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Article #53

Re: FAQ: Internetanschluss (Re: Rechnerzugang in Heidelberg)

#53
From: Kristian Koehntopp
Date: Fri, 02 Oct 1992 12:18
72 lines
4206 bytes
In <1992Sep28.105146.12007@rz.uni-karlsruhe.de> S_TITZ@iravcl.ira.uka.de (Olaf Titz) writes:
>Privater Internet-Anschluss zu bezahlbaren Kosten
>-------------------------------------------------
>1. Wie geht das technisch?

Entweder ueber eine Modemleitung mit Dialup-SLIP (serial line
internetwork protocol) oder ueber eine ISDN-Leitung.

Eine ISDN-Leitung kostet Dich 74 DM im Monat plus normalen
Telefon-Zeittakt. Du bekommst zwei B-Kanaele mit 64 kBit/s (das
sind 64000 Bit/s oder 8000 Byte/s raw speed) und einen D-Kanal
(Steuerkanal). Du kannst Dir auch eine "fest vorbestellte
Dauerwaehlverbindung" (vormals SPV, semipermanente Verbindung)
bestellen. Eine solche Leitung belegt einen B-Kanal eines
ISDN-Anschlusses, der andere ist frei. Die Kosten liegen hier
bei 74 DM ISDN-Grundgebuehr plus 280 DM/Monat (Ortsnetz) fuer
den B-Kanal.  Fuer den fest vorbestellten Kanal fallen keine
Telefongebuehren mehr an, fuer den freien B-Kanal fallen
normale Telefongebuehren mehr an.

Die Modem- oder ISDN-Leitung muss zu einem IP-Provider
vorzugsweise in Deinem Ortsnetz fuehren. Das kann Deine lokale
Universitaet sein (extrem kooperative Uni vorausgesetzt), ein
kommerzieller IP-Provider (etwa netCS in Berlin, Wieskes Crew
KG in Hamburg, Eunet Germany GmbH in Dortmund und Muenchen)
oder ein privater Anbieter (zum Beispiel toppoint.de in Kiel,
gun.de in Kaarst oder ka.sub.org in Karlsruhe) sein.

Ist keiner dieser Anbieter in Deinem Ortsnetz kannst Du den
Teil mit den bezahlbaren Kosten erstmal vergessen oder Du
ziehst selber eine Interessengemeinschaft a la Toppoint Mailbox
e.V. auf und hoffst, genuegend Gleichgesinnte zu finden.

Der Zugang ueber eine Uni basiert allein auf der
Kooperationsbereitschaft der betreffenden Universitaet. Weil
das IN DFN-Mitglied _und_ WiN-Nutzer ist, darf es nicht nur die
eigenen WiN-Leitungen nutzen, sondern darf auch die
WiN-Leitungen anderer DFN-Mitglieder mitnutzen, _wenn diese
nichts dagegen haben_.

Die Idee, dass einfache Studenten nicht nur eine eigene
WiN-Leitung haben und finanzieren, sondern auch rlogin's und
FTPs von zu Hause auf die eigene Uni machen wollen oder gar per
SLIP an die WiN-Leitung der Uni wollen, hat in den Denkmodellen
einiger Universitaetsmitarbeiter noch - aeh,hmm - keinen festen
Platz gefunden. Hier ist noch viel intensive Aufklaerungsarbeit
und auch ein gewisser politischer Druck notwendig.

>2. Geht das ganz ohne Einschr"ankungen wie Zugang "uber eine Uni oder
>Lokalisierung in einer Grosstadt?

_Wenn_ Du also einen solchen Provider gefunden hast und Deine
Installation erst einmal laeuft, _dann_ ist es richtiges,
echtes, vielleicht etwas langsames IP. The original strong
taste.

>3. Wie teuer ist das? Einmalige/laufende/Traffic-Kosten?

Die Kosten haengen von Deinem jeweiligen Provider ab. Sie
liegen meistens in der Gegend von pauschal 50-80 DM/Monat plus
Leitungskosten zum Zugangspunkt.

>4. An wen/welche Einrichtungen muss man sich wenden?

s.o. In Deinem Fall wuerde ich mal ein intensives Gespraech mit
Matthias Urlichs suchen.

Kristian
-- 
Kristian Koehntopp, Harmsstrasse 98, FRG W-2300 Kiel, +49 431 676689
"I own three Indigos, now I can't wear jeans any more."
	-- frei nach Joachim Gothe (achim@video1.bs.open.de)
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From: kris@tpki.toppoint.de (Kristian Koehntopp)
Subject: Re: FAQ: Internetanschluss (Re: Rechnerzugang in Heidelberg)
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   schriftlichem Einverstaendnis des Autors.
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Date: Fri, 02 Oct 1992 12:18:38 GMT
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References: <1992Sep23.184354.17387@rz.uni-karlsruhe.de> <21463@sbsvax.cs.uni-sb.de> <19ufpaINNcr@flinx.hotb.sub.org> <L0E7RVD@math.fu-berlin.de> <1992Sep28.105146.12007@rz.uni-karlsruhe.de>
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