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Article #1455AMI: Fontlibs unter PasTex
From: Claus Langhans
Date: Sat, 02 Jan 1993 13:23
Date: Sat, 02 Jan 1993 13:23
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To: hessmann@unipas.fmi.uni-passau.de
From: langhans@wildcat.fido.de
Mo 21-Dec-92 13:29 wrote Georg Hessmann:
GH> Irgendwann in naechster Zeit moechte ich beginnen PasTeX 2.0 zu
entwickeln.
Hoert sich gut an!
GH> Dies soll ein komplettes 'rewrite' sein, bei dem ich mich nicht an
GH> bisherige Vorgaben (*.fnt Files usw.) halten moechte.
GH> Z.B. den Fontsuchalgorithmus moechte ich komplett neuschreiben.
GH> (Diesmal natuerlich mit virtuellen Fonts :-)
GH> Das Format der *.fnt Files gefaellt mir ueberhaupt nicht, einerseits
GH> ist es zu aufgeblasen, andererseits fehlen dann doch wieder manche
GH> Optionen, die vielleicht doch von Interesse waeren.
GH>
GH> Bevor ich aber nun daran gehe, das Ganze komplett neu zu schreiben,
GH> moechte ich es (ausnahmsweise :) vorher genau planen, damit auch
GH> wirklich alles zusammen passt, und nicht noch irgendwelche Sachen
GH> nachtraeglich eingeflickt werden sollen.
GH>
GH> Daher nun meine Frage: WIE SOLL PasTeX GENAU MIT DEN FONTS UMGEHEN?
GH>
GH> Darunter verstehe ich z.B.:
GH> - wo soll nach den Fonts gesucht werden
Die Fontlibs sind mir persoenlich nicht so wichtig, da ich wegen der
Handlichkeit und des Plattenplatzes (bitte keine Diskussion deswegen vom
Zaun brechen) die Fonts einzeln habe. Sie sollten auch in Zukunft einzeln
benutzbar sein. Bei den Fontlibs waere m.E. eine Zusammenarbeit mit
Eberhard Matthes (emTeX) und Anselm Lingnau (ASCREEN) ganz angebracht,
damit man sich irgendwann auf ein Format fuer die FontLibs einigt und
diese schon fertig in einer groesseren Anzahl zur Verfuegung stehen z.B.
fuer die DC/EC-Fonts. Fertige FontLibs wuerden sicher einige Probleme
beseitigen und standartisierte FontLibs wuerden sicher auch Platz auf den
diversen Servern und Mailboxen sparen.
GH> - was ist zu tun, wenn ein Font nicht gefunden wird
Vorher noch eine Anregeung zum Suchen selber: Es waere vorausschauend,
wenn man mehrere Suchpfade zulassen wuerde. Angenommen, man haette ein
paar vernetze Rechner bei denen die Standard-Fonts in einem Directory
liegen, auf dem man kein Schreibzugriff hat, man aber dennoch lokal ein
paar eigene Fonst haben will. Zum Beispiel durch bm2font erzeugte oder
AMS-Fonts oder sonst was huebsches.
GH> o soll durch einen Font einer aehnlichen Aufloesung ersetzt werden?
GH> o soll durch einen beliebigen anderen Font ersetzt werden?
Wenn eines von beiden gemacht wird, dann sollte man das irgendwie
erkennen, entweder durch eine andere Farbe (Chip-Mem Probleme) oder
vielleicht inverse Darstellung, das sieht aber nicht so huebsch aus.
GH> o soll das tfm File geladen werden und der Platz leer gelassen werden?
Das finde ich nicht gut, da man bei Dingen die man nicht sieht, schlecht
feststellen kann, dass sie nicht da sind.
GH> o soll das tfm File geladen werden und schwarze Kaestchen gezeichnet
GH> werden?
Das geht sicher recht flott.
GH> o soll Metafont aufgerufen werden? (mit welchem Mode?)
Als Option sollte man das sicher ermoeglichen. Evtl. Metafont aufrufen und
trotzdem schon mal eine andere der oben genannten Moeglichkeiten nutzen
Zwecks Geschwindigkeitssteigerung.
GH> - wie wird mit virtuellen Fonts/Postscript Fonts umgegangen
Selber weis ich noch zu wenig davon, um eine qualifizierte Aussage
machen zu koennen. Es waere aber schoen, wenn man PostScript Fonts nutzen
koenntge , wie das mit den entsprechenden LaTeX Style Optionen zum NFSS
gemacht wird. Bei der Doku zu DVIPS steht ja auch das eine oder andere
zu diesem Thema.
GH> - wie soll die Konfigurierbarkeit aussehen (ASCII File, Prefs
Editor, ...)
Ich persoenlich finde ASCII-Files ganz in Ordnung, sofern sie mit
Kommentaren Hilfestellungen geben, was man denn alles eingeben kann. Ein
huebscher Prefs-Editor waere natuerlich auch schoen, macht aber mehr Arbeit
die besser in andere Sachen investiert wuerden.
GH> _Jeder_ ist aufgerufen zu den obigen Fragen seinen Senf dazuzugeben, egal
GH> ob PasTeX Benutzer oder nicht. Ich bin auch sehr darin interessiert, wie
GH> andere TeX Systeme die Probleme loesen oder wo man noch etwas schoener
GH> gestalten koennte.
Vielleicht unterhaeltst Du Dich mal mit Anslem Lingnau
(lingnau@math.uni-frankfurt.de) ueber das Thema. Er hat sicher vertieften
Einblick auch unter Unix und Atari ueber dieses Thema.
GH> Ich weiss nicht bis wann PasTeX 2.0 fertig werden wird (Ende 93?), aber
GH> je bessere, faszinierendere und detailiertere Antworten ich bekommen
werde,
GH> desto schneller werd ich beginnen das zu implementieren.
Ich hoffe mit meiner Antwort ansatzweise dem Anspruch gerecht geworden zu
sein.
Claus
Claus Langhans, U.d.Nussbaeumen 19, D-6233 Kelkheim, Germany
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