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Article #66Re: Patente nuetzen allen
From: Christoph Müller
Date: Thu, 04 Feb 1999 00:00
Date: Thu, 04 Feb 1999 00:00
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Christian Garbers schrieb: > > entwickelt waehren als sie das heute sind. Selbstverstaendlich haette > > der urspruengliche Entwickler als einziger das Recht das Produkt als > > seine Entwicklung zu bezeichnen. > > Ja. Und verdient keinen Pfennig daran. Darum geht's doch bei Patenten. Und > nicht um technische weiterentwicklungen. Beim Urheberrecht funktioniert's aber auch. Ganz ohne Patentverfahren. Die bewegten Summen sind durchaus �hnlich. Patente muss man bezahlen, bevor deren Wert bekannt ist. F�r das Urheberrecht braucht man nicht zu bezahlen. Wenn wer einen Roman schreibt, hat der Autor selbstverst�ndlich alle Rechte. Wird er ein riesiger Erfolg und eine "linke Bazille" m�chte am Erfolg teilhaben (wird bei Patenten offenbar generell unterstellt), so wird ein Plagiat-Verfahren eingeleitet. Erst dann muss nachgewiesen werden, ob es sich um eine geklaute Idee handelt oder nicht. Das Patentrecht stellt die Welt dagegen auf den Kopf. Da muss das Ganze schon VORHER nachgewiesen werden. Eine Garantie gibt es daf�r trotzdem nicht. Selbst ein erteiltes Patent kann also noch gekippt werden. Wie soll man das Patentrecht also verstehen oder auffassen, wenn nicht als gigantische Abzocke seitens der Patentanw�lte und -�mter? Auf das Autorenrecht �bertragen hie�e das n�mlich de facta, dass jeder Sch�ler, der einen Aufsatz in der Sch�lerzeitung ver�ffentlicht, erst mal einen aufwendigen Nicht-Plagiat-Nachweis f�hren m�sste, den sich die Bearbeiter selbstverst�ndlich bezahlen lassen m�ssten. Schneller und effektiver k�nnte man das kulturelle Leben wohl kaum zum Erliegen bringen. Wenn es um technische Ideen geht, haben wir aber ganz genau diesen Zustand. Wir leben in einer erlegten technischen Kultur. > Natuerlich wuerde das die Entwicklung vorantreiben, aber wie gesagt kann > sich derjenige, welcher die Idee hatte, keinen Blumentopf davon kaufen. Oder > ist Linus Torvalds reicher als Bill Gates? Wie machen es denn die K�nstler? Sie haben auch kein Patentrecht. Nur l�uft bei denen der Nachweis erst dann, wenn's interessant wird. Wenn also wirklich jemand etwas kopiert UND damit viele Erfolge einheimst. Wer m�chte bestreiten, dass es K�nstler gibt, die auch Millionen verdienen? Wo ist denn der wesentliche Unterschied zwischen technischer und kultureller Erfindung, der eine so gravierende rechtliche Unterscheidung n�tig macht oder rechtfertigt? Christoph M�ller http://www.astrail.de
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