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1 messages
1 total messages Started by A.Buse Fri, 16 Feb 2007 16:47
Warum mein Gehirn erkrankt ist
#26
Author: A.Buse
Date: Fri, 16 Feb 2007 16:47
172 lines
9818 bytes
  Flachdenken oder festgefahrene Denkmuster

Hallo,

wieder mal etwas, was ungef�hr in den Bereich der "geistigen 
Verspannungen" geh�rt.
Nachdem gem�ss den Kommentaren mein "gespanntes Hirn" scheinbar viele 
Fans gefunden hat, setze ich hier die psychologischen Betrachtungen 
menschlichen Verhaltens fort.

Hier zun�chst mal einige Beispiele. Jeweils zuerst die Behauptung einer 
Person (meist derselbe), ann in Klammern, wie es wirklich ist.

     * Diese CD hast du in 5 Min gebrannt, ich weiss nicht wieso du 
l�nger hast.
       (Das kopieren auf die HD bzw. Image erstellen dauerte auf dem 
�lteren PC alleine 20 min.. Die Aussage ber�cksichtigt also keine 
Nebenarbeiten sowie die "Umweltbedienungen" wie Leistungsf�higkeit des 
PCs, etc.)
     * (Ein Drogenkonsument erlitt einen Kreislaufkollaps und wurde von 
anwesenden Sozialarbeitern wieder belebt und der Rettungsdienst 
gerufen). Und ich glaube, diesen Dr�geler haben sie kurz untersucht, ihm 
ein paar Pillen gegeben und sind wieder gegangen. Im Spital hassen die 
Dr�geler.
       (Wohl kaum, weil es menschenverachtend und illegal w�re, und der 
Kerl konnte auf meine R�ckfrage nicht sagen, ob sie ihn mitnahmen oder 
nicht.)
     * (Bezogen auf eine Art Eckzem oder gereizte Haut im 
Gesichtsbereich, was r�tlich aussieht) Du bekommst sicher bald 
Hautkrebs, wenn du nichts dagegen machst.
       (Nein, denn Hautkrebst entsteht ganz anders. Mein Hautproblem 
besteht seit meiner Kindheit. Zudem glaube ich, dass solche bl�den 
�usserungen sugestiv wirken und einen realen Einflulss auf des 
Immunsystem eines Menschen haben.)
     * Diese Kleider sind nicht gut, gehen gerade so f�r in den Ausgang, 
edles Hemd, neue Jacke, die Schuhe gehen gerade noch so.
       (schwarzes T-Shirt, Manchester-Hose, schwarze Jacke, alles eher 
"billig", wobei meine Anw�ltn 2 Tage davor bei den gleichen Kleidern 
staunte und meinte "Oh, wurden Sie von X neu eingekleidet? Sieht richtig 
sch�n aus.")
     * Eine Mutter verbietet Ihrer Tochter, mit mir ein besetztes Haus 
zu besuchen, weil sie nicht wolle, dass Ihre Tochter mit Fixern, 
Asozialen und Alkis rum h�nge, und man wisse nie was passiert, etc.
       (Tatsache ist, in den mir bekannten besetzten H�usern sah ich nie 
einen Fixer, es sind die sozialsten und intelligensten Personen die ich 
kenne. Weit sozialer als rund 90 % der Gesellschaft.)
     * Ach ich hasse alle Linken, bin so entt�uscht worden von denen.
       (Ein Kollege, der aber nicht sagen konnte, von wem er entt�uscht 
war, und der alle Hausbesetzer, die SP, die verschiedenen 
Gr�nen-Parteien, mich, ausserparlamentarische und parlamentarische 
Linke, die Alternative Liste, etc. in den selben Topf wirft.
       Aber jede dieser Gruppen unterscheidet sich von den anderen, 
innerhalb der Gruppen gibt es Sub-Gruppen  we einzelne besetzet H�user 
oder gemeinsame Meinungen. Und innerhalb jeder Untergruppe gibt es 
Individueen, die sich unterschiedlich verhalten und unterschiedliche 
Meinungen haben.)
     * Diese Stadt hat sich in den letzten Monaten ver�ndert, alles ist 
eiskalt geworden, die Leute sind schlecht drauf und unfreundlich und 
gereizt.
       (Ich halte nicht viel f�r unm�glich. Aber dass sich 600'000 
Einwohner und Arbeitnehmer die sich t�glich in der Stadt Z�rich 
aufhalten, sich kollektiv innert 1 Quartal so ver�ndern, schon.)
     * Du wirst nie eine Freundin finden. Hast du dich nie gefragt, 
wieso du keine Freundin kriegst? Wei die Frauen alle nur reiche Typen 
wollen und keine Arbeitslosen. Die Frauen sind so verw�hnt, wir beide 
werden nie wieder eine Freundin finden, solange wir kein teures Auto 
haben. (Auf meinen Einwand hin, das gelte so nicht f�r alle Frauen): 
Doch sicher stimmt das, das sagen auch alle meine Kollegen, das sagen Alle!
       (Nun, Frauen die ich kenne, achten nicht darauf, wie teuer meine 
Kleider sind, da d�rfen auch L�cher drin sein, etc. und ob ich einen 
Wagen haben, ist denen auch egal. Gut, wir reden hier von staren 
Hausbesetzerinnen, etc. ABER auch hier nimmt der Kollege nur Teile wahr, 
z.B Frauen die in ner teuren Disco (oder wie nennt man das heute?) in 
den Ausgang gehen, etc.)

Der Kollege aus den Beispielen 1-4 und 6-8 ist diesselbe Person und 
behauptet auf entsprechenden Vorwurf von mir, keine Vorurteile zu haben.

Beispie 8 (das Letzte) zeigt sch�n (ebenso Beisipel 7), wie er einen 
Teil beobachtet, und daraus R�ckschl�sse  auf den "Rest" (Menschen die 
er nicht pers�nlich kennt) zieht.

Nat�rlich kann man durch logische zwingende oder wahrscheinliche 
Schlussfolgerungen auf R�ckschl�sse kommen und auf neue Erkentnisse.
Aber man darf deswegen keine Vorurteile haben.

Betreffend meines bereits erw�hnten Hautproblemes h�rte ich bisher die 
Aussagen, dies sei

     * Hautkrebs
     * vom Drogenkonsum
     * eine Allergie
     * von mangelnder K�rperhygiene

Alle 4 M�glichkeiten (auch wenn die letzten 2 von �rzten kamen) sind 
vollkommen falsch. Aber alle Personen die solche �usserungen machten, 
waren total davon �berzeugt und haben das nicht nur als 1 M�glichkeit 
gesehen.

Meine linke Pupille schliesst sich nicht stark genug. Dies wurde schon 
gewertet als

     * irgendeine St�rung
     * starkes Indiz f�r massiven Drogenkonsum am Vorabend

Insbesondere das Letzte am von einem Arzt, der dabei blieb, obwohl ich 
schwor, nie in meinem Leben Drogen konsumiert zu haben.

Urs Zweifel, Mitarbeiter im Stadtrichteramt Z�rich, meinte einmal, 
Polizeibeamte seien grunds�tzlich glaubw�rdig, weil sie aufgrund ihres 
Berufes mehr �rger bek�men, n�mlich ihren Job verlieren k�nnten, wenn 
sie nicht die Wahrheit spr�chen. Alleine deswegen w�rden Polizisten so 
gut wie nie l�gen.
Mein Gegenargument hierzu war und ist, dass wenn jemand als extrem 
glaubw�rdig angesehen wird und nichts von dieser Personengruppe in 
Zweifel gezogen wird, haben es diese Personen um so leichter, in 
Situationen, die ihnen selber unangenehm oder wichtig sind, zu l�gen. 
Man wird ihnen sowieso glauben.
Das begriff Herr Zweifel jedoch nicht.

Man darf Meinungen, Theorien, Schlussfolgerungen haben und bilden. Aber 
sie sollten stets nur als M�glichkeiten angesehen werden.

Wenn einem etwas erkl�rt wird, was man glaubt, schon zu wissen, sollte 
man nicht sagen "Ja, das kenne ich schon" (was mir auch schon 
passierte), sondern zuh�ren. Vielleicht willl der Andere auf ein neues 
Thema hinaus oder er erkl�rt es anders als man es bisher kannte.

Auch dies geh�rt in den Bereich einer "sehr schnellen und flexiblen 
kreativen Intelligenz", von der ich schon schrieb.

Die richtige Vorgehensweise ergibt sich bei mir intiuitiv. Man k�nnte es 
so zusammen fassen:

     * Zun�chst ist nur was man sieht, "wahr" und auch dann nur wenn es 
eindeutig war.
     * In der 2.Stufe Glaubw�rdigkeit bleiben glaubw�rdige Aussagen von 
Drittpersonen, weil diese beispielsweise offensichtlich einen 
Doktortitel haben oder teilweise im �ffentichen Rampenlicht stehen bzw. 
in Zeitungen Aussagen unter ihrem echten Namen machen.
       Gleich glaubw�rdig sind auch selber beobachtete Sachen, die aber 
nicht 100 % sicher sind.
     * Schlussfolgerungen, die zwar zun�chst logisch erscheinen (siehe 
Liste oben), k�nnen vollkommen falsch sein. DIese sollte man als 
M�glichkeit ansehen und sich fragen, wie wahrscheinlich es ist, wie gut 
es zu den anderen Indizien passt, welche andere Mglichkeiten es noch 
gibt um auf das beobachtete Ergebnis zu kommen.

Mit diesem letzten Punkt kann man eigentlich s�mtliche Vorurteile 
verhindern.

�brigens haben auch Wissenschaftler Vorurteile und snid "dumm".

Beispielsweise hat man errechnet, dass pro 400 Jahre (dann wiederholt 
sich unser gesamter Kalender) Freitag der Dreizehnte genau 1 mal mehr 
vorkommt als jeder andere Wochentag an einem 13. Dies sei die Erkl�rung, 
dass dann mehr Ungl�cke gesch�hen, weil der 13. einfach �fters ein 
Freitag ist.
ABER 1 Freitag mehr als Donnerstage die auf einen 13.Tag des Monats 
fallen, f�llt auf 400 Jahre keinem Menschen auf!
Stellen Sie sich vor, es g�be pro 400 Jahre 400 Sonnenfinsternisse in 
Afrika, aber nur 399 Sonnenfinsternisse in Europa. NIemand w�rde 
deswegen sagen, in Afrika g�be es viel mehr Sonnenfinsternisse als in 
Europa. Keinem Menschen w�rde das einfach so auffallen.
Das war ein Mathematik-Professor aus England der im TV (Welt der Wunder) 
k�rzlich diesen Mist mit Freitag dem 13. verzapfte.

Kommentare und andere Meinungen sind erw�nscht.



Soldat Alex Moshe im L�schkreis 3
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