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Article #1157Re: 1MHz AM Sender
From: Helmut FAUGEL
Date: Wed, 17 Jun 1998 00:00
Date: Wed, 17 Jun 1998 00:00
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Thomas Schaerer schrieb: > In de.sci.electronics Helmut Faugel TE <faugel@ipp.mpg.de> wrote: > > > Irgendwie ist da das Schweizer Know-How bei der Uebernahme von ABB > > (vormals BBC) auf der Strecke geblieben. > > Hoffentlich habt ihr da wenigstens gute Schweizer Spruengli Schokolade > als Ersatz bekommen mit einer CD wo's Alphornmusik drauf hat. *hihi* Nein, die Leute sind nachwie vor die Gleichen und knausrig wie eh und je ;-) Mit Glueck gibts fuer unsern Chef jedes Jahr einen Kalender mit den bekannten Schweizer Bergen oder Seen. Wir Zeit das ihr euch mal was anderes einfallen lasst :-) > > Za-Peng! Crowbars sind ne schoene Sache, bloed ist nur wenn die > > mal nicht funktionieren, das kann teuer werden. > > Die funktionieren eigentlich meist, aber manchmal nur einmal. *grins* Im Gegenteil. Unser Crowbars halten locker 40 kV und ueberleben mehrere tausend Ausloesungen. Wir haben sogenannte Ignitrons die koennen einiges wegstecken. > >> Wir nur bis 1,6MW, aber bei 500 MHz... > > Da moechte ich nicht vor der Antenne stehen.... Naja, sooo schlimm ist das doch gar nicht. > >> Was macht ihr mit den 80 MHz wenn ich mal vorsichtig fragen darf ? > > > Bei 80 MHz zur Zeit nichts, aber bei 30 und 31,6 MHz machen wir > > Ionenzyklotronresonanzheizung (ICRH) an unserem Kernfusions- > > experiment ASEDX-Upgrade. > > Aha, jetzt wird es interessant!!!!! > > Koenntest Du nicht mal ein Extrathread starten mit dem Thema > "Kernfussion gestern, heute, morgen" (toent doch ganz nett nach > Startrek, oder?) und gleich die erste Frage beantworten, wie das > eigentlich weitergeht. Ich versuchs so gut ich kann, aber ich bin nun mal nur Ingenieur und nicht Physiker. Unser Institut betreibt ASDEX-Upgrade noch mindestens bei 2007 und das Teilinstitut in Greifswald ist gerade dabei ein neues Experiment aufzubauen. Weiters laeuft auf internationaler Ebene ITER dessen Planung jetzt abgeschlossen ist, aber jetzt ist fuer die naechsten drei Jahre mal Pause. > Das letzte was ich las war, dass die Forschung > in England praktisch auf Null gedrosselt wurde, nachdem man die > Feststellung machte, dass man alle 30 Jahre behauptet, dass es nur > noch 30 Jahre geht, bis man Kernfusionsreaktoren im grossen Stil > einsetzen kann. Wie jedes Experiment hat JET (Joint European Torus) eine begrenzete Lebensdauer, die hauptsaechlich durch die Geldgeber begrenzt ist. Nach dem EURATOM nicht bereit ist das Experiment uebers Jahr 1999 zu finanziern wird es nach annaehernd 20 Jahren stellgelegt. Das Geld fliesst eben anderen Experiment zu, in Spanien gibts eine neue Anlage und das Experiment in Greifswald wird auch nicht billig. > Gibt es da eigentlich noch einen Funken berechtigte > Hoffung und falls ja, weshalb? Wie gesagt ich bin kein Physiker. Zur Zeit ueberwiegen sicher noch die Fragen. Es gibt Experimente bei denen man wenn man die Ergebnisse entsprechend skaliert positive Aussagen ueber die Moeglichkeit des Baus einen Fusionsreaktors erhaelt, aber um eine derartige Maschine zu bauen bedarf es noch intensiver Materialforschung (geringe Aktivierung, hohe Stabilitaet bei massiver Neutronenbestrahlung etc.). Sieh mal unter: http://www.ipp.mpg.de/ http://hbksun17.fzk.de:8080/PKF/ nach. -- Helmut Faugel
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