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Article #32Re: Boykott gegen Bayern // Boycott Bavaria
From: Fred Trottelhauer
Date: Wed, 23 Apr 1997 00:00
Date: Wed, 23 Apr 1997 00:00
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In <335D3589.2FA9@hrz1.uni-oldenburg.de>, Mark Obrembalski <markobr@hrz1.uni-oldenburg.de> writes: >Patrick von der Hagen wrote: >> >> >Prinzipiell gebe ich Dir Recht, aber glaubst Du ersthaft, da� sie eine >> >Staatsanwaltschaft von Deinen Boykottm�glichkeiten beeindrucken l��t? Ich >> >denke, dar�ber lachen sie. >> Ich wuerde da noch weiter gehen: wenn sich eine Staatsanwaltschaft >> durch Bykottdrohungen oder tatsaechliche Boykotte einschuechtern >> liesse, und daraufhin Ermittlungen/Anklagen beenden wuerde, dann waere >> das eindeutig das Ende unseres Rechtsstaates. Mmmm, hehehe, kommt drauf an, in welchem Sinne hier "Rechts" angewendet wird. Ja ja, ich weiB schon :) Aber - find ich an und fuer sich nicht. Ich glaub' ich sehe, daB du dahinter die Anarchie siehst. Aber, anders gesehen, ist ein Staat, der reagiert auf gerechte Proteste gegen ungerechte Gesetztuerei, indem er sie abschafft, ein Staat der funktioniert. Waerend ein Staat, der ungerechte Gesetztuerei durchfuehrt, ohne sich zu beeinflussen lassen von gerechtem Protest der Bevoelkerung, ein Staat ist, der nicht funktioniert, und der zu wenige Schritte von der Diktatur entfernt ist. In dem Fall ist das ein gefaehrliches Rumreiten auf der Idee von "Recht". DaB ist natuerlich eine amerikanische Perspektive, und die Idee daB das Recht vor sozialen Unruhen geschuetzt werden muB ist vielleicht schwaecher hier als in Deutschland. (Wegen den Republikanern oefters traurigerweise.) >Immerhin k�nnte es ja sein, da� ein erfolgreicher Boykott die >Staatsanwaltschaft oder die Landesregierung dazu bringt, mal genauer zu >schauen, was in dem Fall l�uft, sich einmal zu informieren, wie die >Sachlage beim Internet wirklich ist und daraufhin zu dem Schlu� kommen, >da� den Leuten von Compuserve eigentlich gar nichts vorzuwerfen ist. Ob >dazu ein Boykott auchn�tig ist, wei� ich nicht. Eine Lawine von >Protestbriefen und -mails aus aller Welt w�rde es vielleicht auch schon >tun. Naja, Proteste hat es ja schon recht viele gegeben - von daher w�re >es vielleicht angebracht, auf Boykott umzusteigen. Allerdings ist bei >einem Boykott immer zu beachten: Wie wirkungsvoll kann er sein? Ein >Boykott, an dem sich nur sehr wenige beteiligen, kann keine gro�e Wirkung >haben, vermutlich wird er gar nicht als solcher bemerkt. Und bezogen auf >das bayerische Bruttosozialprodukt w�re ein Boykott, wie er >realistischerweise zu schaffen w�re, _extrem_ klein. Denkbar w�re es, den >Boykott auf einen Teilbereich zu beschr�nken, wo die Wirkung gr��er sein >k�nnte. Es geht nicht so sehr um eigentliche Effekte an Eintraegen hervorzurufen, als darum, schlechte Presse fuer die gute Beamtschaft in Muenchen und Bayern zu produzieren. Die netzanwendende Bevoelkerung im Westen ist groB genug, so daB Ansage vom Reise- oder Handelsboykott gegen Bayern nicht einfach als uninteressant abgetan werden kann. Allein die schlechte Presse, die davon produziert werden koennte, daB die Hirsl in der Muenchener Staatsanwaltschaft die veroffenbarte Zukunft der Menschheit (daB Netz, nach dem Pressequatsch den Politiker fressen mueBen) abzuschliessen versuchen, weil sie halt gute konservative Pauker sind, wuerde mir nicht ein gutes Gefuehl geben, wenn ich das als mit Namen angebrachter Beamter in der Fruehstueckszeitung lesen wuerde. (Nee, sogar hier sind noch nicht alle im konservativen Schlamm eingeschlafen - gibt noch Leser und Zeitungen die was darueber zu sagen haetten.) Die Moeglichkeiten sind da - ausnuetzen mueBen wir sie. >Love and Peace, >Mark Fred When I hear the words 'Connected', 'Trust' and 'Under Control', I reach for my revolver. Schiss druf.
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