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Article #4536

Re: reverse CDDA??

#4536
From: Daniel Weiss
Date: Mon, 01 Apr 1996 19:12
94 lines
5725 bytes
Tach!

pirat@axent.paradise.sub.org benutze seine Tastatur am 31.03.1996 um 18:50:46 Uhr, um
folgenden Text unter dem Betreff "Re: reverse CDDA??" zu zeugen:

pt> Hi,
pt>
pt> : Darum geht`s auch gar nicht.
pt> : Audiotracks kannst du bei AsimCDFS3.5 direkt als AIFF,CDDA oder MAUD runterlesen,
pt> : sogar mit DirectoryOpus.
pt>
pt> Jau, leider muss man das ganze dann noch fuer die gaengige TrackSoftware
pt> convertieren, deswegen benutze ich lieber gleich CDDA oder YACDP, denn
pt> mit diesen zwei Proggies kannste es als 8SVX speichern.....
pt>
pt> : Die Frage hier war doch, ob man dem CD-Drive Daten schicken kann, die dieses dann
pt> : ueber seinen D-A-Wandler in Audio verwandelt. So etwas gibts meineswissens nicht,
pt> : da bei Audiodaten eine Abkuerzung im Chip verwendet wird, die nicht in der Lage
pt> : ist, von "aussen" Daten mitzunehmen.
pt>
pt> Mit einem CD-ROM, aiuch CD-LESER genannt, ist es auf keinen FALL moeglich,
pt> man benoetigt einen CD-SCHREIBER wenn man gewoehnliche DATEN auf die CD
pt> kopieren moechte........ich glaube nicht dass man die SOUNDDATEN als
pt> Audio-Song auf die CD schreiben kann......kann ich mir nicht vorstellen

Hoert denn hier ueberhaupt keiner richtig zu?? Darum ging es auch nicht!! Es
ging darum, dem CD-ROM Audio-Daten zu schicken, die dessen D/A-Wandler dann
ausgibt.

Das soll angeblich nicht funktionieren. Angeblich.
Ich habe aber zumindest fuer IDE-CD-ROMS eine Loesung gefunden: wenn man das
IDE-Kabel lang genung macht, so dass sich eine stehende Welle ausbilden kann
und dann den IDE-Adapter so anspricht, dass man die Frequenz mit der die
Daten an den IDE-Adapter gehen noch feinabstimmt (ich habe dafuer ein
kleines Assembler-Programm geschrieben), dann wird die Amplitude der
stehenden Wellen so stark, dass sie die Daten die vom CD-ROM kommen so stark
ueberlagern, dass selbige nicht mehr von D/A-Wandler erkannt werden koennen,
dafuer aber die Daten auf der stehenden Welle, die ja die doppelte Amplitude
hat, wie die beim normalen lesen entstehenden Wellen.
Da ist aber auch der Knackpunkt: damit das CD-ROM ueberhaupt etwas
D/A-Wandelt, muss man eine normale CD abspielen. Dadurch gibt es leider bei
manchen CDs unschoene pausen, wenn eine Luecke zwischen den tracks eingebaut
ist. Abhilfe schafft hier eine Live-Konzert-CD, die wo die Tracks ja meist
ohne jede Unterbrechung ineinander uebergehen.   (z.B. Queen live at
Wembley 86) Dann gibt es nur noch ca. alle 70 Minuten einen Aussetzer, wenn
die CD wieder an den Anfang geht. Das abspielen der CD wird natuerlich von
meider Software gesteuert und muss nicht manuell gestartet werden.
Damit Jetzt aber der IDE-Adapter auch die Daten an das CD-ROM schicken
kann, muss die Software die Daten vom CD-ROM ueber den Bus *lesen* .
Die in den Rechner gehenden Daten werden aber wie Anfangs beschrieben von
den mit einer auf stehende Wellen abgestimmten Frequenz aus dem IDE-Adapter
kommenden Daten so stark ueberlagert, dass sie auch am D/A-Wandler des
CD-ROMs ankommen und dort sie CD-Daten noch in digitaler Form derartig
heftig ueberlagern, dass eben nichts mehr von ihmen uebrig bleibt.
    Leider hat diese Art ein CD-ROM als D/A-Wandler zu missbrauchen den
Nachteil, dass die CPU so stark belastet wird, als wuerde sie mit maximale
Datenrate auf eine Festplatte schreiben (ca. 2MB/s). Dies ist notwendig um
die Stehende Welle aufrecht zu erhalten, was dadurch erreicht wird, dass pro
vom CD-ROM erwarteten Datenwort eben dieses in Abwechslung mit einem
"leeren" Datenwort (nur mit 0-Bits) auf das IDE-Kabel geschickt wird. Es
wird also pro vom D/A-Wandler gewandelten Audio 16-Bit-Wort pro Kanal 11
mal das gleiche 16-Bit-Audio-Wort in Abwechslung mit 11 Null-Worten
empfangen, wobei der D/A-Wandler die Null-Worte ignoriert, da ein 0-Wort an
seinem Eingang bedeutet, dass jetzt der Datenstrom abbricht. Da aber
mindestens eins der 11 Datenworte "aufgefangen" wird und dann das
entsrechende "Acknowledge"-Signal gesetzt wird, weiss mein Programm, dass
es jetzt bereits das naechste Datenwort auf die Stehende Welle "setzen"
kann.
Mit einem SCSI-CD-ROM wird dieser leider etwas CPU-Zeit fressende Trick
wohl nicht funktionieren, da bei SCSI ja nur Befehle gesendet werden um
etwas auszuloesen und sich der Datenstrom so also nicht mit der CPU per
Software kontrollieren laesst.


Munter bleiben

Daniel

PS: Ich werde vermutlich im April nicht per E-Mail erreichbar sein.


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Date: Mon, 01 Apr 1996 21:12:47 CEST
From: D.WEISS@A-LINK-H.zer.sub.de (Daniel Weiss)
Reply-To: D.WEISS@A-LINK-H.zer.sub.de
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Subject: Re: reverse CDDA??
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