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Article #532Re: TU Berlin: Rechter Praesident gewaehlt
From: Jens Bolten
Date: Wed, 29 Jan 1997 00:00
Date: Wed, 29 Jan 1997 00:00
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Halloechen! schwarz@physik.tu-berlin.de (Georg Schwarz) hat geschrieben: >da� die Pofessoren in diesen Gremien die Mehrheit haben m�ssen, ist per >Gesetz so festgelegt. Selbst in viertelparitaetisch besetzten Gremien waere der Anteil der Ahnungslosen unter den Professorinnen und Professoren wohl noch immer erheblich hoeher als der Anteil unter den Studierenden. >Dieses Gesetzt k�nnte man nat�rlich �ndern. Mensch koennte nicht nur, mensch sollte sogar... ;-) >da habt Ihr aber beneidenswerte Zust�nde in Aachen. :-) Na ja, so beneidenswert ist's nun auch wieder nicht. Aber mensch kann damit leben. Zwar gibt's auch hier jede Menge Buerokratie, aber mensch ist ja nicht gezwungen, sich immer an alle buerokratischen Wege und Regeln zu halten. Vieles laesst sich auf dem "kleinen Dienstweg" in einem netten Gespraech mit dem zustaendigen Menschen viel besser Regeln als unter Verwendung von irgendwelchen Formblaettern. Ein Beispiel: Wenn ich aus dem Wissenschaftsministerium NRW eine Auskunft haben will, nehme ich den Telefonhoerer in die Hand und rufe den zustaendigen Menschen in Duesseldorf an. Der antwortet mir dann entweder am Telefon oder schickt mit ein Fax. Dauer des Vorgangs: max. 7 Tage. Eine Professorin oder ein Professor wuerde eine Anfrage an die Dekanin oder den Dekan richten, welche(r) diese an die Rektorin oder den Rektor weiterleitet, welcher die Anfrage das Ministerium weiterleitet. Dort sickert sie so langsam bis zur wirklich zustaendigen Person durch, wird bearbeitet und kommt auf dem gleichen Weg auf dem sie bekommen ist auch wieder zurueck. Dauer des Vorgangs: min. 4 Wochen. Wie gesagt: Mensch muss die Strukturen recht gut kennen, um sie fuer sich und die Hochschule zu nutzen. Es gibt immer Mittel und Wege, sein Problem schnell und unbuerokratisch loesen zu lassen. >an der TU oder anderen Berliner Unis sind's AFAIK deutlich weniger. Wirklich durchgehend, ueberall (Auch hier gibt's Fachbereiche mit Wahlbeteiligungen unter 10%)? Ich denke, die Wahlbeteiligung haengt unter anderem auch von den Kandidatinnen und Kandidaten ab und ich kann mir nur schwer vorstellen, das es an der ganzen TU keineN einzigeN faehigeN Kandidatin oder Kandidaten geben soll. >nein. Wenn sich die Gremienvertreter aber als betont "links" (oder >meinetwegen "rechts", aber das gibt's hier zumindest nicht) sehen und >bezeichnen, dann ist das erstmal nicht gef�hrlich, aber dann besteht die >Gefahr, da� ideologisch engstirnige Politik gemacht wird, und das w�re >schlecht. Diejenigen, die "ideologisch engstirnige" Politik machen wollen, kandidieren hier in Aachen eher fuer Aemter in der Studierendenschaft. In den akademischen Gremien sitzen jedoch zumeist Leute, die eine politsche Meinung haben _und_ in der Lage sind, sinnvolle und fuer alle Seiten tragbare Kompromisse zu erarbeiten. >ich glaube die "CDU-nahen" Gruppierungen gibt's durchaus, und die stellen >auch eine Menge Kandidaten. Hier in Aachen kandidiert der RCDS nur zu ganz wenigen akademischen Gremien. >da es in Berlin ja noch zwei weitere Unis mit entsprechenden Angeboten >g�be, tr�te dieses Problem hier nicht auf. Der betroffene Studierende muesste sich genau genommen an mindestens zwei Hochschulen einschreiben, zweimal den Semesterbeitrag zahlen und duerfte dann zur Belohnung studenlang von einer Uni zur anderen fahren, um als angehender Ingenieur etwas ueber Hans Jonas ( "Das Prinzip Verantwortung") zu erfahren. Und so einfach waere das dann auch nur in Berlin, hier in Aachen muesste der Studierende sich in den Zug nach Koeln setzen... >Von "noch ausbildet" kann also jetzt schon nur noch bedingt gesprochen werden. Das mag richtig sein. Trotzdem darf mensch aber doch nicht den Grundgedanken einer Hochschul_bildung_ aufgeben, nur weil gerade die Kassen leer sind. Vielmehr sollte mensch nach anderen Wegen suchen, Geld im Haushalt zu sparen und trotzdem das Bildungsniveau der deutschen Hochschulen zu erhalten. Ein Land, dass sich - umgeben von guten Nachbarn - eine Armee so gross und so teuer wie die Bundeswehr und einen Parlamentsumzug wie denn von Bonn nach Berlin leisten kann, dass sollte sich doch wohl auch ausreichend finanzierte Hochschulen leisten koennen. Ciao Jens ************************************************************************** * Jens 'Jurassic' Bolten, email : Jens.Bolten@post.rwth-aachen.de */\* * Maxstr. 8, 52070 Aachen////Am Haus Luetz 38, 41066 Moenchengladbach *\/* * (0241) 542186 (@,@) (02161) 630918 */\* ************************0***0********************************************* * WWW: http://www.geocities.com/CapitolHill/3468 * **************************************************************************
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