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Article #1400Re: Digitale Drehzahlregelung
From: 100326.2776
Date: Mon, 29 Dec 1997 00:00
Date: Mon, 29 Dec 1997 00:00
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Hallo Oliver, Hallo Marc, Hallo AGUJA Zu Marc's Mail: Natuerlich ist PICSTART geeignet, aber 350.- DM nur um ein paar PICs zu programmieren ist uebertrieben. Olli will ja offenbar das Geld fuer die fertigen Module von Maerklin sparen. P.S. Ich habe sogar einen PICStart um 16C71s zu programmieren, wuerde mir aber heute (wo ich ProPic im WWW gefunden habe) den Kauf sparen. ProPic kann auch alle Typen, ist aber public-domain mit Software, zudem ein 'Production Mode Programmer', d.h. verifiziert bei 4.5 und 5.5 V wie von Microchip fuer den nicht-Prototypeneinsatz vorgesehen, wenn man die kleine umrandete Schaltung hinzufuegt (was ich nicht tun wuerde, obwohl auch das nur ein paar Bauteile sind) und ist _sehr_ einfach im Selbstbau. Ausserdem hat ProPic keine Teile, die vorher programmiert werden muessen (Nichts ist bloeder als z.B. ein GAL-Programmer in dem selbst GALs stecken). Zu AGUJA: Es gibt einen Schaltplan von COM84 bei dem der Autor den Elko _hinter_ dem Spannungsregler gezeichnet hat, das funktioniert natuerlich nicht und hat den seriellen Programmern den schlechten Ruf eingebracht. Richtig aufgebaut funktioniert er aber wunderbar, nur nicht an den nicht-Normkonformen RS232 Schnittstellen, die nur TTL-Pegel liefern, aber das sollte klar sein. Solche Schnittstellen sind mir auch noch nie begegnet. Desweiteren zu AGUJA: Hardware PWM ? Bei Gleichstrommotoren wird mit max. 1kHz, also Interrupt, gearbeitet, denk' an die Induktivitaet die du schalten musst. Hardware-PWM ist da absolut unnoetig. Hardware-PWM brauchst du eigentlich nur, um daraus mit Filter ein Analogsignal zu erzeugen. Also zu Oliver: Nimm den 16C84, er ist billig (10.95 DIL bei Kessler Electronic, Hubertusweg 2, 58540 Meinerts- hagen, 02354 904627, sowieso ein preiswerter Laden), praktisch ueberall erhaeltlich und absolut ausreichend, und programmiere ihn mit COM84. Du findest alles bei: http://hobbes.king.ac.uk/matt/pic/ http://www.man.ac.uk/~mbhstdj/piclinks.html und natuerlich www.microchip.com Worin liegen sie Schwierigkeiten ? Du wirst ueberrascht sein, wie viel Code fuer eine gute GeschwindigkeitsREGELUNG erforderlich ist. Wenn dir der Begriff PID-Regler nichts sagt, schau dir erstmal Beispiele fuer Motorregelungen an, damit du die Problematik und ueblichen Verfahren kennenlernst. Die anderen Probleme (serielle Decodierung, Richtung in EEPROM, Loknummer senden) sind dagegen _sehr_ einfach, ein Dampflokgeraeusch erfordert Ideenreichtun, weil der PIC natuerlich kein WAV abspielen kann. Dennoch: Die Maschinenbefehle des PIC sind grausam und es wird dir erstmal schwer fallen, eine gute REGELUNG in 1k-Worte Programm- speicher zu bekommen. Aber der Lerneffekt ist enorm und die Programme werden immer kleiner, je besser man mit dem PIC zurechtkommt. Zu Maerklin: Du bist nicht der erste, der den Maerklin- Controller (besser, billiger) nachbauen will. Aber das Problem ist eigentlich die ungenuegende Rueckmeldung. Das Stellpult steuert die Loks, Signale, Weichen, weiss aber nicht wann welche Lok bei welchem Signal ist. Das 'Gleisbesetzt'- Prinzip von Maerklin ist kompletter Bloedsinn und stellt die tatsaechlichen Verhaeltnisse auf den Kopf (welche Lok haelt schon, wenn sie von hinten an ein rotes Signal faehrt ?) Eigentlich muss entweder die Lok, die (aus richtiger Fahrt- richtung) ein Signal sieht, dieses an das Stellpult zurueck- melden (was wegen der immerwaehrenden Kontaktprobleme mit den Gleisen unzuverlaessig ist, aber nur so viele Sender wie Loks verlangt), oder das Signal muss die vorbeifahrende Lok melden, was teuer (weil mehr) aber zuverlaessiger ist. Und eine Lok muss auch noch mitbekommen, wenn das Signal wieder 'gruen' wird bzw. 'halbe Fahrt' zeigt. Und das moeglichst ueber die Gleise, wogegen aber das bisherige Protokoll von Maerklin spricht. Wenn man die Controller eh' selbst baut, kann man auch das Protokoll aendern, um eine vernuenftige Rueckmeldung (Gleise bei schwachem 'negativem' Signal zu 'wired or') zu erlauben. Da die meisten Leute aber erstmal mit einer 'richtigen' Maerklin-Digital-Lok anfangen, hat es wohl noch keiner geschafft, von vornherein das Richtige zu implementieren, sondern geht den Aufwand hinterher ein (bis er aufhoert, weil Ihm das alles zu teuer und aufwendig wird). Aber so ist das wohl bei Maerklin. Wer vorher nachgedacht haette, haette eh' Roko gekauft. 'Aehm': Ich habe noch 13 Maerklin-Loks - ohne Digital- Modul. Wenn dein Ding gut wird -> meld' dich mal. -- Manfred Winterhoff 100326.2776 at compuserve.com Marc Heuler <marc@aargh.mayn.de> wrote in article <KhUCB*SLf@aargh.mayn.de>... > In article <Otwp0kNOOLyM092yn@augsburg1.baynet1.de>, AGUJA writes: > > > das sich seine Lok seltsam benimmt... Ideales IC waere (um alle Aufgaben zu ueber- > > nehmen) der AVR AT90S2313, dessen FLASH-Speicher ist In-Lok-Programmierbar :-) > > und die notwendigen Hardwarefeatures hat es auch, nur leider ist er recht neu > > und - wenn ueberhaupt - nur als Sample zu bekommen. > > Er ist noch gar nicht zu bekommen. > > > Uebrigens programmiert man den PIC 16C84 wirklich besser mit dem PIC-FLASH > > (home.pages.de/~PIC-FLASH), die Dinger an der seriellen Schnittstelle (ohne > > eigene CPU) haben nicht selten Probleme mit Spannungspegeln bzw. Timing. > > :--) Am besten ist IMHO der PICSTART PLUS, welcher praktisch die ganze > Familie brennen kann. >
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