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Started by Frank Simon
Tue, 15 Sep 1992 03:27
Re: Gateways in OSI und Bitnet
Author: Frank Simon
Date: Tue, 15 Sep 1992 03:27
Date: Tue, 15 Sep 1992 03:27
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Hallo,
ihr der letzte Stand bezueglich der Diskussion um eine Mehrwertpauschale.
Terra
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
inzwischen hat der Unterausschuss sowie der Betriebsausschuss des DFN zum
Thema der geplanten Mehrwertpauschale getagt. Der Ausschuss ist zu folgenden
vorlaeufigen Ergebnissen gekommen.
Zunaechst wurde eine Bestandsaufnahme durchgefuehrt, wobei alle Einrichtungen
erfasst wurden, die in irgendeiner Weise in technischen Listen mit Routern
bzw. Relays oder Gatewayeinrichtungen von IP, X.400 und/oder EARN/BITNET
auftreten und somit potentielle Nutzer von Diensten des DFN, wie Vermittlung
von Mail ueber die GMD ins In- und Ausland, sind. Auch die WIN-Anschluesse
wurden mit ihrer Kapazitaet in Summe den Einrichtungen zugeordnet. Die
Erfassung der WIN-Anschluesse, IP-Netze, MTA-Namen, EARN-Knoten und Domains
fuer SMTP erfolgte jeweils bezogen auf eine gesamte Einrichtung unabhaengig
von den Orten der WIN-Anschluesse. Diese Namen/Knoten/Domains/... wurden in
Verbindung mit Statistikdaten eines Monats gebracht, um das Verkehrsvolumen
der Einrichtungen abschaetzen zu koennen. Es ist klar, dass dabei der Verkehr
von bilateralen Beziehungen bzw. ins Ausland ueber Nicht-DFN-Anbieter nicht
zum Tragen kam. Ein Check zum WIN-Verkehr waehrend des Vergleichszeitraumes
zeigte, dass die Nutzung von DFN-Diensten bei den meisten Einrichtungen einen
Anteil von 3% bis ca. 50% (bei manchen Einrichtungen sogar bis 80%) von der
Gesamtnutzung des WIN-Anschlusses erreichte. Dies bedeutet, dass der Rest zu
100% fuer die Nutzung von anderen Diensten mit Nicht-DFN-Partnern und Overhead
bei den Protokollen zu veranschlagen ist.
Auf dieser Basis wurden verschiedene Modellvarianten diskutiert. Man einigte
sich schliesslich auf ein Modell, bei dem die Kapazitaet des WIN-Anschlusses
sowie das Volumen der Nutzung von DFN-Einrichtungen, nicht jedoch die Anzahl
der Knoten/Netze oder Protokollwelten bei der Kostenermittlung zum Tragen
kommen soll. Jede Einrichtung wird individuell entsprechend ihrer Kapazitaet
und ihres Volumens klassifiziert. Die Einteilung der Klassen und die
Klassifizierung einer Einrichtung ist noch in Arbeit.
Zur Realisierung des Pauschalangebotes geht man zunaechst von geschaetzten
Kosten fuer das Jahr 1994 aus, wobei die BMFT-Foerderung voraussichtlich fuer
X.400 wegfallen wird. Das Angebot soll die Grunddienste IP-Vermittlung ins
Ausland, X.400, EARN/BITNET, alle Gateways zwischen den 3 Protokollwelten,
anteilige Finanzierung des DE-NIC und eine ausreichende Konnektivitaet mit
hohen Geschwindigkeiten nach Europa und in die USA enthalten. Die Finanzierung
der Konnektivitaet kann jedoch aus anderen Quellen erfolgen. Die Situation zur
Konkurrenz anderer Nur-IP-Anbieter wird bei dem Pauschalangebot beruecksich-
tigt, so dass es einer Einrichtung freigestellt bleibt, den Dienst fuer IP
beim DFN oder bei einem anderen Anbieter einzukaufen.
Auch fuer 1993 wurden die Kosten betrachtet, die jedoch nur bei 2/3 der Summe
fuer 1994 liegen. Es kann derzeit noch keine Aussage zu den wahrscheinlichen
Kosten gemacht werden, die auf eine Einrichtung entfallen werden. Bei den
Modellrechnungen zeigte sich, dass der Betrag fuer eine Einrichtung in 1994
ungefaehr in der Groessenordnung liegen koennte, den eine Einrichtung schon
heute fuer den IP-Dienst und den EARN-Dienst zusammen aufbringen muss.
Zum weiteren Vorgehen: In einer weiteren Sitzung des DFN-Betriebsausschusses
soll das anzuwendende verfeinerte Modell festgelegt werden. Dieses Modell
wird dann der DFN-Mitgliederversammlung Anfang Dezember zur Abstimmung
vorgelegt werden. Die Konkretisierung des Pauschalangebotes durch die
Ausschreibung/Einholung von Angeboten bei Dienstanbietern soll moeglichst
schon bis zur Mitgliederversammlung erfolgen, so dass fundierte Zahlen
genannt werden koennen. Falls diesem Modell zugestimmt wird, kann in der
Folgezeit den den Mitgliedseinrichtungen (sobald alle Angebote von
Dienstanbietern vorliegen) ein endgueltiger fester Preis fuer das
Pauschalangebot genannt werden.
Da im Dezember 1992 bzw. Fruehjahr 1993 der Haushalt der Einrichtungen fuer
1993 bereits verabschiedet ist und deshalb in den Einrichtungen schon fuer
1994 kalkuliert wird, kann man davon ausgehen, dass in 1993 wie fuer 1992
verfahren wird. Sie sind daher gut beraten, die jetzigen Vertraege fuer IP
und EARN nicht zu kuendigen, weil Sie sonst spaeter evtl. zu wenig in Ihrem
Haushalt eingeplant haben.
Ich hoffe auch im Namen der Mitglieder des Unterausschusses fuer das
Paschalangebot der Mehrwertdienste, Ihrem Informationsbeduerfnis entgegen
gekommen zu sein.
Mit freundlichem Gruss
Helmut Woehlbier
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