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Article #106Re: Monitor im *****
From: Klaus Schmadel [Chemie]
Date: Fri, 03 Jan 1992 13:06
Date: Fri, 03 Jan 1992 13:06
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sluka@kirk.fmi.uni-passau.de (Martin Sluka) writes:
>Hurz!
>Nachdem mir seit mindestens einer Woche taeglich irgendwas kaputtgeht,
>war jetzt (m)ein SM 124 faellig, der sich ploetzlich, waehrend er in Be-
>trieb war, verabschiedete: _Vollstaendiger_ Bild- und Tonausfall, dafuer
>ein herrlich schrilles Pfeiffen, das aber nicht aus dem Lautsprecher
>dringt.
>Es scheint irgendein Teil in der Stromzufuehrung (im weiteren Sinne) zu
>sein, denn auf den vier Kabeln hinten an der Bildroehre (gelb, rot,
> weiss, blau) liegt keine Spannung mehr an.
>Es handelt sich bei diesem Monitor um ein neueres Modell, August 1990;
>die Seriennummer ist N1084638073.
>Da eine Ferndiagnose wohl sehr schwierig bis unmoeglich sein duerfte,
>waere es sinnvoll, wenn ich einen Schaltplan haette. Wer mir sowas be-
>sorgen kann, wir hiermit _dringend_ aufgefordert, mir eine mail zu
>schreiben.
>Ich hab' das Teil uebrigens einen Tag und einige Betriebsstunden vorher
>aufgehabt, um das Bild zu vergroessern, aber ich glaube nicht, dass der
>Defekt damit ursaechlich zusammenhaengt. Ich hab' das uebrigens auch
>schon bei meinem anderen SM 124 getan, und hatte damit seit Ewigkeiten
>keine Probleme.
>Martin.
>--
>+------------------------------+---------------------------+
>| Martin Sluka | Your lack of curiosity |
>+------------------------------+ Is the key to our success |
>| fany@jatmbx.nbg.sub.org | |
>| sluka@kirk.fmi.uni-passau.de | -JelloBiafra |
>+------------------------------+---------------------------+
Ich hatte einmal so ziemlich das gleiche Problem und hatte mir
den Schaltplan beim
SCHALTUNGSDIENST LANGE
Mohriner Allee 31
W-1000 BERLIN
besorgt.
Auch ich hatte - genau wie Du - einige Betriebsstunden vorher
die Bildgroesse eingestellt und der Monitor gab seinen Geist auf.
Der Fehler lag -wie bei Dir auch - in der Hochspannungsversorgung.
Das Pfeifen haengt damit zusammen, dass der Spannungswandler
(eine Art TRAFO, aber nicht mit Wechselstrom, sondern mit Saegezahnartiger Spannung, ist stromsparender) offensichtlich funktioniert.
Du schreibst, dass an der Bildroehre keine Spannung anliegt
(dann hat Dein Messgeraet noch Glueck gehabt, dort sollten
an einigen Punkten ca 1.5 bis 2 Kilovolt anliegen !!) - vermutlich
hast Du auch kein schwaches Leuchten an der Kathodenseite der
Bildroehre beobachtet. Das bedeutet, dass zwischen Spannungsweandler
und Hochspannungstrafo irgendwo ein Kurzschluss vorliegt, der
die Hochspannungsversorgung laehmt. Bei mir war die Diode,
welche direkt vor dem Hochsspannungstrafo sass, defekt - man
sah es ihr aber nicht an. Ich habe sie in Zusammenarbeit mit einem
Elektroniker heraausgeloetet und den Ohmschen Widerstand in
Durchlass - un d Sperrrichtung gemessen - er war in beiden
Richtungen 0.000000000 Ohm. Es wurde zu einem Austausch der
Diode gegen eine identische, aber mit einer Belastbarkeit von
3 Ampere geraten. Bis heute laeuft der Monitor seit einem Jahr
bei einer durchschnittlichenEinschaltzeit von 1-2 Std (mindestens)
pro Tag und laeuft, und laeuft.
Viel Erfolg bei der Reperatur.
Zweiter Hinweis: Du kannst auch mal nach aufgeblaehten oder
geplatzten Elektrolyt-Kondensatoren auf der Netzteilplatine
suchen. in der Mitte sitzt ein schwarzer Kondensator (einige
Mikro-Farad, weiss aber nicht genau, wieviel), der auch gerne
ueber den Jordan geht (oder auch in die ewigen Jagdgruende).
Dritter Hinweis: Viellleicht habt Ihr an Eurer Universitaet
eine zentrale Elektronik-Werkstatt, oder im Rahmen der
Elektrotechnik (wie wir in Kaiserslautern) eine Elektronik-AG,
besetzt mit Studenten, die im Rahmen eines HIWI - Vertrags
von der Uni dafuer bezahlt werden, dass sie kostenlos fuer
beliebige Studenten der betreffenden Uni Elektronik - Kram
reparieren. erkundige Dich in jedem Fall mal, falls Du kein
Elektroniker oder Fernsehtechniker bist.
Und jetzt nachtraeglich ein frohes Fest und
alles Liebe und Gute im neuen Jahr.
Klaus Schmadel
Technical Details
Message-ID:
<1992Jan3.130603.23927@rhrk.uni-kl.de>Path:
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