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Article #4606Warum verkauft AT kein Zubehoer?
From: Alfred Fent
Date: Tue, 09 Apr 1996 09:15
Date: Tue, 09 Apr 1996 09:15
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Hallo Leute und insbesondere AT-Angestellte, mal eine saubloede Frage: Wieso baut eigentlich AT kein Zubehoer fuer (alte und neue) Amigas? Ich meine, wenn ich mir so die Diskussionen ueber den Walker durchlese, dann steht da immer sinngemaess "welche Daughterboards es gibt, das ueberlassen wir Drittherstellern", z. B. von Dr. Kittel. Oder die PowerPC-Karte fuer die 4000'er, die wird von Phase5 produziert. Wird es von AT ein PowerPC- Update fuer alte Rechner geben? Ich weiss es nicht, und ich glaube es auch nicht. Sicher verstehe ich die Argumente, dass die Personal- und Finanzdecke von AT zu gering ist, als dass man sich mit dem ganzen Kleinzeugs verzetteln duerfte. Aber auf der anderen Seite: Wofuer gibt der Amiga-User sein Geld aus? Fuer einen neuen Rechner? Einmal alle fuenf Jahre. Fuer Zubehoer? Permanent. Turbo- boards, Speichererweiterungen, Festplatten(controller), Grafikkarten, Netz- karten, Custom-Chip-Updates, Towerumbauten, ... usw. Ich sehe in diesem Bereich ein nicht zu unterschaetzendes Potential, dass aber vollstaendig Drittanbietern ueberlassen wird. Der Punkt dabei ist: AT zieht sich ja selbst den Boden unter den Fuessen weg: Da werden Rechner gebaut, die dank vielfaeltiger Updatemoeglichkeiten eine Lebensdauer von vielen Jahren haben, und dann wird damit kein Geschaeft gemacht. Wenn ich mir einen PC kaufe, dann brauche ich in spaetestens drei Jahren einen neuen, weil der alte einfach ueberfordert ist und nicht aufgeruestet werden kann (v.a. was Prozessoren betrifft). Beim Amiga schaut's anders aus: Bei mir daheim roedelt einer der ersten A2000 mit B-Platinenrevision, ich glaube der steht da seit 1988, und er tut's immer noch. Er hat mittlerweise ECS und 1MB ChipRAM, einen 30'er Prozessor, 8 MB FastRAM (siehe anderen Thread :-(), viele, viele weitere Karten, und evtl. spendieren wir ihm noch auf seine alten Tage noch eine 60'er Karte, dann duerfte die Rechenleistung bis zu seinem 10ten Geburts- tag reichen. Daneben steht ein A4000, drei Jahre oder so alt, der bekommt mal eine PowerPC Karte und ist dann auch wieder auf der Hoehe der Zeit. Wir sind und bleiben (hoffentlich) treue Amiga-Anwender, aber unser Geld fliesst nicht in die Taschen von AT (ausser fuer's naechste OS-Update), sondern in die von an- deren Firmen. Aber wer muss den Amiga weiterentwickeln...? Servus Alfred -- ------------------------------------------------------------------------------- -- multae causae sunt bibendi (Lat. Sprichwort) -- Alfred Fent --- -- ergo bibamus! (Papst Martin IV) -- fent@fmi.uni-passau.de --- -------------------------------------------------------------------------------
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