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Article #142

Re: Krebsgefahr durch Wellensittiche!?

#142
From: Hadmut Danisch
Date: Thu, 12 Nov 1992 11:17
58 lines
3146 bytes
steu@pmg.lrs.e-technik.uni-erlangen.de (Martin Steuger) writes:

>In einem Artikel in der Zeitung las ich folgendes:

>Untersuchung des Bundesgesundheitsamtes in Berlin

>Haustierbesitzer in Gefahr

>Hoeheres Krebsrisiko durch Voegel - Ursachen unbekannt

[..]
>... Die Forscher wollen als naechstes nach den Krebsausloesern am Federvieh
>suchen. Zwei Moeglichkeiten erscheinen plausibel. Viele Voegel haben 
>Pilzinfektionen. Es ist aber nicht bewiesen, dass die Erreger 
>Krebswachstum ausloesen koennen. Zum zweiten muss ueberlegt werden, ob die 
>eingeatmeten Teile der Federn dafuer verantwortlich sind.

>Erzaehlt mal was Ihr davon haltet. Besonders wuerde mich eine Adresse
[..]

Ich habe vor kurzem im Radio davon gehoert. Dort haben sie
als die zwei verdaechtigen Moeglichkeiten folgendes dargestellt:

1. Die Vogelfedern. Abgewoerfene Federn koennten bei den 
  Zerfallsvorgaengen in kleinste Fasern zerbrechen und dann
  aehnlich wie Asbest (also mechanisch) wirken.

2. Im Vogelkot koennte allerlei ungesundes Zeug drinsein. Man
  sucht angeblich nach irgendwelchen Stoffen, die sich im 
  Kot befinden und die entweder sowieso drin sind oder als
  Stoffwechselprodukte von Pilzen/Bakterien etc. entstehen,
  vielleicht auch bei chemischem Zerfall. Diese Stoffe koennten
  cancerogen oder allergen wirken, wobei auch eine staendige
  allergene Reizung Krebs erzeugen kann.


Wir haben zu Hause jede Menge Federvieh und hatten vor ein
paar Jahren noch mehr. Jede Menge Huehner, Enten, Kanarien,
Sittiche, Wachteln, Zwergwachteln, Exoten, Zwergpapageien
und verschiedene Weichfresser. Bei so viel Viechern merkt
man dann direkt, wieviel feinen Staub die produzieren,
durch Federn, Futter, Vogelsand usw. Den verteilen sie dann
ja durch ihr Verhalten auch so gut wie moeglich in der Luft,
man atmet es also immer ein. Vogelkot kann ein ganz entsetzliches
Zeug sein, die Viecher haben eine ziemlich aggressive Verdauung.
(Am schlimmsten ist es bei Raubvoegeln und Aasfressern, aber sowas
hatten wir noch nicht.) Wenn man die Kaefige saubermacht, kann 
man schon mal gereizte Schleimhaeute und Juckreiz in der Nase
bekommen, auch wenn man Futter in groesseren Mengen handhabt.
Entensch****e kann uebrigens schon nach wenigen Stunden 
Duefte und Daempfe entwickeln, dass einem die Luft wegbleibt.

Dass sowas alles nicht gerade gut auf die Lunge wirkt,
kann ich mir sehr gut vorstellen. Deswegen haben wir unsere 
Viecher auch reduziert und uns auf die beschraenkt, die
nicht so riechen und stauben.

Hadmut
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Message-ID: <1992Nov12.111725.20756@ira.uka.de>
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References: <1992Nov12.092624.27621@lrs.e-technik.uni-erlangen.de>

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From: danisch@ira.uka.de (Hadmut Danisch )
Subject: Re: Krebsgefahr durch Wellensittiche!?
Message-ID: <1992Nov12.111725.20756@ira.uka.de>
Keywords: Krebsgefahr
Sender: news@ira.uka.de (News)
Reply-To: danisch@ira.uka.de
Organization: Univ. Karlsruhe
References: <1992Nov12.092624.27621@lrs.e-technik.uni-erlangen.de>
Date: Thu, 12 Nov 1992 11:17:25 GMT
Lines: 61