche Leute (noch) nicht die Moeglichkeit haben, an die Sourcen ihrer Tools bzw. die EPROMs ihrer Terminals ranzukommen, um die doofe US-DSoftware endlich zu Umlauten zu ueberreden? Oder dass sie Wichtigeres oder Produktiveres zu tun haben, als in ihren Tools nach den ominoesen "& 0x7f" oder "isascii()" zu graben? Oder dass es fuer einen Grossteil der Leute wichtiger ist, eine konsistente Umgebung zu haben (d.h. alles in einer Sprache) als staendig mental umschalten zu muessen? Besonders bei der Programmiererei stoert das manche Leute immens (mich zB). Nur als Hinweis: Mich stoert die Nicht-Umlautfaehigkeit mancher Tools auch. Und irgendwann wird das Problem auch behoben. Aber von heute auf morgen und uebers Knie gebrochen geht das nunmal nicht. > Aber wir koennen die Diskussion sowieso begraben, weil hier eh alle > auf Englisch stehen - siehe Name diese Gruppe - und man mit einem > gesunden Menschverstand hier eh nichts ausrichten kann. Guru (und > solche die sich fuer welche halten) sind nunmal amerikanisch auf die > Welt gekommen Siehe oben. Der gesunde Menschenverstand steht nunmal nicht im leeren Raum. Und wenn du nicht akzeptieren willst, dass auch die "andere Seite" Argumente hat, mit denen man sich auseinandersetzen muss, dann koennen wir diese Diskussion _wirklich_ begraben. > - komischerweise koennen die meisten nicht mal richtig > Englisch. > Auch hier gilt: nicht jeder hat die Zeit oder Moeglichkeit zu einem Auslandsaufenthalt, um die doofen Germanismen aus seinem Schulenglisch rauszuwerfen. Dass auch die meisten Englischlehrer nicht auf die Idee kommen, dass "to become" nunmal "werden" und nicht "bekommen" heisst und dass die Kommasetzungsregeln im Englischen doch _etwas_ anders sind als im Deutschen, macht das Problem auch nicht besser. -- Lack of skill dictates economy of style. - Joey Ramone -- Matthias Urlichs -- urlichs@smurf.sub.org -- urlichs@smurf.ira.uka.de /(o\ Humboldtstrasse 7 -- 7500 Karlsruhe 1 -- Germany -- +49-721-9612521 \o)/
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