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Started by Michael Schulte
Mon, 03 Nov 1997 00:00
Streifen- und andere H�rnchen
Author: Michael Schulte
Date: Mon, 03 Nov 1997 00:00
Date: Mon, 03 Nov 1997 00:00
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Hi! Die Streifenh�rnchen-Seiten im Web sollen demn�chst erweitert werden um andere H�rnchen. Daf�r ben�tige ich allerdings kompetente Hilfe. Wer hat Erfahrung in der Haltung von H�rnchen? Ich suche Infos �ber die Unterschiede zwischen der Haltung von Streifenh�rnchen und der von anderen, und nat�rlich jede Menge Bilder! Schaut doch mal rein: http://home.braunschweig.netsurf.de/~michael.schulte/index.htm Ciao, Micha.
Re: Streifen- und andere Hörnchen
Author: Marlies Ortmann
Date: Wed, 05 Nov 1997 00:00
Date: Wed, 05 Nov 1997 00:00
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Sorry Michael ... habe noch nicht in jene Webseiten gesehen. Moechte trotzdem posten, ... dass, was vielleicht _nicht_ in jedem Heintierratgeber steht. Aus der Hoernchenfamilie sind einige Arten geschuetzt und sollten nur dann aus kommerziellen Zuchten und Zoogeschaeften erworben werden, wenn die Heimtierhaltung der Art erlaubt ist. = Unter internationale und deutsche Artenschutzregelung fallen folgende Arten (M.Mettler/Hoernchenratgeber 1991) = Malaiisches Riesenhoernchen, Europaeisches Eichhoernchen, (nicht zu verwechseln mit dem grossen Grauhoernchen) Europaischer Ziesel, Mexikanischer Praeriehund, Borneo-Vierstreifenerdhoernchen, Riesenhoernchen der Gattung Ratufa Erhaltungszucht in guten Haenden sollte den Handel mit Wildtierfaengen zurueckdraengen. Obgleich Hoernchen kaum domestiziert sind (Auslese und Zucht ist nicht gleichbedeutend mit Domestikation), werden die Vertreter einiger Arten erstaunlich zahm. Murmeltiere, Praeriehunde und Ziesel sind dem mensch gegenueber neugieriger als Burunduk oder Chipmunk. Der Zuechter beachte, dass z.B. die Eichhoernchenverwandschaft nicht ganz inzuchtfest ist, soll heissen: Einige Farbstandards koennen nicht reinerbig gezuechtet werden, sondern muessen ueber die F2-Generation immer wieder neu selektiert werden und bleiben mischerbig. (Bsp: Die Verpaarung 2-er reinerbiger Eichhoernchenalbinos ist nicht moeglich, da Embryonen absterben. Immer oefter sieht man im Handel Streifenhoernchen, welche aber keine Burunduks oder Chipmunks sind. Die mit den 4 Streifen sind Palmen- hoernchen. Auch tropische Palmenhoernchen 'duerfen' gehalten werden, sollten aber nicht als als Burunduk oder Chipmunk gehandelt werden. Man beachte, dass jene Palmenhoernchen Obst und kleine Weichtiere fressen, aber kaum Nagersticks, Nuesse und hartes Brot. Jene Unterschiede bzgl. Heimtierhaltung zu kennen, ist wichtig. Fuer Palmenhoernchen kann es dramatisch enden, wenn deren Ansprueche nicht beachtet werden. Es gibt kaum noch zwei Hoernchearten, welche sich so sehr unterscheiden wie das meisst gehandelte 5 Streifenhoernchen und das 4 Streifen'tier'. In der Fachliteratur habe ich einen interessanten Hinweis bzgl. des Lebensraumes des 5-Streifenhoernchens gefunden: Je hoeher das Revier ueber dem Meeresspiegel liegt, desto kleiner faellt die Koerpergroesse aus. Hoernchen im Gebirge sind im allgemeinen kleinwuechsiger als Tiefland und Taeler bewohnende Hoernchen derselben Art. In etwa kann man aus der Koerpergroesse eines ausgewachsen Streiflings auf den urspruenglichen Lebensraum der naeheren Verwandschaft geschlussfolgern. Trotzdem muss in einer Aussenvoliere als Schlaf- und Rueckzugsstaette ein thermisch gut vor Frost und Hitze isolierter Unterschlupf vorhanden sein. Ein einfaches Holzhaeuschen mit ein bischen Saegegespaen reicht nie und nimmer aus. 3 Holzkisten verschiedener Groessen kann man ineinander stellen und die enstehenden Zwischenraeume mit Sand, Erde, Stroh ausfuellen. Der eigentliche Innenraum incl. Heu und anderer Polstermittel darf nicht zu gross sein. Eine Erdhoehle ca. 0.5 m tief ist auch gut geeignet, wenn die Volierenumzaeun=FAng tief genu= g im Boden verankert ist. Gerade Streifehoernchen sind gar keine typischen Baumhoernchen, sondern eigentlich eher Erdhoernchen, die nur hin und wieder in die Baeume steigen. Eine Voliere mit grosserer Flaeche ist demnach eine bessere artgemassere Unterbringung als eine hohe Voliere mit kleiner Grundflaeche. Das europaische Grauhoernchen ist kein graues Eichhoernchen, sondern eine eigenstaendige Art. In Zuechterkreisen wird gern 'Schoenheit' bevorzugt. Dann muessen unbedingt Dreizehnstreifenziesel, Prevostschoenhoernchen und Finlaysonhoernchen gehalten werden. In der Literatur wird gern darueber diskutiert, ob Hoernchen zu ihrem Menschen eine persoenliche Bindung aufbauen oder ob sie im mensch nur einen wandelnden Kletterbaum sehen. :-)) Welches Hoerchen wuerden bei solch einem Anblick nicht aufgeregt am Gitter toben und einem solchen seltsamen Baum entgegenkekkern? PS: Ich pesoenlich habe mein Herz an die Nacktschwanzhoernchen 'verloren'. Sie sind unechte Hoernchen und Noah soll sie von seiner Arche verstossen (haben). Jegliches Lebensrecht in unserer Kultur- und Naturlandschaft wird ihnen aus mir nie und nimmer verstaendlichen Gruenden abgesprochen. Dass Mensch nicht aufhoeren will sie zu quaelen, tut auch mir sehr weh. Deshalb duerfen sie sich wenigstens in meinem Herzen und in meinem Heim ein Plaetzchen suchen, wenn es sie zu mir zieht. Ich werde sie hereinbitten und mich ueber jeden Tag neu freuen, an dem ich ihr freundliches Wesen, ihre Schoenheit und ihre Intelligenz in meiner Naehe bewundern darf. Gruesse Marlies
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