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Article #40Re: FAQ: Internetanschluss (Re: Rechnerzugang in Heidelberg)
From: Olaf Titz
Date: Mon, 28 Sep 1992 16:11
Date: Mon, 28 Sep 1992 16:11
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In <1992Sep28.122800.10728@arbi.Informatik.Uni-Oldenburg.DE> Frank.Simon@arbi.informatik.uni-oldenburg.de writes:
(Erst mal vielen Dank f"ur die ausf"uhrliche Information. Jetzt ist
mir schon vieles klarer als vorher :-)
Nicht dass ich konkrete Planungen h"atte, aber ich wollte einfach mal
Informationen, die andere vermutlich auch interessieren.)
> Das hat Heiko nun davon. Er hat naemlich nur einen Kostenfaktor
> erwaehnt, wenn auch einen der bedeutsamsten.
Dachte ich mirs doch :-(
> >1. Wie geht das technisch?
> 1. Internet kannst du ueber Waehlmodem mit SLIP (Single Line Internet
> Protocol) oder PPP (Point-to-Points-Protocol) realisieren. Da
aber nur, wenn eine entsprechende Gegenseite erreichbar ist, z.B. eine
Uni. Dann h"ange ich nicht am Netz, sondern kann mich auf eine von
anderen mitgenutzte Netzadresse einw"ahlen. (Oder stimmt das nicht?)
Und ich brauche erstmal die Gegenstation, bin also in gar keiner
Hinsicht auch nur halbwegs selbst"andig, vergleiche Dein Beispiel mit
der Uni Oldenburg.
> Problem sind da eher Indial. Nur wenige Unix-Derivate besitzen
> Indialfaehige SLIP- und PPP-Pakete. Auch gibt es nur wenige
> IP-Server/Mailboxen, die sowas anbieten. Bekannt sind mir da
> eigentlich nur die beiden POP's in Hamburg oder Muenchen.
und das sind nicht allzu viele, oder? ;-)
> >3. Wie teuer ist das? Einmalige/laufende/Traffic-Kosten?
>...
> weniger an diesen Transportkosten. Frueher konnten Privatpersonen
> praktisch nur ueber die "normalen Firmentarife" am Internet
> teilnehmen. Das bedeutet, dass mensch z.B. beim EUnet 2000 DM/Monat
> haette bezahlen muessen. Das kann mensch natuerlich als unrealistisch
wer legt solche Tarife eigentlich fest?
> Ein Kostenfaktor im IN muss noch erwaehnt werden. Die monatlichen
> IN-Gebuehren liegen je nach Domain zwischen 9 und 20 DM im Monat.
> Es kann sich aber z.T. ergeben, dass mensch sein Class-C-Netz ueber
> das EUnet routen muss. Das kostet 100 DM/Monat extra fuer alle Nutzer
>...
> nur, wenn mensch sich an einen anderen WiN-Teilnehmer (i.E. Universitaet)
> oder direkt an den DFN-Berlin anschliesst).
und es wird immer mehr... siehe unten.
> >4. An wen/welche Einrichtungen muss man sich wenden?
> Tjae. Jetzt wird es kompliziert. Richtiges Internet ist preislich nur
> realistisch, wenn du eine "Gegenstelle" im Ortsbereich hast. Dafuer
dachte ichs mir doch...
> 2. Universitaet - die meisten Universitaeten sind WiN-Teilnehmer
> (WiN = Wissenschaftliches Hochschulnetz). Da das IN auch
>...
> Natuerlich nur - und das ist das Problem - wenn die Uni
> das mitmacht - und daran scheitert es meistens.
eben, eben... :-(
> 4. <Zukunft>. Falls das IN stark weiterwaechst (z.B. an dem Tag
> wo .sub.org einen Aufnahmeantrag stellt) koennte mensch auch
sollten die vielleicht mal machen, aber ich habe den Eindruck, da
gibts noch zu viele ideologische Differenzen :-(
> an ganz andere Moeglichkeiten denken, wie z.B. geschlossene
> Benutzergruppen im ISDN oder X.25 (wie das WiN ja ebenfalls
nochmal siehe unten...
> So. Weitere Infos bitte ich der IN-Info zu entnehmen (die poste
> ich heute abend in de.org.in).
danke, das hab ich schon mal gelesen, bin daraus aber "uberhaupt nicht
schlau geworden. Das Problem war damals (paar Wochen her), dass zwar
alles "uber die Organisation und Formalit"aten drinstand, aber kein
Wort zu den technischen Voraussetzungen, was Du ja hiermit nachgeholt
hast :-)
> Seitdem das IN DFN- und WiN-Teilnehmer ist, konnten wir mit der
> hiesigen Universitaet viel besser reden. Die Universitaet moechte
> gern Studenten die Moeglichkeit geben (experimentel) von aussen auf
> das Uni-Netz zuzugreifen. Ausserdem sollen die regionalen Netz-
> strukturen im Oldenburger Umland allgemein gefoerdert werden. Das
> ganze wird auch offiziel von der Uni-Leitung und der RZ-Leitung
> abgesegnet.
und wieviele Daumen h"alt die Uni da drauf? Sieht sie sich in diesem
Zusammenhang nur als Serviceanbieter oder steckt mehr dahinter?
> Falls das Modemproblem geloesst ist, ist also mein Rechner
> fuer 80 DM/Monat (20 DM IN-Gebuehr + 60 DM Standleitung) am
> Internet. Das ist WENIGER als ich im Augenblick an Modem-
> kosten zur Uni habe (ca. 120 DM). Die Olis nimmt am Internet
> fuer 140 DM (20 + 120 DM) am Internet teil.
und damit w"aren die Kostenvorstellungen wohl auf ein realistischeres
Mass erh"oht... wie gesagt, ich habe keine Ambitionen, mich selber
anzuschliessen, aber interessant ist die Sache schon.
Als Fazit bleibt "ubrig: Sich an das Internet anschliessen, wie man
einen Telefonanschluss hat, "uber die P*st oder wen auch immer, zu
tragbaren Kosten, ist offensichtlich nicht m"oglich.
Und jetzt noch eine technische Frage (entschuldigung wenn die dumm
erscheint...)
Warum muss das alles so kompliziert sein????
Es sollte doch theoretisch (i.e. nach den Protokollen) m"oglich sein,
einen ganz normalen DatexP oder ISDN-Anschluss (auch nicht gerade als
preiswert zu bezeichnen) bei den weltweiten Routern unter einer
IP-Adresse anzumelden. Die technische "Ubertragung macht dann die
P*st. Da w"aren nicht hunderte von deutschen und europ"aischen
Gateways beteiligt, die ihre geb"uhren abzweigen... Was ist daran
falsch gedacht?
MfG,
Olaf
--
o Olaf Titz - comp.sc.student - univ of karlsruhe - germany
_ /<_ s_titz@iravcl.ira.uka.de - uknf@dkauni2.bitnet - praetorius@irc
(_)>(_) +49-721-60439 - did i forget something?
In hardware engineering, Ohm's law and Maxwell's equations pale in
importance and influence next to Murphy's law. - Gordon Bell
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