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Article #1153Re: 1MHz AM Sender
From: Jorgen Lund-Nielsen
Date: Mon, 15 Jun 1998 00:00
Date: Mon, 15 Jun 1998 00:00
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> > Warum eigentlich in diesem Frequenzbereich bei "mittleren" > > Leistungen noch Roehren ? > > Mit Mosfets lassen sich da hervorragend leistungskraeftigste > > Verstaerker bauen. > > z.B. mit 2 Stueck BSM 181 (Siemens) im Gegentakt auf 3,5 MHz > > bei 200V Ub knapp 2kW PEP an 50 Ohm. > > Bei Dauerstrich reichte nur die in diesem Aufbau verwendete > > Kuehlung nicht aus. > > Na was machen den die MOSFETs wenn durch aeussere Umstande sich > ploetzlich die Anpassung aendert, sprich die Dinger sehen Reflektion? > > Da tretten sie vor ihrem Schoepfer! Aber eine Rohre steckt sowas > einfacher weg, dazu kommt die Betriebssicherheit die vermutlich > besser ist als bei Halbleitern die so ziemlich an der Grenze be- > trieben werden. Also, das kann ich hier nicht so einfach stehen lassen... Die oben genannten Daten wurden 1992 von mir und einem weiteren Funkamateur erreicht, und letzterer hat dies Gebilde bis heute in Betrieb, ohne das ein Mosfet gestorben ist. Bei der Entwicklung dieser Schaltung sind allerdings schon einige draufgegangen. Motorola spezifiziert einige Mosfets, das sie unter normalen Bedingungen ein SWR von 30:1 (in Worten:dreissig zu eins) vertragen. Mit meiner Endstufe (Motorola EB104) mit 4* MRF 150 habe ich dieses auch bereits mehrfach (unfreiwillig!!) getestet, indem ich auf 20m in den 80m Tiefpass hineingesendet habe, was einer Totalreflektion gleichkommen d�rfte. Bis man bemerkt hat, warum denn da nicht ein Watt herauskommt, haben die Fets ganz gut wegzustecken, aber auch hier: seit 1994 kein Ausfall. Selbstverst�ndlich hat die Endstufe eine SWR-Schutzschaltung (so zur beruhigung des Gewissens), aber diese sitzt ja *hinter* dem Tiefpass und bekommt somit nichts von dem Debakel vordiesem mit... Apropos R�hren, Sender�hren mit Graphitanode oder �hnlichen aufbauten sind sehr tolerant gegen Missbrauch jeglicher Art, bei Metallkeramikr�hren (4CX250 und aufw�rts) siehts da nicht wesentlich besser aus als bei Halbleitern, wenn da die Anpassung nicht stimmt oder das Vacuum noch nicht "ausgebacken" ist, machts einmal "Paff" und das gute St�ck ist ebenfalls nur noch als Briefbeschwehrer zu gebrauchen... (Auch damit habe ich leidvolle Erfahrungen gemacht..) > > Eine japanische Forschergruppe hat auf der SOFT (Symposion on > Fusion Technology) '94 in Karlsruhe ein schoenes Paper ueber > die effiziente Ansteuerung von Hoechstleitungsrohren (Pout= > 1,2 MW bei 80MHz) mit Hilfe von 24 in Serie geschalteten und > kompensierten (wegen Durchbruchspannung) MOSFETs vorgestellt. > Liest sich wunderbar, alles wurde beruecksichtigt. In der Praxis > gehts immer noch nicht, bevor die dazu kommen die 11 kW Ausgangs- > leistung zu messen ist schon wieder ein FET abgeraucht. F�r 11kW bei 80 MHz w�rd' ich nicht "hintereinander" Schalten, sondern einzelne Gegentaktstufen mit je 1kW, erzeugt aus 2*MRF 154 namentlich die Motorola-Applikation "AR176", welche wir in meinem QRL auf 52 MHz mit vollster Zufriedenheit einsetzen und die BREITBANDIG von 10 bis 90 MHz arbeitet, mit Leistungsaddierern zusammenschalten. Da gibt es quasi kein Limit f�r die Leistung Das ist kommerziell Gang und Gebe, und technologisch kein Geheim- niss. > > -- > Helmut Faugel 73, dj0ud Jorgen
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